Video-Konferenz für FoBis oder Kooperationen

Schon seit längerer Zeit war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit, wie man eventuell Fortbildungen oder Kooperationen besser gestalten könne.

Ich machte mir Gedanken und zerbrach mir den Kopf:

  1. Moocs – nein! Ein zu abgeschlossenes System!
  2. Videos & Quizzes – um Himmels Willen! Ich will ja nicht bereits erworbene Inhalte trainieren! Und außerdem ist ja meine Zielgruppe schon etwas komplexer….
  3. Text und H5P – Viel zu unpersönlich! Nein Danke!

Umso begeisterter war ich als Jörg vorschlug eine Video-Konferenz anzubieten, um die Studienleitenden, die sich auf der Alpika in Kassel entschlossen hatten, eigene Blogs zu führen, zu unterstützen. Ich hatte es noch nie versucht und war gespannt auf das Format.


Besonders gefallen hat mir das Format aus mehreren Gründen:

  1. Flexibilität: Ich persönlich empfand es als regelrecht befreiend, morgens um 10 daheim mich schlicht vor den Rechner zu setzen, um an der Konferenz teilzunehmen. Kein Zeitverlust durch anstrengenden Verkehr, Raumsuche, Verspätungen etc. Einfach Headset raus, anschließen, Link aufrufen, teilnehmen…
  2. Organisation & Barrierefreiheit: Im Vorfeld der Konferenz wurde der Link für die Video-Konferenz zugänglich gemacht. Zum vereinbarten Zeitpunkt fanden sich alle Teilnehmenden über den Link zusammen. Die ersten waren circa 5Minuten vorher da, um die Technik zu testen;
  3. Dokumentation: Die Kursteilnehmer mussten sich keine Notizen machen oder Screenshots aufnehmen. Die Konferenz wurde aufgezeichnet, so dass sie beliebig oft abgerufen werden kann;
  4. Zeitrahmen: Die Konferenz war auf eine halbe Stunde angesetzt. Die Zeit hört sich kurz an, hatte es aber in sich. Mehr Zeit hätte die Teilnehmer mit Input wahrscheinlich erschlagen oder gelangweilt und somit demotiviert.
  5. Unmittelbarkeit: Die Tatsache, dass man die Teilnehmer sehen konnte und umgekehrt, aber auch zu dem Erzählten unmittelbar auf dem Blog EInblicke geben konnte, hat die Konzentration gebündelt und die Aufmerksamkeit stark gelenkt.


Fazit: Das Format hat mich persönlich überzeugt.

In Bezug auf Fortbildungen, muss ich einschränkend sagen, dass die alleinige virtuelle Anwesenheit wohl einigen Kollegen Angst machen könnte. Da sie daheim allein vor ihrem PC sitzen würden und lediglich mündlich Hilfe bekämen, würde sie diese Situation im Falle einer Schwierigkeit wohl als Überforderung wahrnehmen lassen. Eine Kurzeinführung am eigenen Laptop, die in der SChule durchgeführt wird, wäre wohl daher im Vorfeld sinnvoll.

Für Kooperationen im Klassenraum kann ich es mir hingegen hervorragend vorstellen. Für diesen Fall habe ich mir bereits ein interreligiöses Projekt überlegt und hoffe, dass mein Ansprechpartner in NRW vielleicht Lust, Zeit und eine Klasse mit gutem timing hat, damit wir dieses Format einmal vielleicht sogar live im Unterricht für eine polit.-religiöse Debatte ausprobieren können.

 

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