Die Briten setzen die «Gen-Schere» an

Petrischale_80„Forschung an menschlichen Embryonen
Die neue umstrittene Gentech-Methode Crispr/Cas9 soll für Grundlagenforschung an menschlichen Embryonen verwendet werden. Trotzdem: Mit Designer-Babys hat das erst einmal nichts zu tun.”
Ein Kommentar in der NZZ vom 01.02.2016
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Ist das Fazit des Textes nun beruhigend?
„Trotzdem: Niakans Forschung dürfte Nebenwirkungen haben. Man wird vermutlich erfahren, wie gut Crispr/Cas9 in gesunden menschlichen Embryonen funktioniert. Möglicherweise wird es auch neue Erkenntnisse zu Optimierungsmöglichkeiten geben. Das alles könnte unerwünschten Anwendungen Vorschub leisten – aber das muss es nicht. Darüber zu entscheiden, ist Sache der internationalen Gemeinschaft.”
Lesen Sie auch in der Welt:

„Skepsis gegenüber Gen-Chirurgie bei Embryos”
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“Wer will festlegen, wer Kinder bekommen darf?”

baby-Füße 150Eine Frau aus Berlin wird angefeindet, weil sie mit 65 Vierlinge erwartet. Der Rechtsphilosoph Reinhard Merkel hält die Vorwürfe für moralisch völlig verfehlt.
Ein Aufsatz, der sich auch als Grundlage für eine Facharbeit gut eignet. Zumal wenn man die Kommentare einbezieht und vom Verfasser der Arbeit ein begründetes Urteil erwartet.

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Wie wollen wir sterben?

bildungsserverDaraus hat sich eine Grundsatzdebatte um Menschenwürde, Autonomie und ärztliches Selbstverständnis entwickelt. Was benötigen schwerstkranke Menschen, um in Würde sterben zu können? Führt die Liberalisierung des Sterbehilfeverbots zu einer inhumanen Logik einer sozialen Eugenik? Wie können wir unser Handeln ethisch reflektieren und praktisch fundieren?

Eine Zusammenstellung auf dem Evangelischen Bildungsserver …

Tod und Trauer | Trauerbegleitung

Der Tod zum Einnehmen

Die Politikerin (Renate Künast) und der Palliativarzt (Matthias Gockel) sagen: Über das Ende des Lebens muss man sprechen dürfen. Auch über seine Beendigung

 Wenn in so einem Gesetzesentwurf steht, Beihilfe zum Suizid sei keine ärztliche Aufgabe, dann frage ich: Wer sonst  weiß denn, was funktioniert und was nicht? Ich habe noch nie jemandem beim Suizid helfen müssen, aber ich habe oft Gespräche darüber geführt. Ich frage zumindest: Wenn Sie’s machen würden, wie hätten Sie es denn vor? Und da sind Vorschläge gekommen, Abführmittel sogar, wo es sicher meine ärztliche Aufgabe ist zu sagen: Um Gottes willen, so bitte nicht! Dabei würde man nämlich nicht sterben, sondern als Schwerstpflegefall herauskommen.

Zur Themenseite bei chrismon mit weiteren Artikeln zum Thema …

Mediziner sind gegen geschäftsmäßige Sterbehilfe

SuizideTöten sei keine ärztliche Aufgabe, sagen Palliativmediziner in einer Umfrage. Sie fordern ein neues Sterbehilfegesetz. Am Mittwoch tagt der Bundestagsausschuss dazu.

Aus einem der Kommentare:

“Ars moriendi
Vor vielen Jahren hat Ivan Illich das Buch “Die Nemesis der Medizin” veröffentlicht, nach wie vor sehr lesenswert. Und er bescheit, wie Menschen, die “Kunst des Sterbens (ars moriendi) verloren haben und damit in ihrem letzten Lebensabschnitt der Medizin ausgeliefert sind, bis sie dann den Medizid sterben.
Für mich ist es zu kurz gegriffen zu fragen, was darf die Medizin (Stichwort Sterbehilfe). Entscheidend ist es wieder zu lernen, sterben zu können.”

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Vaters letzter Wille
Ein 90-jähriger Mann will sterben und bittet seinen Sohn um Hilfe. Sie bereiten seinen Selbstmord akribisch vor und treffen doch auf ungeahnte Widerstände.

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Texte, Reportagen und Kommentare zu den Themen Sterbehilfe, Palliativmedizin und assistierter Suizid

Die Zeitschrift „chrison” hat eine umfangreiche Themenseite mit vielen Beiträgen zum Thema Sterbehilfe zusammengestellt.
Ärzte, Betroffene, Juristen und Theologen (z.B. Nikolaus Schneider) kommen zu Wort.
Umfangreiches Portal zum Einstieg in den Themenkreis.

Zur Themenseite bei  chrismon …

Die Angst vorm Sterben. Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage der EKD zur Sterbehilfe

Mörser_200Das Sozialwissenschaftliches Institut der EKD (SI) legt eine empirische Untersuchung zu Fragen im Zusammenhang mit der Entscheidung zum assisitieren Suzid vor.

Das Eingangswort von Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der EKD und Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland macht dabei Umfang und Zielsetzung der Untersuchung deutlich.

„Immer wieder verbreiteten Studien in den vergangenen Monaten den Eindruck, dass eine Mehrheit der Deutschen
sich für eine Legalisierung des ärztlich assistierten Suizids ausspricht. Über die Hintergründe dieser Antworten wissen
wir viel zu wenig. Die Studie des SI schafft hier Abhilfe. Sie gibt wichtige Hinweise zu den Ängsten der Menschen,
die sich einen ärztlich assistierten Suizid wünschen. Viele fürchten sich vor einem langen Sterben, vor Schmerzen
und Atemnot. Diese Ängste müssen wir ernst nehmen und darüber ins Gespräch kommen, in der gesellschaftlichen
Debatte, auch in unseren Gemeinden.

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Ein Interview zur Studie mit dem Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD, Dr. Gerhard Wegner, in chrismon …

Krankheiten genetisch ausradieren

Chromosom„Ich hoffe, der Grundgedanke aller Wissenschaftler ist, dass sie helfen wollen. Aber auch die muss man fragen, ob es richtig ist, mit allen Mitteln helfen zu wollen.”
chrismon Juli 2015 …

„Der Biotechnologe Daniel Anderson und seine Mitarbeiter vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge zeigten letztes Jahr, wie sie mit Hilfe des CRISPR-Systems in der Maus eine Mutation korrigieren konnten, die mit der beim Menschen bekannten Stoffwechselerkrankung Tyrosinämie assoziiert ist. Dies war die erste Korrektur einer krankheitsverursachenden Mutation in erwachsenen Tieren mit Hilfe des CRISPR-Systems – ein wichtiger Schritt in Richtung des Einsatzes der Technologie in der Gentherapie beim Menschen”
in spektrum.de …

Was ist CRISPR? … in Deutschlandfunk

Sterbehilfe-Debatte strotzt vor Falschbehauptungen

Mörser_200

Unter dieser provokanten Überschrift hat „Die Welt” bereits Ende 2014 einen Faktencheck vorgelegt.

Stichworte:

  • Die gegenwärtige Rechtslage ist unklar
  • Medizinische Suizidbeihilfe zerstört Arzt-Patienten-Verhältnis
  • Ob ich sterbe, geht nur mich etwas an
  • Ein Gesetz für Suizidhilfe setzt Kranke unter Druck zu sterben
  • In der Palliativmedizin wird auch getötet
  • Keine Regelung schützt vor Dammbrüchen
  • Der Staat hat sich da nicht einzumischen
  • Ärzte und Richter wissen am besten, was zu tun ist

Ein notwendiger Artikel, der vieles in der Diskussion versachlichen kann. Zum Artikel …