Zu Gast in der “Kreuzkirche”

Als ich Frau Geray zum ersten Mal ansprach, war und noch nicht vollends klar, was wir genau anstrebten. Allerdings kristallisierte sich nach und nach heraus, dass wir daran arbeiten wollten, die Kreuzkirche zu präsentieren. Hierbei galt es einmal die Räumlichkeiten virtuell zu erfassen sowie die Geschichte und Prägung der Gemeinde darzustellen.  Letzteres soll in diesem Artikel erfolgen.

 

Die Tabita-Kirchengemeinde ging 2005 aus dem Zusammenschluss der Kreuzkirchengemeinde und der Ansgargemeinde hervor. Hierbei spielten vor allem finanzielle Überlegungen eine Rolle.

 

Die Kreuzkirchengemeinde ist ein Ableger/ eine Tochter der Christianskirche. 1998 wurde die Kreuzkirche nach Entwürfen von Fernando Lorenzen gebaut, war aber zunächst eine Predigtstätte der Christianskirche, bis sie 1910 eigenständig wurde und ein eigenes Leitungsgremium bekam. Die Kreuzkirche überstand zwei Weltkriege und wurde mehrfach umgebaut.

In den 50er Jahren war die Einwohnerzahl in Ottensen so gestiegen, dass man erwog eine weitere Gemeinde zwischen der Kreuzkirche und der Christuskirche im Westen zu gründen. So entstand in den 60er Jahren als Gemeindezentrum konzipiert die Ansgarkirche mit weiteren Räumen an der Griegstraße.

Besonders wichtig zu wissen, ist die religiöse Zugehörigkeit: Die Tabita-Kirchengemeinde ist eine evangelisch-lutherische Gemeinde im Westen Hamburgs und gehört zum Kirchenkreis Hamburg-West/ Südholstein. Sie ist Teil der Nordkirche – besser der Ev. Luth. Kirche in Norddeutschland.

Sie ist eine offene, einladende Gemeinde mit den Schwerpunkten Kirchenmusik und Kinder/ Jugendarbeit – es gibt einen eigenen Kinder- und Jugendzirkus Firlefanz.

Allerdings ist sich das Engagement für Hilfsbedürftige selbstverständlich: So nimmt die Gemeinde regelmäßige am Winternotprogramm für Obdachlose teil, in der sie dir Aufnahme und Betreuung im Winter von 4 Personen in Containern hinter der Kreuzkirche ermöglicht.

Seit 2 Jahren ist die Kreuzkirche zur geistlichen Heimat für die Eritreisch-Orthodoxe Gemeinde St. Michele geworden. Sie feiert alle 14 Tage ihren Gottesdienst in der Kreuzkirche und benutzt die Kirche auch an drei weiteren Abenden in der Woche für Zusammenkünfte, Chorarbeit usw. Weiterhin erfolgt regelmäßige Sammlung von Kollekten im Gottesdienst für soziale/ kirchliche Zwecke z.B. Brot für die Welt.

Bis vor kurzem gab es das Angebot der Alltagshilfe, wo Ehrenamtliche andere Menschen unentgeltlich unterstützt haben beim Einkaufen, Babysitten, Reden, Ärztebegleitung usw.

Die Gemeinde finanziert sich über die Kirchensteuer, die nach Mitgliederzahl u. anderen Kriterien den Gemeinden zugeteilt wird. Das genügt aber nicht mehr, um die anfallenden Ausgaben vor allem im Bereich Bau/ Sanierung der Kirchen/ Gebäude zu tätigen. Deshalb ist die Gemeinde auf Spenden u. weitere Unterstützung von Stiftungen usw. angewiesen. Auch für andere Projekte z.B. in der Kirchenmusik od. für die Inneneinrichtung der Kirchen wird um Spenden gebeten. Außerdem gibt es Mieteinnahmen (z.B. über Mobilfunkanlagen in den Kirchtürmen).

Insgesamt gibt es ca. 4400 Gemeindemitglieder. Die Gemeinde reicht im Westen bis zur Liebermannstraße im Osten bis zur Fischersallee, im Süden bis zur Elbe im Norden bis zur Friedensallee.

Als Informationsmaterialien stehen vielfältige Medien zur Verfügung: Internetseite, Gemeindebrief & Kirchenflyer sind dabei die wichtigsten. Auch die Predigten werden auf Anfrage einzelnen zur Verfügung gestellt. Zudem gibt es zahlreiche Broschüren über kirchliche Grundthemen, z.B. Taufe, Heirat o. a. Kirchensteuer liegen aus bzw. werden im Gemeindebüro ausgehändigt.

Die Gemeinde kooperiert mit vielen Partnern:

  • Zusammenarbeit mit der Schule Trenknerweg – Lutherspiel für 4. Klassen, Weihnachtsfeier in der Ansgarkirche/
  • Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Altona – Kirchenerkundung…
  • Zusammenarbeit mit der katholischen Gemeinde St. Marien
  • Werkstatt-Abende mit aktuellen Themen, die  meistens aus dem kirchlichen Bereich stammen, aber nicht nur…

Auf die abschließende Frage hin, welche Inhalte Frau Gery bei einem Besuch unserer Schüler thematisieren würde, machte sie deutlich, dass sie Rede und Antwort zu allen Wunschthemen stehen könne. Diesbezüglich sei keine Vorankündigung nötig, um angemessen speziellen theologischen Fragen begegnen zu können, da sie ja – wie es üblich ist für christliche Theologen!- eine universitäre und praktische Ausbildung absolviert habe, die sie umfassend geschult habe. Wir freuen uns auf den Besuch und sind gespannt auf professionelle Ergebnisse.

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