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Wochenaufgabe 5-7: Hand anlegen – Exkurs zur Person Galileo Galilei (E-Phase)

Wochenaufgabe 5-7: Hand anlegen – Exkurs zur Person Galileo Galilei (E-Phase)

In Hessen lautet das Halbjahres Thema für die E1 (Einführungsphase = erster Jahrgang der Oberstufe; 1. Halbjahr) laut Lehrplan „Religion – Glaube – Wissen“. Der Lehrplan benennt unter dem Unterpunkt „4. Perspektive der anderen Wissenschaften“ das Thema „Naturwissenschaften“ und dort auch den Fall Galilei.

In der Vorbereitung der Unterrichtseinheit (Der Exkurs zur Person Galileo Galilei dauert 3-4 Stunden) erinnerte ich mich an einen Werbespot aus den 90er-Jahren zu einem Parfüm namens „Galileo“.

Dieser soll in der Unterrichtseinheit auch als Anforderungssituation dienen: Der Werbespot soll begründet beurteilt werden. Des Weiteren sollen die Schülerinnen und Schüler den Werbespot entweder so umschreiben, dass er zu der Person Galileo Galilei passt, oder sich ein anderes (passenderes) Produkt überlegen, für das man mit Galilei werben könnte, und dazu einen eigenen Werbespot entwickeln.

Zunächst wird dem Kurs der Werbespot gezeigt. Der Auftrag für den Kurs lautet dabei, die Darstellung Galileis wiederzugeben und Fragen über seine Person zu entwickeln.

httpvh://www.youtube.com/watch?v=8MfscQunRGY

Der Einstieg dient als Vorbereitung dazu, später den Werbespot hinsichtlich seiner Angemessenheit beurteilen zu können. Außerdem geben sich die Schülerinnen und Schüler durch ihre Fragestellungen nun selbst die Arbeitsaufträge für den weiteren Verlauf der Unterrichtseinheit.

Nun wurden fünf Gruppen eingeteilt, die folgende Themenschwerpunkte zur Person Galileis bearbeiten sollten:

          Biographie Galileo Galilei

       Damaliges Weltbild vs. Galileo Galilei (geozentrisches vs. Heliozentrisches Weltbild

          Konflikt zwischen der Kirche und Galilei

          Der Prozess gegen Galilei

          Position der Kirche damals und heute (Galileis späte Rehabilitierung)

 

Dies geschah in Form eines Gruppenpuzzles. Die Recherche soll selbstständig in der Schulbibliothek und im Internet geschehen. Hierbei kann ich folgende Internetseite empfehlen, auf der man gute Materialanregungen erhält:

http://www.erft.de/schulen/gymlech/galileo/galilei.htm

Anschließend soll die Lerngruppe die Angemessenheit dieses Werbespots beurteilen. Die Darstellung Galileis, die in der Einstiegsphase festgehalten worden ist, wird nun begründet hinsichtlich ihrer Angemessenheit beurteilt. Gleichzeitig sollen die Schülerinnen und Schüler darüber reflektieren, wieso ein Unternehmen mit dem Namen Galileo wirbt.

Später (wohl die nächste Doppelstunde) erhalten die Lernenden folgenden Arbeitsauftrag:

  1. Findet euch wieder in euren kleinen Stammgruppen zusammen 
  1. Entweder schreibt ihr den Parfüm-Werbespot so um, dass er zur Person Galileo Galilei passt

 Oder

Ihr überlegt euch ein eurer Meinung nach passenderes Produkt, für das man mit der Person Galileo Galileis werben könnte.

 

  1. Präsentiert eure Werbespots dem Rest des Kurses.
  2. Überprüft die Werbespot der anderen Gruppen im Hinblick auf ihre Angemessenheit bezüglich der Person Galileo Galilei.

 

Zusätzliche Bemerkung: Abschließend, in Plateauphasen oder als wiederholender Einstieg (Zu Beginn der zweiten Doppelstunde) eignet sich Folgendes:

Wenn man auf Wikipedia den Namen Galileo eingibt, erhält man folgende Ergebnisse:

Galileo steht für:

 

  • Galileo (CRS), eines der weltweit bedeutendsten Computerreservierungssystemen
  • Galileo Press, einen deutschen Fachverlag für Publikationen zu IT- und Wirtschaftsthemen
  • Galileo-Vibrationstraining, eine Trainingsmethode in der Physiotherapie, siehe Vibrationstraining

Auch hier können die Schülerinnen und Schüler die Angemessenheit der Namensgebung beurteilen.

Creative Commons Lizenzvertrag
“Exkurs zur Person Galileo Galilei” von Alexander Struß ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 3.0 Unported Lizenz.

Das heißt: Ihr dürft damit machen, was ihr wollt ;-).

 

Nachtrag: Auf Wunsch stelle ich hier einige exemplarische Schülerprodukte (Galileo-Werbespots) zur Verfügung:

Schülerprodukte

Schülerskripte:

Meiner Meinung nach handelt sich hier um eine gelungene und kreative Umsetzung der Aufgabenstellung, die die Forschungsergbebnisse Galileis thematisiert.

1) Radio-Werbespot “Wellness-Oase Galileo”

“Kennen Sie das, wenn sie nach harter Abend herausfinden, dass Sie nicht der Mittelpunkt des Universums sind? Dass sich nicht alles um Sie dreht? Dass die Erde nicht im Mittelpunkt des Universum steht, sondern die Sonne?  Raucht ihr Kopf?vHarte Erkenntnisse, die man erstmal sacken lassen muss. Sie brauchen endlich Entspannung! Besuchen Sie jetzt unsere Wellness-Oase “Galileo”! Kommen Sie vorbei!”.

2) Radiowerbespot “Galileo-Sicherheitssystem”

Eine gelungene und kreative Umsetzung, die den Hauasarrest Galileis durch die Kath Kirche thematisiert (Bild ist leider etwas unscharf).

Vorstellung des Werbespots durch Szenisches Spiel (diese Gruppe war bereit, ihren Werbespot durch Szenisches Spiel vorzuführen, wollte aber nicht gefilmt werden. Dieser Wunsch wurde natürlich berücksichtigt:

Eine gelungene und kreative Umsetzung, die Galileis Kampf für die Anerkennung seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse thematisiert.

3) Telefonanbieter wirbt für eine Flatrate namens “Galileo”

Beschreibung des Szenischen Spiels

Galileo ist von Nonnen und Priestern umzingelt, die ihm den Mund zuahlten. Galileo versucht zu sprechen, was ihm nicht gelingt. Eine Stimme aus dem Off erklingt: “Kennen Sie das, wenn Sie Ihre Meinung frei äußern möchten, man Sie aber nicht lässt? Mit der neuen Flatrate “Galileo” erhalten Sie für nur 39,95 Euro im Monat unbegrenzt Zeit und Gelegenheit, Ihre Meinung frei zu äußern!” Die Nonnen und Priester sitzen nun im Halbkreis vor Galileo und hören seinen Worten aufmerksam zu.

4) Parfüm “Galileo”

Hier wurde die Vorlage umgeschrieben. Eine wirkliche Verbesserung des Ergebnisses wurde meiner Meinung nach nicht erreicht.

Nonnen verfolgen Galileo in einem Planetarium. Galileo hält erschöpft inne und besprüht sich mit dem Duft “Galileo”. Nun umschwärmen ihn die Nonnen und fallen ihm um den Hals.

 

Videos

Die zu sehenden Schülerinnen und Schüler haben mir schriftlich die Genehmigung, die Videos veröffentlichen zu dürfen, erteilt.

5) Wissenschaftliche Fachzeitschrift (Video)
Wissenschaftliche Fachzeitschrift Galileo

Problematisch hierbei ist:
– die fast zu starke Orientierung an der Vorlage des Parfüm-Werbespots (“die Erde ist eine Scheibe”): In Galileis Forschung und dem daraus resultierenden Konflikt mit der Kirche ging es vor allem um die Widerlegung des bisherigen vertretenen geozentrischen Weltbilds und um den Beweis des heliozentrischen Weltbilds.

Gelungen ist:

– die Idee, eine wissenschaftliche Fachzeitschrift mit Galileis Namen zu betiteln.

 6) Galileo “als Traubenzucker zur Förderung der Denk- und Leistungsfähigkeit”.

Eine sehr gelungene und kreative Möglichkeit, die Galileis intellektuelle Fähigkeiten in den Fokus rückt.

Traubenzucker “Galileo” zur Förderung der Konzentration und Leistungsfähigkeit

 

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Wochenaufgabe 4: Praxisbeispiele – “Die Bergpredigt-Insel” (Alexander Struß)

Praxisbeispiele (Wochenaufgabe 4)

„Die Bergpredigt-Insel“.

Ich stelle hier meinen Entwurf zur zweiten Staatsprüfung zur Verfügung (als PDF-Datei). Da die Examensprüfung noch nicht soooo lange her ist und in dieser kompetenzorientierter Unterricht verlangt wurde (und da ich die Prüfung erfolgreich bestanden habe und ich mittlerweile seit ca. 1,5 Jahren auch „richtiger“ Lehrer bin ;-)), dürften die Unterrichtseinheit und die –stunde einigermaßen kompetenzorientiert sein .

Die Examensstunde fand in Hessen (G8) in einem kath. Religionskurs der E-Phase (Einführungsphase zur Oberstufe: Erstes Schuljahr der Oberstufe) statt.

Thema der Unterrichtsreihe: Biblische Ethik – Die Bergpredigt als „Zeichen“ für Gottes Zu- und Anspruch an den Menschen, erschlossen und gedeutet mit Hilfe des Planspiels „Die Bergpredigt-Insel“.

Thema der Unterrichtsstunde:„Happy-Slapping“ auf der „Bergpredigt-Insel“. Deutung und Beurteilung der Bergpredigt in Bezug auf erfahrene Gewalt. Die Schülerinnen deuten die Bergpredigt in Bezug auf erfahrene Gewalt, entwickeln durch eine persönliche Auslegung dieser Perikope eine Lösung für das Szenario „Hap-py Slapping“ und beurteilen diese kritisch (Biblisches Lernen).

Hier mein Entwurf als Download (Für diejenigen, die sich nicht durch den gesamten Entwurf “durchkämpfen” wollen, gibt es weiter unten deutlich kürzere Anmerkungen zu der Unterrichtseinheit ;-)).

und als Link: Examensentwurf Kath. Religion

 

Eine relative kurze Erklärung zum Planspiel „Die Bergpredigt-Insel“

Die Vorlage des Planspiels „Die Bergpredigt“ stammt aus der religionspädagogischen Zeitschrift „entwurf“.

(Vgl. Büttner, Gerhard u. Kumpf, Herbert: Die Bergpredigt-Insel. Das Arbeitsheft zum Spiel. In: entwurf (2008) Nr.2. 39. Jg. Und Büttner, Gerhard u. Kumpf, Herbert: Die Bergpredigt-Insel. Erfahrungen mit einer Lernumgebung. In: entwurf (2008) Nr.2. 39. Jg. S. 30-34).

Ich habe aber aus verschiedensten Gründen einige Veränderungen vorgenommen (Näheres wird im Entwurf ausführlich beschrieben).

Das Planspiel „Die Bergpredigt-Insel“ beinhaltet eine situierte Lernumgebung und dient dazu, den Schülerinnen Biblisches Lernen durch reflektierte und korrelierte Interaktionen zu ermöglichen. In diesem Kontext wird der Klasse zu Beginn Unterrichtseinheit mitgeteilt, „dass sie von einem Fernsehsender ausgewählt wurde, sechs Wochen lang auf einer Insel nach den Regeln der Bergpredigt zu leben“ (nach eigener Erfahrung sind die Schülerinnen und Schüler bereits an dieser Stelle sehr motiviert, da sie diese situierte Lernumgebung bewusst an Fernsehformate wie „Big Brother“, „Promi Big Brother“ „Die Alm“ „Dschungelcamp“, „Berlin – Tag u. Nacht“, „Wild Girls“ oder „Reality Queens auf Safari“erinnert).

Anhand der Bergpredigt erstellt sich der Kurs als „Inselkommune“ Regeln, die es im Verlauf des Spiels zu beachten gilt. Die „Inselbewohnerinnen“ verwalten ihre Insel eigenverantwortlich. Um dies bewerkstelligen zu können, wird von jeder „Inselbewohnerin“ erwartet, dass sie täglich acht Stunden arbeitet. Zu diesem Zweck muss die „Kommune“ einen Tagesplan erstellen. Im Verlaufe des Spiels geschehen viele unvorhergesehene Ereignisse. Dabei wählt die Lehrkraft aus zwanzig Ereigniskarten einige aus und gibt diese nach und nach in die Klasse ein. Mit diesen Ereignissen müssen sich nun die Jugendlichen auseinandersetzen und Lösungen präsentieren. Dabei müssen die Inselregeln und die Bergpredigt beachtet werden, mit deren Auslegung die jeweiligen Ergebnisse begründet werden müssen. (Auszug aus meinem Entwurf der Examensstunde).

Weitere Hinweise

Als Student habe ich während meiner schulpraktischen Studien an einer Kasseler Schule bereits in einer Klasse 12 „Die Bergpredigt-Insel“ im Unterricht behandelt. Die Examensunterrichtseinheit weist im Vergleich zu der Kasseler Version einige deutliche Unterschiede auf. Mittlerweile bin ich als Lehrer an einer Hanauer Schule tätig. Auch hier werde ich nach den Ferien meinen Religionskurs der Q1 (Q1 = erstes Halbjahr der Qualifikationsphase für das Abitur, das heißt: zweites Schuljahr der Oberstufe) auf die “Bergpredigt-Insel” schicken. Dies würde ich nicht tun, wenn ich mit diesem Planspiel keine guten Erfahrungen gemacht hätte. Aber auch hier werde ich aufgrund verschiedenster Erfahrungen im Vergleich zu meiner Examensreihe wiederum einige Veränderungen vornehmen. Meiner Meinung nach eignet sich dieses Planspiel für diese Jahrgangsstufe besonders (Vgl. Hessischer Lehrplan: „Ethik Jesu“) gut. Es werden viele Möglichkeiten eröffnet, Praxis und Theorie miteinander zu verknüpfen, wie es auch neulich Prof. Dr. Markus Tomberg bei openreli forderte. In der Deutschdidaktik (Deutsch ist mein anderes Fach) würde man das wohl als Wechselspiel zwischen subjektiver Involviertheit und genauer Textwahrnehmung bezeichnen. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln letztendlich selbst Auslegungsmodelle der Bergpredigt und stellen sie zur Diskussion. Sie vergleichen sie mit bekannten theologischen Modellen und können diese sowie ihre eigenen unter verschiedensten Gesichtspunkten beurteilen (Urteilskompetenz).

Für Fragen (sowohl zur Einheit als auch zu einzelnen Stunden) und Rückmeldungen stehe ich natürlich zur Verfügung.

 

Creative Commons Lizenzvertrag
“Happy Slapping auf der Bergpredigt-Insel” von Alexander Struß ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 3.0 Unported Lizenz.

Das heißt: Ihr dürft damit machen, was ihr wollt ;-).

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Wochenaufgabe 2 + 3 bei Openreli

Wochenaufgabe 2 und 3:

Ich versuche einmal die Wochenaufgaben 2 „Woran kann man deiner Meinung nach guten (kompetenzorientierten) Religionsunterricht erkennen?“ und 3  Erinnere Dich an eine Unterrichtsstunde, aus der du mit einem guten Gefühl gekommen bist und beschreibe in deinem Blog oder in einer eMail an Openreli zwei Merkmale, an denen Du guten Unterricht festmachst“ miteinander zu verknüpfen.

 

Woran kann man deiner Meinung nach guten (kompetenzorientierten) Religionsunterricht erkennen?“

Hier beziehe ich mich exemplarisch auf einige Kriterien, die Michael Veeser-Dombrowski auf seiner Seite näher erläutert (http://www.veeser-dombrowski.de/index.php/2013/10/14/schule-und-unterricht/guter-unterricht-profession-lehrkraft-13/). An diesen Kriterien möchte ich später auch die Erfahrung guten Unterrichts festmachen. :

  1. „Die Lehrkraft hat eine gute Arbeitsbeziehung mit der Lerngruppe angebahnt: Die Schülerinnen und Schüler kennen den Rahmen, die Regeln und haben ein Grundvertrauen in die Situation.
  2. Sie hat Lern-Inhalte (abstimmt mit dem Bildungsplan) ausgewählt und kann diese Auswahl begründen.
  3. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Interessen und Ziele für den Unterricht.
  4. Schülerinnen und Schüler und die Lehrkraft kommen am Schluss des Unterrichts zur gemeinsamen Bewertung, dass der Unterricht erfolgreich war.
  5.   Die Lehrkraft hat aus dem Unterricht auch selbst wieder etwas dazu gelernt und nimmt diesen Ertrag als Anstoß für die Weiterentwicklung von Unterrichtskonzept und Unterrichtsgestaltung.“ (siehe Michael Veeser-Dombrowski: http://www.veeser-dombrowski.de/index.php/2013/10/14/schule-und-unterricht/guter-unterricht-profession-lehrkraft-13/)

Erinnere Dich an eine Unterrichtsstunde, aus der du mit einem guten Gefühl gekommen bist und beschreibe in deinem Blog oder in einer eMail an Openreli zwei Merkmale, an denen Du guten Unterricht festmachst“

Im letzten Schulhalbjahr hatte ich im Fach Kath. Religion eine E-Phase (Klasse 11). Der Hessische Lehrplan schreibt für das Sommerhalbjahr das Thema „Biblische Erfahrungen“ vor. In diesem Rahmen habe ich die Unterrichtseinheit  „Das Motiv Wasser in der Bibel“: Die Erschließung und Deutung biblischer Texte durch die Entschlüsselung des Symbols und Leitmotivs „Wasser“  entwickelt. Hierbei durfte die Taufe Jesu nicht fehlen. Als wir im Unterrichtsgespräch über Sinn und Zweck der Taufe für Christen diskutierten, fiel auch der Begriff „Erbsünde“. Zu meiner großen Überraschung entwickelte sich hierzu eine intensive Diskussion im Kurs und die Schülerinnen und Schüler zeigten sehr interessiert an diesem Begriff und wollten mehr darüber erfahren (was auch daran liegt, dass dieser Begriff heute vielen nicht mehr geläufig ist und eine große Unsicherheit darüber herrscht bzw. höchstens „Halbwissen“ bekannt ist). Sie baten mich sogar darum, einen kleinen Exkurs zu diesem Thema in diese Unterrichtseinheit einzubauen. Letztendlich übernahmen sie sogar motiviert die Planung dieses Exkurses, indem sie ihre Interessen am Thema „Erbsünde“ benannten und bündelten. Sie besorgten für die nächste Woche genügend Materialien (natürlich habe ich auch einige Materialien beigesteuert) und Informationen, sodass auch produktiv gearbeitet werden konnte. Zwei Schüler ließen etwas später ihre Kontakte in ihrer Heimatgemeinde spielen, sodass schließlich in einer Abschlussdiskussion ein Kath. Priester zu diesem Thema Rede und Antwort stand. Solche Situationen entsprechen natürlich nicht dem Alltag (es gibt genügend unbefriedigende Stunden), lassen solche Erinnerungen aber umso mehr als etwas Besonderes erscheinen.

 

Nun der Bezug zu Aufgabe 2: Erklärung dieser ungewöhnlichen Erfahrung?

  1.   Das geht nur, wenn ein Vertrauensverhältnis zwischen RL und SuS besteht. SuS müssen wissen, dass so etwas im Religionsunterricht möglich sein kann (siehe oben Punkt 1).
  2.   Alles war im Sinne des Lehrplans und nicht willkürlich ausgewählt (Bezug zu Punkt 2).
  3. Die SuS haben Interesse für den Unterricht entwickelt. Dies gelingt nur durch Motivation. In diesem Fall waren die Lernenden von sich aus motiviert und auch anschließend bereit dazu, die weitere Planung und Ziele zu formulieren. Dies gelingt nur, wenn die Lehrkraft  bereit dazu ist, den Unterricht in dieser Hinsicht  für die SuS zu öffnen (Bezug zu Punkt 3).
  4.  Der Exkurs wurde von den SuS in der Reflexion positiv bewertet. Ihrer und auch meiner Meinung nach haben sie sich zum Thema „Erbsünde“ reichlich Wissen angeeignet, was sich auch in der Abschlussdiskussion mit dem Kath. Priester in der Qualität der Fragen und Aussagen bemerkbar machte. Bezeichnend für die Gestaltung dieses Unterrichtsexkurses war  für mich eine Schüleraussage während der Reflexion: „Eigentlich haben wir das doch alles selbst geplant“. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. (Bezug zu Punkt 4)
  5. Ich selbst habe hierbei auch sehr viel gelernt. In meiner Unterrichtsplanung hatte ich das Thema „Erbsünde“ nahezu ausgeklammert, da ich der Meinung war, dass dieses Thema für die SuS langweilig und heute nicht mehr wirklich aktuell wäre. Als Anstoß für die Weiterentwicklung von Unterrichtskonzept und Unterrichtsgestaltung nehme ich mit, die SuS regelmäßiger an der Planung des Unterrichts zu beteiligen. (Bezug zu Punkt 5)

 

 

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Vorstellung bei openreli

Das bin ich:Alexander Struß

Ich in Anzug 2

Ich arbeite an der Otto-Hahn-Schule in Hanau, eine Gesamtschule mit Gymnasialer Oberstufe. Von Klasse 5 bis Klasse 13 ist bei meinen Schülerinnen und Schülern also alles möglich. Zur Zeit unterrichte ich in Kath. Religion: eine Klasse 5, eine Klasse 6, eine Klasse 11 und eine Klasse 12.

Arbeitsplatz des Teilnehmenden

Den bisherigen “Open-Reli-Start” empfinde ich als gelungen. Hoffe, dass die Ziele einer Vernetzung und des gemeinsamen produktiven Austauschs erreicht werden können.

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