Was ist guter Kompentenzorientierter RU? Woran kann ich ihn erkennen?

Beobachtet man einen kompetenzorientierten RU von außen sieht man vielleicht keinen großen Unterschied. Denn auch vorher wollten wir Lehrer durch Lernziele formuliert, dass die Schüler Kompetenzen erwerben. Allerdings verändert sich die Blickrichtung. Der Wechsel von der Input-Orientierung zur Outcome-Orientierung ist nicht unbedingt inhaltlich oder methodisch festzumachen, wenn man wechselt von der Betrachtung des Stoffes hin zu welche Fähigkeiten Schüler erwerben sollen. Die Lernprozesse stehen im Vordergrund, der Stoff ist nur das Medium, nicht das Ziel des Unterrichtes. Der Stoff muss überprüft werden, ob er denn Lernprozess begünstigt oder am Laufen hält. KoU geht also von lebenspraktischen, problemhaltigen, fragwürdigen Situationen aus. Dadurch wird eine lebenspraktische Relevanz erzeugt, warum auch Fachwissen notwendig ist, und dieses nicht nur „auswendig“ gelernt (und später vergessen wird)

Die Kompetenzen beschreiben also eine besondere Form der Zielorientierung, in dem die Ziele gleichzeitig schüler-, prozess- und ergebnisorientiert beschrieben werden sollen. Das reicht vom Wissen und Verstehen über Auskunft Geben, Erzählen, Entwickeln, bis zum Planen, Zusammenarbeiten und Gestalten. Vergessen darf man dabei aber nicht die dafür zugrunde liegenden Einstellungen wie Neugier, Staunen, Offenheit. Erst durch das Zusammenspiel von Einstellungen,Haltungen, Kenntnissen und Fertigkeiten ist sinnvollerweise von Kompetenzen zu reden.

Zur Beantwortung der Frage: woran erkenne ich KoU werden bei der Beobachtung des Unterrichtes beim Lesen in Literatur folgende Fragen vorgeschlagen: 1. Die Sprachebene, Wie wird der Unterricht eröffnet? Wie wird eineUnterrichtssequenz eingeleitet? Wie werden Handlungsanweisungen, Arbeitsaufträge motiviert und begründet?,

2. Die Handlungsebene / Methoden und Arbeitsformen, Wie werden Handlungsformen wie üben, erproben, experimentieren, schreiben, gestalten, zeigen / nachahmen, spielen, … umgesetzt? Wie sinnvoll und plausibelsind unterrichtliche Tätigkeiten für die Schülerinnen und Schüler? Wie verhalten sichTätigkeit und Reflexion, wie demokratisch werden Arbeitsaufträge gehandhabt?

3. Die Medien, Welchen Sinn hat ein Medium: Selbstzweck oder Mittel zum Zweck?

4. Der Umgang mit Schülerleistungen (Diagnose und Evaluation) gibt es Elemente der prozessorientierten, dialogischen, differenzierten Wertschätzung von Schülerleistungen

Literatur: www.bz-bx.net/bolzano/allegati/…/Handreichung%20Komp.%20RU.pdf  (Stand: 15.10.2013)

Und : www.ptz-stuttgart.de/uploads/media/RS-kompet-or_Unterrichten_02.pdf

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