SOS Inklusion: Zur Zeit wird das Personal an den Schulen verheizt

Nein Danke   Zur Zeit wird das Personal an den Schulen verheizt.
So betitelt die Hamburger Lehrerkammer ihre Stellungnahme zur Situation der Inklusion in der Hansestadt.

„Ohne erhebliche zusätzliche Arbeitszeit und neue Stellen wird Inklusion an Regelschulen scheitern, weil
SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf sonst in Gefahr geraten, zum lästigen Sand im
Getriebe in einem traditionellen Fachunterricht zu werden.”

Zum Text …

Der Klett Verlag hat eine umfangreiche Themenbox zum Thema Inklusion für Journalisten erstellt. Die Themen lauten:

Zur Themenbox …

Behinderte Kinder an Regelschulen: Immer mehr Schüler gelten als förderbedürftig

Jungen

Das hören wir immer sehr laut und deutlich:

Nadine Spörer, Professorin für Psychologische Grundschulpädagogik, hat 72 inklusive Grundschulklassen in Brandenburg untersucht und festgestellt: Alle Kinder – ob leistungsschwach, im Mittelfeld oder leistungsstark – erzielen binnen eines Schuljahres ähnliche Leistungszuwächse wie andere Schüler in Deutschland. Sie sagt: “Unsere bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die kognitive Inklusion gelingen kann.”

Leider wird der unmittelbar davor stehende Satz entweder leise oder gar nicht mitgesprochen:

Dabei zeigen Studien, dass gemeinsames Lernen funktioniert – wenn die Voraussetzungen stimmen. Wenn Lehrer gut vorbereitet und ausgebildet werden und mit Sonderpädagogen zusammen arbeiten.

Hervorhebung von mir.

SPIEGELONLINE …

 

Thesen und Befunde zum Stand der Lehrerausbildung für die inklusive Bildung

Rollstuhl

„Entscheidende Veränderungen der Schul- und Unterrichtskonzeption sind erforderlich, damit der Übergang zu inklusiver Bildung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 in Deutschland gelingt. Nur in einem längerfristigen Prozess mit einer großen Vielfalt an Aufgaben und Herausforderungen und unter maßgeblicher Beteiligung des pädagogischen Personals in den Bildungseinrichtungen ist dies zu erreichen. So liegt es nahe, sich dem Thema der Professionalisierung für eine inklusive Bildung auch in der wissenschaftlichen Forschung verstärkt zuzuwenden.”

Siehe dipf Veröffentlichung

Eine Kurzfassung der Expertise mit den Gliedrungspunkten:

  • Kernthesen
  • Ist-Stand der Praxis
  • Ist-Stand der Forschung
  • Was müssen wir tun?
  • Was sollten wir wissen?
  • Wo kann ich mich weiter informieren?

finden Sie auf der Seite des Bundesministerium für Arbeit und Soziales …

Jakob Muth-Preis für inklusive Schule verliehen

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Informationen und „best practise Beispiele” finden Sie auf der Seite der Bertelsmann-Stiftung zum  Jakob-Muth-Preis.
Zur Seite …

Dort finden Sie auch die Ergebnisse zur Untersuchung der Wirksamkeit der Fortbildung auf diesem Gebiet.
Lehrerfortbildungen zu Inklusion: zahlreich, aber häufig noch nicht nachhaltig.

Inklusion am Beispiel NRW mit vielen interessanten Aspekten

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„Inklusion ist ein Schlüsselbegriff, der eine humane Gesellschaft kennzeichnet, die Verschiedenheit anerkennt und annimmt und auf einen gesamtgesellschaftlichen werteorientierten Grundkonsens zielt. In einem inklusiven Schulsystem wird das gemeinsame Leben und Lernen von Menschen mit und ohne Behinderungen zur Normalform.”

Auf der Seite des Bildungsservers NRW gibt es viele Hinweise zur Umsetzung im Lande NRW und zu Fragen, die sich in anderen Ländern sicher in gleicher Weise stellen werden. Das LVR-Zentrum für Medien und Bildung stellt zu folgenden Themen Filme zum Ansehen bereit:
Zwei Schulleiter berichten [05:17 Min.]
Wie schaffen die Lehrer das? [07:52 Min.]
Flexibel im Team [06:49 Min.]
Raum zum Lernen [05:45 Min.]
“Das ist schon mal ein Anfang” [06:02 Min.]
Maja traut sich [05:31 Min.]
“Zuerst war ich skeptisch” [05:03 Min.]
Extra: Von der Schwierigkeit, dem Kind einen Namen zu geben [01:31 Min.]
Diese Dokumentationen gibt es auch mit Gebärdendolmetscher und Sudiobeschreibung

Auf der Hauptseite des Bildungsservers finden Sie weitere Beispiele und Materialien, wenn Sie in der rechten Navigationsspalte die einzelnen Punkte aufrufen.

 

Statt ausreichender Finanzmittel gibt es neuerdings gute Ratschläge. Seit ein paar Jahren heißt das Zauberwort Inklusion.

stopEinen Mahnruf nennt StZ-Redakteur Martin Tschepe seinen Artikel, dem er den Titel gibt: „Inklusion ist Illusion”

Der Artikel ist sicherlich nicht sine ira et studio geschrieben. Aber selbst wennn man inhaltlich Vorbehalte hat und nicht alle Spitzen teilt, machen Beobachtungen, wie die folgende, doch nachdenklich:
„Fachleute an der Basis – Erzieher, Heilerziehungspfleger und Heilpädagogen – erzählen Geschichten von Behinderten, denen Inklusion mehr schadet als nützt, meistens nur in vertrauter Runde und hinter vorgehaltener Hand. In sozialpolitischen Diskussionen, vor Ort wie in der großen Politik, spielen die Vorteile der stationären Unterbringung behinderter Menschen aber kaum eine Rolle mehr.” (Hervorhebungen vom Autor)

Zum Artikel in der Stuttgarter Zeitung …