Religionsprojekte Jahrgang 09/10

Für die Jahrgangsstufen 9/10 dürfen die Schüler am Gymnasium Altona – nach einem Jahr Auszeit von Religions- und Philosophieunterricht in Klasse 8!- wieder wählen, ob sie Philosophie oder Religion machen möchten. Nach dem Einblick in Philosophie, den die SuS in Jahrgang 7 gehabt haben, hat der Religionsunterricht im Jahrgang 9 erfahrungsgemäß – sowohl damals in der Stadtteilschule Odenfelde als auch im Gymnasium Altona!- viele Rückläufer.

Dieses Schuljahr haben wir somit zwei Kurse Religion in Jahrgang 9 und auch in Jahrgang 10 haben wir zwei Kurse. Diese sind mit jeweils circa 25 Schülern jeweils gut angewählt wurden.

Die Motivation zur Anwahl von Religion für den Doppeljahrgang 09/10 sind unterschiedlich und bedingt durch einerseits  Interesse und andererseits Wahl des “kleineren Übels”. Auf Anfrage, warum die Entscheidung zugunsten des RUs ausfiel, wurde deutlich, dass die Schüler sich der Inhalte und besonderen Prägung des RUs bewusst sind. So sagen sie, dass die Themen ja dieselben wären, allerdings der Blickwinkel variiere. Desweiteren wurde allerdings auch der Wunsch danach stark betont, alle Religionen im Blick zu behalten und keinen gesonderten Schwerpunkt allein auf Judentum und Christentum zu legen. Da dieser Wunsch dem Hamburger Konzept des “RU für alle” entspricht, konnte ich im Vorhinein bereits die Zusage zur Erfüllung des Schüler-Anliegens machen und betonen, dass die Ausrichtung des RUs natürlich an der Erarbeitung multireligiöser Perspektiven und Einsichten zentral sei.

Auch den Jahrgang 9 und 10 unterrichte ich aus drei Gründen sehr gern in Religion: Die Schüler

  1. durften wählen und zeigen daher selten eine Verweigerungshaltung in Religion;
  2. sind bereits reflektierter im Umgang mit ihren Devices;
  3. sind versierter in einzelnen Methodiken und Gruppenarbeitsprozessen.

Die Religionskurse dieses speziellen Doppeljahrgangs sind zielorientiert und arbeiten ruhig und meist gewissenhaft. Nach meiner Erfahrung in der Stadtteilschule ist dies Arbeitsweise in den Jahrgängen etwas für mich sehr Angenehmes. Sie sind punktuell sehr begeisterungsfähig. Besonders die ersten Einblicke in VR haben sie scheinbar sehr in ihren Bann gezogen und daher halte ich sie für Projekte und die Arbeit mit Kooperationspartnern für geeignet.

In diesem Schuljahr 2017/2018 habe ich ebenfalls wieder das Glück je einen Kurs in Religion 09/10 zu unterrichten.

Im Laufe des Schuljahres werde ich hier Projekte dokumentieren, die ich mit der Jahrgangsstufe im Hinblick auf die Themenschwerpunkte:

  1. “Twittern wie Luther” (Internes Projekt): Umgang mit religiöser Hatespeech gegen “Homosexualität” (Ergebnisse des Jahrgangs 10)
  2. “Sterben, Tod und Jenseits”: Ein Projekt unterstützt durch Swantje Luhe (Universität Würzburg)

durchführen werde, und die auch im schulinternen Curriculum des Gymnasium Altonas festgesetzt wurden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.