Warum (radikale) Inklusion unmöglich ist

Die Argumente der „Bedenkenträger” sollte man wenigstens kennen.

Tenor: Mir ist es lieber, das Projekt einer gemäßigten Inklusion bzw. Integration gelingt schrittweiseund langsam, als dass es in einem Ruck und schnell scheitert.”

Solange unsere Gesellschaft als Wirtschafts-und Gesellschaftsform so existiert, wie sie existiert,
„[…] kann Schule weder auf allgemeine Bildungsstandards noch auf Noten, Zeugnisse und Abschlüsse verzichten. In der gemäßigten Form der inklusiven Schule würden so zwar möglichst viele Kinder und Jugendliche mit Behinderungen aufgenommen, jedoch die Lernziele nicht beliebig individualisiert. Die Schule hätte – ob in gegliederter oder nicht gegliederter Form – weiterhin das  Ziel, zu bestimmten definierten Abschlüssen zu führen (z. B.Berufsreife, Mittlere Reife, Hochschulreife), jedoch würden die Lernwege dorthin stärker ausdifferenziert.
Dies ist der vielleicht wichtigste Unterschied zur radikalen Form der Inklusion: Nicht die Ziele, sondern die Mittel zur Erreichung vorgegebener Ziele werden möglichst weitreichend auf das jeweilige Individuum und seine Lebenslage abgestimmt. Wie weit wir bei diesem durch Erfahrungen auszulotenden Prozess gehen können, wird die Zukunft zeigen. Ich jedenfalls plädiere im Zweifel eher für den behutsameren und langsameren Weg. Mir ist es lieber, das Projekt einer gemäßigten Inklusion bzw. Integration gelingt schrittweiseund langsam, als dass es in einem Ruck und schnell scheitert.”
Zum Artikel von M.Brotkorb …

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