#web20k – Das Ding mit den Lernplattformen und wie sie einen als Studierenden auch schon mal in den Wahnsinn treiben können.

Gut, ich bin ja selber schuld. Ich musste mir ja einen Studiengang aussuchen, der an zwei Universitäten und drei Fachbereichen/Fakultäten stattfindet. Und dann später auch noch an der Schule.

Jedenfalls hat natürlich jede dieser Institutionen eine eigene Lernplattform. Mindestens eine.
An der Uni gibt’s ein übergeordnetes System, über das wir uns auch zu Kursen anmelden, etc. Dann haben meine beiden Fachbereiche jeweils ein CommSy. Die TU hat dann wiederum stud.ip. Die Schule, an der ich grad zwei Tage die Woche verbringe hat jetzt aber wieder moodle. Das Ganze hat immerhin den Vorteil, dass man mir jetzt alles vorsetzen kann, was man will und ich damit klar komme.

Das übergeordnete System der Uni – es heißt im übrigen STiNE. STiNE hat weiße Haare, trägt ein rotes HH-Shirt und ich wünscht, das wäre ein Scherz. * Jedenfalls, dieses System kann, bezogen auf Lehrunterstützung eigentlich nix. Und soll auch gar nix können. Die Dozenten können ihre Materialien dort einstellen, was auch genutzt wird, aber sonst nix. Man kann sich also nicht weiter austauschen und damit ist es für mich eben … nix.
Aber immerhin stellen viele ihre Unterlagen dort mittlerweile ein. Manchmal machen die Theologen bei uns ihrem Klischee doch auch noch alle Ehre und stellen die zu lesenden Texte in einem Ordner in der Bib oder im Copyshop nebenan ein… (Sie sehen, was ich mit dem Wahnsinn oben im Titel meine? Gut.)

CommSy und stud.ip. Beide sind außer meiner Sicht ganz gut geeignet und könne ziemlich viel. Nicht nur die Dozenten, auch wir Studierenden können Material einstellen, man kann Termine anlegen, Diskussionen führen, Untergruppen bilden… CommSy kann ein bißchen mehr, glaube ich, vielleicht aber auch nur, weil ich damit dann doch mehr zu tun habe? Für jede Veranstaltung gibt’s immer einen Raum (CommSy) bzw. Gruppe (stud.ip) und dort spielt sich dann alles ab, geschützt nach außen hin. In der Regel können nur Teilnehmer der Veranstaltung Mitglied werden, wir haben aber auch Räume für ganze Studiengänge oder andere studentisch organisierte Gruppen. Ich mag CommSy eigentlich ganz gern, allerdings muss man dann auch einen Dozenten (und Kommilitonen!) haben, der es ebenfalls mag. Oft verkommt es doch wieder zu einem “Ich stelle das Material ein und das war’s”, was schade ist. Jetzt gerade habe ich allerdings eine Veranstaltung, in der wir mit jeweils freier Zeiteinteilung forschen und die Dozentin ist bereit, uns (zum Teil) auch online zu betreuen. Ich habe also für mich und meine Partnerin und die Dozentin eine Untergruppe mit eigenem Raum im Veranstaltungsraum erstellt, unser Material sortiert eingestellt und die Dozentin hat tatsächlich einen Kommentar drunter geschrieben. Das ist gut. Das mag ich. Das kann ich mir auch abends, wenn ich Ruhe habe, durchlesen. Oder am Wochenende. Jedenfalls nicht in den ca. 87 Minuten Sprechstunde, die Dozenten ja maximal haben. Im Monat. (Ja, ich übertreibe. Aber die Wartelisten bei manchen sind schlimmer als beim Facharzt.) Und wenn ich dann doch mal einen Sprechstundentermin bekomme, dann stehe ich nicht mehr ganz am Anfang meiner Überlegungen, ich habe schon einen kleinen Input bekommen, weiter drüber nachgedacht und kann anders in so ein Gespräch gehen. Ich mag das wirklich. Ich arbeite allerdings auch sehr gern online und am Computer. Vermutlich bin ich zuviel am Schreibtisch, ganz sicher. Aber herrje, ich studiere nun mal Medientechnik und irgendwo muss das mit den Medien ja stattfinden…

Was CommSy (und stud.ip) nicht können, was aber moodle kann und was ich interessant finde, ist das Aufgaben stellen über eine Plattform. Ich hospitiere grad in einer Klasse, die ihre Aufgaben über moodle bekommen und, wenn sie die Aufgaben richtig gelöst haben, dafür auch Badges bekommen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das mit den Badges in den Augen der Sus überhaupt einen einen Zweck erfüllt? Da werde ich nächste Woche noch mal nach gucken und fragen. Aber die Aufgaben über moodle zu bekommen und zu bearbeiten, finde ich gut. Das mag ich auch. Das Thema ist eh im Medientechnologie-Bereich, sodass die SuS sowieso am Rechner sitzen müssen, dann können sie’s auch da gleich bearbeiten und der Lehrer kriegt eine Rückmeldung, dass es wirklich jeder gemacht hat. Diese Kontrolle finde ich praktisch, damit fällt das öde “Ich gehe rum und kontrolliere die Hausaufgaben” endlich weg.

Ich würde moodle, o.ä., später auch einsetzen mögen. Was ich momentan als Problem sehe, ist dass viele SuS das nur in der Unterrichtsstunde nutzen, wenn sie es müssen und dann nicht weiter rein gucken. (Ich kann die Onlinezeiten ja sehen.) Ich frage mich doch, warum das so ist. Wenn der Lehrer grad nicht guckt (aber die Praktikantin), sieht man, dass die Schüler neben moodle durchgehend bei facebook online sind… Wenn das eine Netzwerk so wichtig ist und das andere so doof, woran liegt das dann? Weil das eine Freizeit und das andere Schule ist? Nachrichten schicken könnten sie sich auch über moodle (haben sie neulich erst ausprobiert, geht wirklich)…
Hm. Ich komm da zu keinem Ergebnis.
Außerdem hab ich schon so viel geschrieben, ich mach hier erst mal Schluss ;)

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* STiNE hat auch noch eine Schwester, Stella, die in der StaBi arbeitet. Ebenfalls weiße, aber lange, Haare und ein weißes Shirt. Nein, das ist immer noch kein Scherz.

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