#GoodCode : Präsentation & Reflexion des “Hilfe-Tisches“

“Na, ob das wohl gut geht?“ Diese Frage stellte ich mir als ich am 28.2 mein Kind für die Kita anzog. Ich war heute dran mit hinbringen und abholen, was mir nur ein sehr enges Zeitfenster für die Erledigung aller Aufgaben gab.

Um 8:00 ging es also los: Von der kunterbunten Kinderwelt in die S-Bahn; vom Liedersingen zur Präsentationsorganisation in der Bücherhalle Altona. Viel Luft dabei hatte ich nicht: Da Elternarbeit, wackliger Handy-Empfang und ausgefallene Züge am Hauptbahnhof die Absprachen mit Boris und den Bücherhallen wiederholt unterbrachen. Auf Boris konnte ich mich ja verlassen, aber bei den Bücherhallen rief ich lieber noch mal an, um mich in puncto Technik abzusichern – vergeblich wie sich später heraus stellte.

Um 9:05 kam ich in der Schule an: Kollegen-Absprachen im Akkord zur ProjektWoche und zum Unterricht, Schreiben zum MedienElternabend und die Organisation der angesetzten Klassenarbeit in der 3./4.Stunde verbrauchen die Zeit. Zwischendurch informierte mich Susanne en passent noch schnell in der Teeküche, dass Sie heute kurz bei der Präsentation da sein werde, da Herr Grübel leider nicht könne. Dabei ließ sie sich noch einen kurzen Abriss über den Inhalt der Präsentation geben.

Alles lief glatt, bis ich um 12:00 Uhr zu dem ausgemachten Treffpunkt mit meinen Kurs kam. Es fehlten Schüler und ich kam unter Druck, da ich deren Verbleib erst einmal klären musste, so das wir erst um 12.10 zu den Bücherhallen aufbrechen konnten. 12:20 kamen wir dort an.

Wir wurden empfangen von einem sichtlich irritierten Mitarbeiter der Bücherhallen, der mir mitteilte, dass ständig Leute nach einem “fliegenden Tisch oder so“ fragten, von dem er noch nie etwas gehört hätte. Er würde uns leider keine Auskunft geben können, sagte er etwas genervt. Diese Irritation wurde jedoch glücklicherweise schnell aufgelöst und wir fanden den Raum.

Boris und die beiden Oberstufen-Schüler Louis und Moritz waren bereits da. Sandra, die hervorragende Fotos machen würde, ebenfalls. Und auch Susanne Backner als didaktische Leitung unserer Schule war bereits anwesend. Überraschenderweise hatte es ebenfalls Julia Andre von Digitale Mündigkeit der Körber-Stiftung trotz des übergroßen Termindrucks einrichten können, vorbei zu schauen, was mich persönlich sehr freute, da ich sie so endlich einmal nach  vielen  positiven Nachrichten in den Sozialen Netzwerken einmal kennenlernen konnte.

Leider war nicht viel Zeit zum Austausch, da der Raum vorbereitet werden musste, meine Mädels, die präsentieren sollen, aufgeregt waren und sich noch Lena Modrow , Oliver Quellmalz  und Doreen Gliemann von der Nordkirche dazu gesellten. Ein Mammut-Programm für 10 Minuten. Aber Boris hatte alles schon großartig vorentlastet.

Ich war so beeindruckt, was zusammen geleistet werden konnte und das wir es tatsächlich schafften, pünktlich um 12:30 Uhr die Präsentation zu beginnen. Über das Ergebnis möchte ich nicht viele Worte verlieren: Bianca,  für die der  Tisch  gemacht wurde,  hatte  sich sehr gefreut, und meine Schüler haben es geschafft, ihr Ergebnis eindrucksvoll zu präsentieren.

Ob das gute gelaufen ist? Und wie! Aber nehmen Sie selbst Einblick anhand von Sandra Schinks Momentaufnahmen:

Fotos: Sandra Schink/erminas GmbH

Die Berichterstattung

Die Anwesenden:

Zudem möchte ich noch einen Verweis aus Lena Modrows Artikel geben, für den die sich sich nach der Präsentation viel Zeit genommen hat, um mit Schülern zu sprechen.

Insgesamt ist das Gelingen des Projektes aber aus einer sehr erfreulichen Zusammenarbeit zwischen Boris Crismancich von erminas und mir mit meinem Religionskurs erwachsen, sowie der freundlichen und großartigen Unterstützung durch erminas und der Nordkirche. Herzlichen Dank noch einmal dafür. So konnte ich beschwingt mein Kind abholen…

Reflexion der Arbeit

Kathrin Joswig aus den Bücherhallen, die während des Projektverlaufes Einblicke in den E-Mail-Wechsel gewährt wurden, konstatierte:

Liebe Friederike,
das scheint ja wirklich toll geklappt zu haben – freut mich sehr dass der Versuch geglückt ist. Ich hatte den Eindruck dass das Projekt ziemlich viel Arbeit gemacht hat – also deutlich mehr, als das im “normalen” Unterricht der Fall ist. […]

Ich muss sagen, sie hatte Recht und ich erwiederte ihr darauf auch die Gründe, die aus meiner Sicht zu diesem erhöhtem Aufwand geführt haben:

 […] Ja, für mich war es ein erhöhter Aufwand aus mehreren Gründen:

1. Es war das erste Mal.
2. Es waren Absprachen notwendig.
3. Unsere Schule hat keine drei funktionstüchtigen Laptops, so dass ich diese von daheim mitnehmen musste.
4. Wir haben keinen fertigen Plan gehabt, sondern von der Idee ausgehend gearbeitet.
5. Unsere Schule hat es aufgrund von Raumnot und Ausstattung schwer uns Räume zur Verfügung zu stellen, in denen die Technik angemessen funktioniert.

Ich führte allerdings noch aus, was die Arbeit erleichtert hat:

Die Arbeit an sich war jedoch leichter, weil die Arbeitsaufträge von Boris so portioniert wurden, dass es zu einem sehr harmonischen Zusammenspiel kam. Da jetzt das Material vorbereitet vorliegt, wäre eine Reproduktion ohne den großen Aufwand möglich.

In Zukunft würde ich folgendes verändern in der Projektarbeit:

Insgesamt würde ich allerdings kleinere Projekte anstreben, die noch kostengünstiger sind, um die Hemmschwelle für Nachahmung runter zu setzen. Somit ist dieses große Projekt als Initalzündung zu sehen. Es sei denn, wir hätten Sponsoren….

An der Peer to Peer- Education würde ich festhalten, da diese allen Beteiligten geholfen hat.

Fazit: Ja, es lief gut und ich würde es immer wieder machen, auch wenn der Arbeitsaufwand so hoch bleiben sollte. Allerdings ist es natürlich Ziel den Aufwand so zu minimieren, dass auch andere Kollegen das Projekt ohne Mühen nachahmen können. Warum ich es wieder machen würde? Es lohnt sich schlicht und einfach bei so tollen Schülern wie meinem 7er-Kurs  in Religion und so großartiger Unterstützung! Danke!

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