Rück- und Ausblick

von elisabethhammer am 25. November 2013, ein Kommentar

Zwei Monate open-reli gehen dem Ende zu, Zeit zurückzuschauen. Ich werde kein eigenes Portfolio erstellen, ein Blogeintrag mit Reflexion sollte eigentlich reichen. Eine Form von Portfolio habe ich übrigens während des Kurses wirklich erstellt, weil ich mir während der Vorträge Notizen in Word-Dokumenten gemacht habe und mir diese in einem Ordner gespeichert …

Am Anfang war ich recht skeptisch, ob so ein Online-Kurs funktionnieren kann. Ich hatte mal an der UNI Verona einen Online-Master gemacht, bei dem aber wirklich die Wochenenden, die wir gemeinsam an der UNI verbracht haben, das waren, wovon wir am meisten profitiert haben. Mein Resumee zu diesem Kurs: ziemlich gelungen, als junge Mutte habe ich es genossen, die Vorträge abends von der Couch aus hören und sehen zu können; es war möglich mitzudiskutieren, wenn es mal terminlich nicht ausging, konnte man jederzeit “nachschauen”. Auf diese Weise ist es dem Openreli-Team auch gelungen, wirklich hervorragende Referenten einem großen Publikum zu präsentieren – irgendwie kann ich diesem Zugang auch aus ökologischen Gründen (keine Anreise weder vom Referenten noch von den Teilnehmern) und nicht zuletzt aus finanziellen Gründen viel abgewinnen. Bei uns wird es immer schwieriger, qualitativ hochwertige Fortbildungen anzubieten, überall wird gespart. Ergänzend zu einigen Sachen, die wirklich vor Ort gemacht werden, würde ich solche Online-Kurse total begrüßen.

Mein Mittun, Mitdenken, Mitdiskutieren, Mitkommentieren war durchschnittlich, vielleicht auch ein wenig zeitbedingt – nebenher lief ja natürlich auch das Tagesgeschäft. Manchmal hätte ich mir gerne mehr Zeit für openreli genommen. De facto habe ich z.B. für die Verschriftlichung der Einheit zur Wirtschaftsethik einige Stunden Wartezeit an der Schule genutzt, wo ich auf eine der unzähligen Sitzungen gewartet habe, die bei uns September und  Oktober den Lehrberuf zu mehr als einen Full-Time-Job machen.

Spannend war für mich vor allem der internationale Austausch – nachdem in Südtirol meist alles ein wenig zeitverzögert eintritt, war es für mich ein Stück weit Ausblick darauf, auf welche Schülerinnen und Schüler wir uns in naher Zukunft einstellen werden müssen. Und trotzdem viel Bestätigung in dem, dass die Grundfragen unserer SuS im Grunde doch die gleichen bleiben und es beim ganzen Unterrichtsgeschehen einfach sehr viel um Beziehung geht. Ganz spannend fand ich in diesem Zusammenhang die Ausgangsfrage “Was ist guter RU” und die Hinweise auf Hilbert Meyer. Dazu hatte ich mal einen Blog-Beitrag geschrieben, der mir dann aber irgendwo entwischt ist und ich einfach nicht Lust hatte, das Ganze neu zu tippen. Mittlerweile habe ich ein wenig mehr Sicherheit im Umgang mit diesem Medium bekommen (also Ziel erreicht, wenn ich mir meine ursprünglichen Ziele anschaue ….), dieser ultralange Beitrag sollte also am Ende auf meinem Blog erscheinen ….

Unbewusst, bewusst ist das bei Openreli Gehörte in meine Unterrichtsplanung dieser zwei Monate bereits eingeflossen, teils habe ich Aufgaben anders gestellt, teils wurde ich in bisher Erarbeitetem bestätigt. Als Ausblick werde ich mich sicherlich weiterhin bemühen, die Brille der Kompetenzorientierung aufzubehalten und meinen Unterricht darauf hin zu planen und kritisch zu reflektieren.

Wie geht´s weiter? Bereits während ich diese Zeilen schreibe, höre ich mir das letzte Meeting  der BBS-Gruppe an. Die Zusammenarbeit geht also ganz konkret im Dezember weiter, ich bin sehr gespannt, wie diese Art zu arbeiten bei den SuS ankommt bzw. wie unser Projekt so verläuft.

Was ich mir abschließend vornehme? Ich werde versuchen, die medientechnischen Kompetenzen nicht einschlafen zu lassen (also konkret vielleicht den Blog weiterbetreiben oder einen eigenen erstellen …..?), schön wäre es auch, wenn die entstandenen Kontakte nicht einschlafen, aber ich bin realistisch genug, zu wissen wie schwierig das dann im Alltagstrott ist – eine Möglichkeit wäre vielleicht die Baustelle “Digitales Religionsbuch”?

Ich habe mich bereits vielfach am Ende der Vorträge bedankt, ich möchte dies aber auch andieser Stelle der Reflexion tun. Ein großes Dankeschön also nochmals an alle, die im Vorder- oder Hintergrund von openreli gewerkelt haben!!!

Ein Kommentar zu “Rück- und Ausblick

  1. Liebe Elisabeth!

    Danke für deine Rückmeldung. Ich finde unsere internationale Vernetzung auch total erquickend. Von mir aus kann die BBS-Gruppe gerne weitermachen. Warum nicht 1-2 mal pro Semester gemeinsam kreativ werden? Das macht den Alltagstrott bunter.

    Liebe Grüße, Reinhard

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.