Haben Moodle und CO noch eine Zukunft?

In dem Podcast “LMS am Scheideweg?” der Corperate Learning Community¬†https://colearn.de/clp044-lms-am-scheideweg/¬†analysieren¬†Axel Wolpert, Egon FLeischer und Bj√∂rn Beil das Nutzungsverhalten in digitalen Lernumgebungen und die Anforderungen an zuk√ľnftige Lernmanagement Systeme (LMS). Klar wird schnell, dass ein LMS, welches f√ľr allen denkbaren Anforderungen gerecht werden soll, nicht nur unbezahlbar wird, sondern auch g√§nzlich an der Nutzungsrealit√§t vorbei geht. 90%¬† der Bildungsakteure nutzen LMS nur zur Distribution von Inhalten also als Content Management-System (CMS). Nur ein Bruchteil der Funktionen werden √ľberhaupt genutzt. Die Entwicklung zeigt, dass vielen Anwendern eigentlich ein minimaler Funktionsumfang gen√ľgt und ein¬† einfaches, √ľbersichtliches System komplexen Lernumgebungen vorziehen w√ľrden. Zuk√ľnftige LMS m√ľssen deshalb vor allem einfach bedienbar und tats√§chlich nur wirklich notwendige Grundfunktionen bereitstellen. Komplexeren Anforderungen kann durch modulare Erweiterungen entsprochen werden. Fast alle L√∂sungen setzen √§hnlich wie rpi-virtuell auf eine Verbindung¬†eigenst√§ndiger Module √ľber einen gemeinsames Nutzerkonto, also einmalige Anmeldung an einem System, dass dann automatisch Zugang zu alle anderen Module (auch von Drittanbietern) gew√§hrt(SSO). So lassen sich durch kundengerechte Erweiterungen trotzdem beliebige Nutzungstiefen und Komplexit√§tsstrukturen erreichen.

Lernen in verteilten Systemen

Auch Vordenker Steven Downes entwickelt an der n√§chsten Generation von Learn-Managment-Systemen¬† (s.u.). Im Kern handelt es sich um ein “Patchwork” vieler im Netz vorhandener Applikationen, die die Nutzer f√ľr ihre Lernbed√ľrfnisse indiviruell zusammenstellen k√∂nnen und die unterschiedlichsten Lernaktivit√§ten miteinander¬† verbinden. Man m√ľsse eine Lernumgebung von mehreren Providern zusammenzuf√ľhrt denken, in der jeder Nutzer seine eigene individuelle Instanz einrichten kann (Like a browser, each person has his or her own instance of LPSS – each LPSS is individually owned). Verbindend ist nicht nur die¬† Authentifizierung an einem gemeinsamen Autentifizierungssystem (using technology such as OAuth, it can eliminate the need to register at multiple services), sondern auch die Schnittstellen und Protokolle (zum Beispiel √ľber JSON formatted data exchange), die es eine direkte Verbindungung mit den Lernressourcen bereitstellen.

This year we are building on work we have undertaken over the last few years to develop and deploy the next generation of learning technologies, which we are calling ‚Äėlearning and performance support systems‚Äô. (LPSS ) This is the outcome of an internal prototype called Plearn ‚Äď ‚ÄėPersonal Learning Environment and Research Network‚Äô ‚Äď and develops the idea of learning support based on personal and individual needs. This is not simply ‚Äėpersonalised‚Äô learning, it is a step beyond that. Rather than offering a customised version of some generic offering, we propose to enable each learner to develop their own custom programme from the ground up.

Edu Apps

Eine Ahnung von den unbegrenzten M√∂glichkeiten eines solchen Systems bekommt man, wenn die Learning Apps¬† https://www.edu-apps.org/ bzw.¬† https://www.eduappcenter.com/ durchsieht, die man schon jetzt in der offenen Lernplattform www.canvas.net “einh√§ngen” kann oder auch in moodle, dass ebnfalls den LTI Standard unterst√ľtzen wird.

LTI stands for Learning Tool Interoperability. Historically, external tools have been built to operate within a single learning platform. This creates a functionality problem as users are not able to access the best tools to teach or learn the provided content. LTI enables a single tool to be utilized across many different platforms. In Canvas, LTI is referred to as External Apps.

Learning Tools Interoperabilit√§t (LTI) ¬ģ ist eine vom IMS (Global Learning Consortium) entwickelte Spezifikation . Das Hauptkonzept des LTI ist es, eine Standardmethode der Integration untrschiedlichsten Lern-Anwendungen (oft remote gehostet) mit Plattformen wie Lernmanagementsysteme, Portalen, oder anderen Lernumgebungen zu schaffen. In LTI werden diese Learning-Anwendungen als “Werkzeuge” ( von Werkzeuganbieter geliefert ) und die LMS oder Plattformen werden “Werkzeug Verbraucher” genannt .

Der Herausforderung f√ľr die Entwicklung des LTI -Spezifikation war es, eine nahtlose Verbindung von Web basierten, extern gehosteten Anwendungen und Inhalten oder Werkzeugen ( von einfachen Kommunikationsanwendungen wie Chat bishin zu dom√§nenspezifischen Lernumgebungen f√ľr komplexe Themen in Naturwissenschften und Kunst) zu erm√∂glichen.

iQbis – Blended Learning

 

 

Open Source Produkte im Blended Learning Aus- und Weiterbildung ist mehr denn je ein erfolgskritischer Faktor f√ľr alle Unternehmen. Fortw√§hrender Wandel innerhalb der Arbeitswelt fordert schnelles, effizientes und nachhaltiges Lernen von allen Beteiligten und in allen Bereichen. Klassische Lernbausteine und ‚Äďmethoden gen√ľgen nicht mehr den Anforderungen modernen Lernens.

 

 

 

 

rpi-virtuell 2017: √úberlegung f√ľr eine Neukonzeption

Gestern trafen sich in D√ľsseldorf die Leiter des Comenius-Institutes, ein Vertreter des wissenschaftliches Beirates und eine Vertreterin LearningLab aus Duisburg, um gemeinsam mit dem Leitungsteam √ľber die Weiterentwicklung von rpi-virtuell zu diskutieren. Grundlage f√ľr die Diskussion war ein erster Zukunftsentwurf aus Sicht des Leitungsteams von rpi-virtuell: (mehr …)

MOOCs – nicht mehr aufzuhalten

Das Netz macht sich daran, ganze Lehrsysteme zu verändern. Kostenlose Vorlesungen, Studium von Zuhause ohne Immatrikulation.  Sind Massive Open Online Courses das Lernformat der Zukunft und brauchen wir in Zukunft nur noch wenige Universitäten?
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Machen MOOCs Lernsklaven und Klick-Bildung?

Zu MOOC – Lernsklaven und Klick-Bildung von Prof. Ralf Lankau.

Aus der anf√§nglichen Begeisterung f√ľr MOOCs ist anscheinend auch ein Ansporn f√ľr die deutsche Bildungspraxis erwachsen: Mit Stifftungsgeldern m√∂chte man¬† die Produktion von OER und MOOCs unterst√ľtzen. Das bringt jedoch auch Kollegen unter Druck, sich ebenfalls an der Produktion freier Bildungsangebote zu beteiligen. Mit schlichten Argumenten reiht sich Ralf Lankau mit seinem Beitrag in die Reihe popul√§rer MOOC-Kritiker ein. Ohne Ber√ľcksichtigung der Vielfalt von MOOCs und deren unterschiedlichen didaktischen Designs (und Lernans√§tze) ¬† stellt er diese in markigen Formulierungen pauschal in die √ľberholte Tradition Skinners programmierten Lernens, die zwangsl√§ufig in einer √Ėkonomisierung von Bildung landen muss …
Schade. Der von Lankau kritisierte Wettbewerb des Stifterverband f√ľr die Deutsche Wissenschaft zur F√∂rderung offener Online-Kurse mag zwar gut gemeint sein. 250.000 ‚ā¨ Wettbbewerbe scheinen offenbar nicht alle zu motivieren, sich ernsthalt mit den M√∂glichkeiten von MOOCs auseinandersetzen. Die im Acronym MOOC enthaltenen¬† Attribute “offen” und “frei” sollten es eigentlich selbstverst√§ndlich erm√∂glichen, f√ľr jedermann zug√§ngliche und inklusive Bildungsangebote zu konstruieren, die einem modernen,¬† m√ľndigen und selbstgesteuerten Lernverst√§ndnis in Peergroups und mit offenen Zertifizierungsmodellen nahekommen.

siehe auch https://moocfellowship.org/