Wochenaufgabe 4 (Start)

Hallo openreli,

also gut, ich versuchÂŽs mal. Inzwischen hab ich genug Kommentare, TwitterbeitrĂ€ge usw. gelesen, um so ungefĂ€hr ein Bild davon zu haben, was vielleicht nĂŒtzlich sein könnte. Mir schwebt vor,

  • Euch exemplarisch von unserem Unterrichts-Gedankengang in einer Klasse zu erzĂ€hlen,
  • meine VorĂŒberlegungen, konzeptionelle Kommentare und Reflexionen einzustreuen
  • auch in Auseinandersetzung mit dem, was mir hier an Kriterien, Beispielen und EntwĂŒrfen begegnet
  • und Beispiele fĂŒr hilfreiche Materialien an passender Stelle einzufĂŒgen
  • sowie ggf. auf Eure Kommentare, RĂŒckfragen, Kritik zu reagieren. Ich hoffe, Ihr gebt mir AnlĂ€sse dazu 😉

Ich hab die Klasse heute gefragt, ob ich (in aller Vorsicht)  ĂŒber unseren Unterricht bloggen darf ;-). Ich darf. Unterdessen lerne ich vermutlich, wie das mit Dateien, Fotos etc. geht.  Also los…

ZunĂ€chst das Nötigste zur Klasse: Ich erzĂ€hle aus einer Altenpflege-Mittelstufe, die ich im ersten Ausbildungsjahr nach drei Wochen abgeben musste und nun fĂŒr 2 Jahre wieder ĂŒbernommen habe. Der Unterricht ist geblockt, d. h. wenn die Klasse im Haus ist, haben wir 4 Wochenstunden (rechnerisch 1 Doppelstunde) , dann aber wochenlang wieder gar keinen Unterricht. Bitte nicht gleich aussteigen – was ich hier “erzĂ€hlen” werde, ging letztes Jahr vergleichbar auch in rechnerisch nur einer Wochenstunde, mit der HĂ€lfte an “Outcome”, aber nach den gleichen Prinzipien. Die Gruppe besteht aus 31 Personen im Alter zwischen 18 und 50+ Jahren, ist religiös und konfessionell bunt gemischt und bringt vielfĂ€ltige Vorerfahrungen, frĂŒhere Ausbildungen, familiĂ€re Kontexte etc. mit … aber das kennt Ihr ja vermutlich auch, sofern Ihr an einer BBS/am Berufskolleg eingesetzt seid.

Am Dienstag hatten wir die (neu-)konstituierende Stunde (eine Einzelstunde, donnerstags haben wir einen Dreistundenblock, was ich als ungewohnten Luxus empfinde). Vorsichtig formuliert war der Empfang wenig ĂŒberschwĂ€nglich, die Klasse hatte im ersten Jahr Unterricht unter verschĂ€ften Bedingungen erlebt (eine Einzelstunde je Woche an ausfallfreundlichen Tagen – da kann man kaum sinnvoll arbeiten, aber wem sag ichÂŽs…) und brachte mir entsprechende Skepsis entgegen. Das GefĂŒhl von “4 Stunden Reli pro Woche- was fĂŒr ein Luxus!” war also recht einseitig ;-).

Wir haben uns deshalb verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig viel Zeit genommen, um vor allen Ausbildungsinhalten miteinander zu klĂ€ren, was denn – Hilbert Meyer hin oder her – fĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler eigentlich “guter Unterricht” ist.  Also ein Einstieg auf der Metaebene: Welche Bedingungen helfen uns beim Lernen, wie sollte Unterricht arrangiert sein, was erwarten, wĂŒnschen, fĂŒrchten wir, wie wĂŒnschen wir uns die Person der Lehrerin und unsere Beziehung zu ihr?

Methodisch sind wir zwei Schritte gegangen:

Nach einer ersten Kennenlernrunde haben wir fĂŒr einen RĂŒckblick auf das erste Jahr zunĂ€chst mit einem Material der Firma Metalog (kann man googeln) gearbeitet: “ModerationsbĂ€lle”. Das sind handliche bunte  Schaumgummiteile mit Symbolcharakter, mit denen man alle möglichen Einstiegs- und Reflexionssituationen gestalten kann. Ich finde sie auch deshalb toll, weil man sie werfen kann, ohne dass jemand verletzt wird – so funktionieren sie wie “Sprechsteine fĂŒr Erwachsene”. Praktisch ging das so: Eine Freiwillige zieht einen Moderationsball auch einem Beutel – ich verlese den passenden Impuls – die Freiwillige Ă€ußert sich zuerst dazu, dann darf jeder, der will – der Ball wird zugeworfen, und wer ihn hat, hat das Wort. Unsere Beispiele: Der SchlĂŒssel fĂŒr “Eine SchlĂŒsselerkenntnis war…”, das Herz fĂŒr “Das habe ich erlebt/gefĂŒhlt…”, die GlĂŒhbirne fĂŒr “Welcher Geistesblitz war wichtig?” – und dann der Eisbrecher fĂŒr diese Gruppe: Der SchraubenschlĂŒssel fĂŒr “Welches Handwerkszeug möchte ich mitnehmen?” es gibt noch etliche andere BĂ€lle, aber der hier hat uns zum Kern gebracht, und danach waren wir heftig im GesprĂ€ch ĂŒber “Was bringt Religion an der BBS/ in der Altenpflegeausbildung?”. Wunderbar… wenn auch immer noch verhaltener, als ich es gewöhnt bin.

Am Donnerstag haben die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in Gruppen Plakate unter der Überschrift “Guter Unterricht” vervollstĂ€ndigt. Diese Phase haben einzelne Gruppen bereits genutzt, um mir etwas konkreter ihre Einstellung zum Reliunterricht zu erlĂ€utern. Die Ergebnisse haben wir anschließend verglichen, erklĂ€rt, mĂŒndlich mit Beispielen angereichert usw. und so nach und nach einen Klassen-Konsens hergestellt. FĂŒr mich war das gleichzeitig eine Gelegenheit, eine Unzahl an Fragen zu meinem “Stil” zu beantworten (O-Ton am Dienstag: “Was haben Sie denn fĂŒr Unterrichtslaster?” – gemeint waren die typischen Lieblings-Methoden…) und viele kleine Verabredungen auszuhandeln.

Falls jemand mal gucken will (und falls ich es technisch gebacken kriege) hier unsere Plakate … nö, klappt nicht, da hab ich jetzt keine Geduld fĂŒr – schade!!!Ha, jetzt doch… am Ende dieses Beitrags solltet Ihr das anklicken können, und es öffnet sich ein Dokument. Hoffentlich. Die Bilder an sich wollten nicht eingefĂŒgt werden.

Also, fĂŒr alle FĂ€lle: Das stand drauf:

Guter Unterricht…

  • ist informativ
  • ist gut strukturiert
  • ist verstĂ€ndlich
  • macht Spaß
  • ist abwechslungsreich  – aber ohne Rollenspiele, ohne Plakate,  ohne Einzelreferate, mit wenig Gruppenarbeit
  • bedeutet faire Benotung
  • ist von respektvollem, angemessenem Umgang miteinander sowie Meinungsfreiheit geprĂ€gt
  • bezieht alle mit ein
  • lebt von passendem Zeitmanagement (keine ĂŒberlangen PrĂ€sentationsphasen, genug Zeit zum Verstehen und zur Reflexion, Klarheit bei Abgabeterminen)

AusdrĂŒcklich gewĂŒnscht werden…

  • Gelegenheit zu selbststĂ€ndigem Arbeiten
  • Möglichkeit der Mediennutzung im Unterricht
  • vielfĂ€ltige, auch kreative Arbeitsanregungen
  • Aufgaben mit Ausbildungs- bzw. Praxisbezug, wenn möglich mit praktisch einsetzbaren Handlungsprodukten
  • Wahl von PrĂ€sentationsmöglichkeiten
  • gemeinsame Feiern
  • Exkursionen

Die GesprÀchsschwerpunkte und Verabredungen:

Zur Aufgabenkultur: Hier haben wir die WĂŒnsche aus der Klasse eher noch erweitert. Es wird vielfĂ€ltige Aufgabenstellungen und Angebote geben, aber immer auch den “Joker” (“Stellen Sie sich selbst eine Aufgabe”). Wir entscheiden gemeinsam, welche Aufgaben alle aus der Gruppe lösen sollten und wo Spezialisierungen möglich sind. Der Arbeitsplan wird gemeinsam entwickelt. Berufsbezug ist selbstverstĂ€ndlich, es darf aber auch um eigene Fragestellungen gehen. Hauptsache (O-Ton): “Echte Probleme, realistische Situationen” – keine kĂŒnstlich konstruierten Beispiele, sondern entweder wirklich erlebte Situationen oder solche, in die wir vermutlich tatsĂ€chlich kommen werden. Die Klasse ist außerdem bereit, auch schrĂ€gere Ideen, Methoden und Vorgehensweisen zu erproben und mir dazu RĂŒckmeldungen zu geben. Blog inklusive.

Zu den Sozialformen: Auch hier wird in aller Regel eine freie Wahl möglich sein – wenn die Aufgabe nicht aus sich heraus Kooperation erfordert, ist Einzelarbeit okay, Partner- und Gruppenarbeit ebenfalls. Plenumsphasen wird es geben, wenn sie passen, aber nicht als Regelfall. Wichtig sind uns Phasen wechselseitigen Lehrens und Lernens (sie ersetzen oft die ĂŒblichen “PrĂ€sentationen” und Referate).

Zu den Noten: Die Klasse lĂ€sst sich auf mein pĂ€dagogisches “Experiment des Jahres” ein und erprobt mit mir statt der klassischen Noten ein Punktesystem. Dies bietet viele Vorteile (wie mir die SchĂŒlerinnen ĂŒbrigens von sich aus erlĂ€utert haben, ohne dass ich großartig werben musste) und erweitert die kreativen Möglichkeiten enorm. Dazu blogge ich sicher spĂ€ter mehr, aber besser erst, wenn ich die Anschauungsmaterialien fĂŒr diese Gruppe fertig habe 😉

Zur Stimmung/Umgang/Beziehungen: Da war ich verblĂŒfft – hinter dem hĂ€ufig genannten “Respekt!!!” verbarg sich weniger der Wunsch, respektiert zu werden, als der dringende Wunsch, es mit einer “Respektsperson” zu tun zu haben. Aaaah ja… ??? Das BedĂŒrfnis dahinter hat mir dann völlig eingeleuchtet: Man erwartet von mir, einen Rahmen fĂŒr konzentrierte Arbeit schaffen und aufrechterhalten zu können – vor allem aber authentisches Auftreten: keine unechte Strenge, aber auch kein unechter Humor, keine kĂŒnstlichen Versuche, mich beliebt zu machen (oder unbeliebt), kein Versuch, die Tagesform zu verbergen oder sonst irgendwie eine Rolle zu spielen. Überblick, Fairness, Klarheit. Viel VerstĂ€ndnis, aber nicht “weichgespĂŒlt”. Dazu möglichst ein GefĂŒhl dafĂŒr, wann strukturierendes Eingreifen passend ist und wann Freiraum fĂŒr eigene Wege gelassen werden sollte (möglichst oft, aber nicht so, dass man sich verliert).

Zur Metakognition: Das alles werden wir erproben und regelmĂ€ĂŸig miteinander abgleichen, was wirkt, was nicht wirkt und was unerwĂŒnschte Wirkungen hat – ob das mit den Punkten funktioniert – welches Maß an Struktur fĂŒr uns passt – wer wem mit welchem Verhalten auf den Keks geht etc. pp. Und wir werden darĂŒber sprechen (Wunsch aus der Gruppe, ich schwöre!), wer welche Bedingungen zum Lernen braucht, wer sich selber was vornimmt, welche Lernwege und Aufgaben zu wem passen, wer welches Expertenwissen oder welche Kontakte zu Experten einbringen kann und wer welche gezielte UnterstĂŒtzung benötigt.

Insgesamt hat es drei Unterrichtsstunden gekostet, diesen Punkt zu erreichen. Die Stimmung hat sich im Lauf des GesprĂ€ches nach meiner Wahrnehmung völlig gedreht, die Beteiligung ist sprunghaft angestiegen, der Grad der Konkretheit hat zugenommen. Und aufwĂ€ndig war das nicht: Es hat vier Impulse auf der Symbolebene gekostet (die ModerationsbĂ€lle, die man auch durch Bilder oder sonstwas ersetzen könnte) und fĂŒnf vorstrukturierte Plakate (die ich nachher bestimmt noch als Foto eingebaut kriege…) – die zu malen war eigentlich die einzige echte “Vorbereitung”. In der Stunde hab ich nur moderiert und Fragen beantwortet – das war ĂŒberhaupt nicht anstrengend, sondern sehr anregend.

“Kompetenzorientiert” – ja, klar: Sich selber ĂŒberlegen, was am Ende herauskommen soll, was wir können wollen und wie wir da am besten hinkommen ist ja quasi Kompetenzorientierung in Reinkultur… Solche Phasen auf der Metaebene sind mir sehr wichtig, in vieler Hinsicht.

Ich erzĂ€hle das alles so ausfĂŒhrlich, weil ich gedanklich immer noch an der Aufgabe hĂ€nge, das DrĂŒbecker Modell “einzuschĂ€tzen” und Hilbert Meyers Kriterien zu bedenken. Manches deckt sich mit dem, was meine SchĂŒlerinnen sich fĂŒr “guten Unterricht” wĂŒnschen, zumindest als Ausschlusskriterien: Wenn der Lehrer wirres Zeug redet, die HĂ€lfte der Stunde fĂŒr Organisatorisches draufgeht oder gleich ganz im Chaos versinkt, kann das kein “guter Unterricht” sein.  An einigen Stellen sind die SchĂŒlerinnen meiner Ansicht nach aber einen Schritt weiter (und damit zu meiner großen Freude nĂ€her an meinem eigenen Konzept als an den Kriterien, die mir zur EinschĂ€tzung aufgetragen sind…).  Ich persönlich glaube, dass der Unterschied, dieser eine Schritt weiter,  den Knackpunkt ausmacht, an dem sich entscheidet: Ist Kompetenzorientierung ein weiterer Anspruch, den ich zu den 10 Kriterien hier und 12 Kriterien dort nun auch noch zusĂ€tzlich erfĂŒllen soll – oder kann die neue Orientierung mich und die Lerngruppen entlasten und die Dinge in einen natĂŒrlichen Fluss bringen.

Aber dazu spĂ€ter mehr, ich will jetzt noch was anderes arbeiten…

Guter Unterricht Plakate

FĂŒr alle, die auch solche Plakate wollen: Hier die Vorlage zum Abzeichnen. Schrift und Rahmen leben davon, dass man gar nicht erst versucht, das gerade und ordentlich hinzukriegen – locker aus dem Handgelenk reicht völlig. Die Farbe (mit 2 Grundfarben + Akzentfarbe fĂŒr jeden Buchstaben) hĂ€lt dann alles zusammen… Viel Spaß!

Plakatvorlage

… ach ja: Hier noch ein erstes Muster einer Aufgabe, die die Klasse als “ganz nett” in Erinnerung hatte – wenn nicht die 31 PrĂ€sentationen gewesen wĂ€ren (das kann man alles auch in 45 Minuten “Ausstellung” zur Kenntnis nehmen, und sogar noch andere Klassen dazu einladen, damit es Sinn macht!). So sahen meine ArbeitsblĂ€tter vor ca. 2 Jahren aus. SpĂ€ter mehr…

Lernsituation B 1 Herrn Schulzes Schatzkiste

 

19 Gedanken zu „Wochenaufgabe 4 (Start)

  1. Ich finde es immer wieder erstaunlich, auch in meiner 9. Klasse, wenn man den SchĂŒlern Entscheidungen ĂŒberlĂ€sst, was dabei herauskommt. Ob das allerdings ganz neu kompetenzorientiert ist oder nur der Respekt vor den Lernenden (und das ehrliche Interessen am GegenĂŒber), den man als Lehrer schon immer haben sollte? Ich habe manchmal den Eindruck, dass diese ganze Kompetenzorientierung alter Wein in neuen SchlĂ€uchen oder auch anderstherum ist. Ich unterrichte auch Erwachsene in Word und kaufmĂ€nnischen Themen, und bin immer wieder ĂŒberrascht, wie schön Unterricht sein kann, wenn man sein GegenĂŒber ernst nimmt. Bin gespannt auf deine weiteren BeitrĂ€ge

    1. Hallo Gabriele,
      ja, als mich seinerzeit die entscheidenden Impulse getroffen haben (lange bevor ich irgendwas “musste”, zum GlĂŒck), hatte ich auch sehr das GefĂŒhl, dass das gut passt, nicht fremd ist und ich nicht alles ĂŒber Bord schmeißen muss, was vorher gut war. Eher ist fĂŒr mich nun nur viel konsequenter und systematischer, was vorher einzelne Versuche waren.
      Macht aber doch nix, oder?
      Übrigens hab ich selber vor laaanger Zeit auch schon ein sehr kompetenzorientiertes Abitur gemacht und erst viel spĂ€ter kapiert, dass wir wohl fast schon eine “Laborschule” waren… fast völlig allgemeinbildungsfrei, aber total förderlich fĂŒr Kulturtechniken. Hat mir absolut nicht geschadet.
      Und ja: Ernst nehmen ist das einzig Wahre.
      Schöne GrĂŒĂŸe, Marion

  2. Hi Marion,
    mir gefĂ€llt vor allem dein Plakat “Guter Unterricht”. Hast du die Vorlage dazu selbst gezeichnet? Falls ja, wĂ€re es toll, du könntest uns das zur VerfĂŒgung stellen.
    Ich kann auch anbieten, es dann am 30.10 mit in den Input zu “Offenen Lizenzen” einzubauen.
    GrĂŒĂŸe, Jörg

    1. Hallo Jörg,
      ja, hab ich selbst gezeichnet. Allerdings gleich aufs Plakat (lauter Originale…), also A 2. Kostet mich 5 – 10 Minuten, das nochmal auf A 4 zu werfen und einzuscannen, wenn das der Weg wĂ€re – also gar kein Akt, und das Prinzip der Vorlage kann man immer mal gebrauchen. Mach ich gern. Passt das, oder gibt es einen eleganteren Weg?
      Gruß, Marion

      1. Hi Marion,
        super! Vielen Dank.
        Nun sind wir ja OPEN-Reli 😉 Ein Bild, das in einem Dokument verpackt wurde, welches als .DOCX nur Inhabern von Microsoft Word zugĂ€nglich ist, könnte noch OFFENER gemacht werden:
        Wie wĂ€re es, das Bild direkt zur VerfĂŒgung zu stellen und dabei auch noch kenntlich zu machen, dass man es verwenden und kopieren darf?
        Am Mittwoch gibt’s hoffentlich genau dazu einige hilfreiche Anregungen im Wochenimpuls.
        Ich kann dir fĂŒr’s Erste sagen, wie ich es mache: Ich lade meine Bilder so hochauflösend wie möglich bei flickr hoch und kennzeichne sie mit der Lizenz CC-BY, dann kann sich jeder die GrĂ¶ĂŸe, die er braucht runterladen und weiß sofort, dass er es unter Namensnennung weiterverwenden, verĂ€ndern und kopieren darf.

        1. Hi Jörg,
          am guten Willen soll es nicht scheitern… im Moment noch an der Medienkompetenz (“flickr”???) – aber bis ĂŒbermorgen bin ich sowieso noch gut beschĂ€ftigt, und dann gibtÂŽs ja die Anleitung 😉

          Was Du schreibst, gilt dann möglicherweise auch fĂŒr unsere MethodenblĂ€tter, die ich im Blogbeitrag weißnichtmehrwelchenummer verwurstet habe? Da hĂ€tte ich sonst pdfs eingefĂŒgt, weil das so schön bunt ist (aber das geht vermutlich auch beides, oder)?

    2. … und wenn ich einmal dabei bin, kann ich gern auch andere “Klassiker” beisteuern (Varianten von Textcontainern, diverse Überschriften…). Bei den netten kleinen Bildern (davon gibtÂŽs ganz viele – ich kann gar nicht zeichnen, ich zeichne nur ab) bin ich mir etwas unsicher, was die Rechte betrifft.
      Der Passus im Buch lautet: “Die Illustrationen… sind urheberrechtlich geschĂŒtzt. Sie dĂŒrfen Sie abzeichnen und so fĂŒr Ihre Arbeit verwenden. Es ist untersagt, die Illustrationen fotomechanisch oder digital zu reprozuzieren und in gedruckten oder digitalen Publikationen (BroschĂŒren, BĂŒchern, Internet etc. zu verwenden.”
      Ich ĂŒber setze mir das so: Ich darf die Bilder nicht aus dem Buch einscannen. Wenn ich sie selber abgezeichnet habe, darf ich sie aber einscannen oder auch als Element in einer eigenen Vorlage verwenden, die ich dann offen verbreite. Richtig? Ich könnte im Zweifelsfall einen Hinweis auf die Quelle der Bildidee einfĂŒgen, oder?
      Gruß, Marion

      1. ja, genau! Und wenn du fĂŒr die selbsterstellten Bilder auch noch eine freie Lizenz verwendest, können alle die nicht so toll zeichnen können sie bedenkenlos verwenden und sind dir dankbar!

        1. Ihr gebt mir einen Grund zum Plakatezeichnen?
          Sensationell!!!
          Ich hab mir z. B. ganz viele selbstabgezeichnete Symbölchen als Cliparts eingescannt (aus der Not geboren, weil Word 2007 sich beim Scannen so anstellt) und weiß schon gar nicht mehr, wie ich ohne die je meine Unterrichtsmaterialien gebastelt habe – totaler Spaßfaktor!
          Und ich dachte, der Computerkram dĂŒrfte nicht selbstgezeichnet aussehen… sondern “cool”.
          Die Rahmenmotive finde ich deswegen so besonders schön, weil ich da auch Texte hineinkopieren kann – die Cracks können vermutlich auch gleich hineinschreiben, oder? Und die halbfertigen Plakate verfĂŒhren unglaublich zum ErgĂ€nzen, viel mehr als ein leeres Blatt… Na, davon scheine ich Dich ja nicht wortreich ĂŒberzeugen zu mĂŒssen 😉
          Ich verlasse mich aber drauf, dass mir die Firma, die die BĂŒcher macht, keinen Skandal anhĂ€ngt, wenn ich mit dem Zeug arbeite. Eigentlich ist es ja eher kostenlose Werbung – aber wer weiß?!

        2. Nochne Frage:
          Was ist denn technisch gĂŒnstiger: a) A 4 – Zeichnung einscannen und hochladen oder b) Flipchart abfotografieren und hochladen?
          wenn b) – Kamera oder Tablet?
          Ich bin hin- und hergerissen: Auf den großen Bögen stimmen die Proportionen eher, und es macht mehr Spaß, und ich könnte die Sachen anschließend verwenden. Aber die kleinen Seiten könnte ich beim Fernsehen zeichnen… 😉
          Probleme gibtÂŽs…

    3. Hallo Jörg,
      fĂŒrÂŽs Erste hab ich die Vorlage an passender Stelle in den Beitrag eingefĂŒgt. Wenn ich mich sonstwie nĂŒtzlich machen kann, lass es mich einfach wissen (das gilt auch fĂŒr die anderen, die mitlesen, natĂŒrlich).
      Gruß, Marion

  3. Hi Marion,
    ich glaube, du hast nach einer Möglichkeit gesucht, Dokumente in einem Blogartikel partiell und verschiebbar einzublenden.

    Das geht, ist aber nicht ganz einfach.
    Ich habe es mal mit deinem “Lernsituation B1”-Dokument gemacht. Der erste Schritt bestand darin, das Dokument in eine PDF-Datei umzuwandeln.
    Alles weitere findest du hier.

    1. Hallo Christian,
      wie nett, dass Du Dich meiner Technikfragen annimmst – vielen Dank! Leider öffnet sich “hier” eine Seite, die nicht viel mehr tut, als sich zu entschuldigen… was Du mir zeigen möchtest, finde ich dort nicht.
      ich werde dem pdf-Hinweis mal selbstdenkend nachgehen und bin ansonsten schon dankbar, dass “Dateien einfĂŒgen” funktioniert…
      Herzliche GrĂŒĂŸe, Marion

      1. Hallo Marion,

        danke fĂŒr den Hinweis! Der Blog-Artikel ist auf “privat” geschaltet, weil er ein unfertiges WerkstĂŒck darstellt. Ich konnte ihn natĂŒrlich sehen, weil ich auf meinem Konto eingeloggt war … typischer Fall von Betriebsblindheit.

        Aber weil die Einbindung von Dokumenten in der Weise, wie es dir vorschwebte, eine recht knifflige Sache ist (man kann dabei *hĂŒstel* viel lernen..), wollte ich eh noch einen Video draus machen.

        Sobald der fertig ist, melde ich mich wieder.

        BTW: Kannst du aus deinen Word-Dokumenten PDF-Dateien machen? (Je nach verwendeter Software gibt es die Möglichkeit “Speichern als PDF” o.Ă€. – in Ă€lteren Word-Versionen ist da leider gar nix).

        Lieben Gruß,
        Christian

        1. Hallo Christian,
          ja, pdfs kann ich erzeugen. Ich finde die nur nicht so kundenfreundlich, denn die geneigten LeserInnen sollen die Sachen ja fĂŒr eigene BedĂŒrfnisse anpassen können. Aber man könnte ja beide Versionen einstellen…
          Du drehst mir einen Film? Sensationell, 1000 Dank!
          Wichtig könnte auch sein, dass man die Artikel auf “privat” schalten und spĂ€ter weiterbearbeiten kann – im Moment setze ich mich nur an den Rechner, wenn ich richtig viel Zeit habe, damit die Artikel nicvht noch mehr zerhackt werden. Den Knopf finde ich vermutlich intuitiv, wenn ich nun einmal weiß, dass er da ist.
          Macht Spaß, immer noch… wunderbar!
          Herzliche GrĂŒĂŸe, Marion

  4. Liebe Marion!

    Das klingt so spannend, dass ich jetzt deinen Beitrag noch ziemlich spÀt bis zum Ende durchgelesen habe.
    Danke, dass du uns mit auf die Reise nimmst.

    Gutes Gelingen und liebe GrĂŒĂŸe, Reinhard

  5. Danke, dass du uns so offen in deine Gedanken mit hineinnimmst! Dein Vorhaben verspricht spannend zuwerden.
    Eine Frage: Was meinst du mit Punktesystem? Bekommt man jeweils einen Punkt fĂŒr eine nachgewiesene Kompetenz oder meinst du eher eine Aufgliederung der Noten in kleinere Segmente (15 Pt. statt 6 Noten)?

    1. Hey,
      nö, noch mal anders – die SchĂŒlerInnen bekommen persönliche Punktekonten, auf denen sie fĂŒr mĂŒndliche Mitarbeit, schriftliche Leistungen und (vor allem) die vielen möglichen Wahlaufgaben und selbstgeplanten Projekte Punkte sammeln. Richtwert fĂŒr das Jahr sind 100 Punkte = 100 %. Welche Note am Ende auf dem Zeugnis steht, richtet sich nach den Prozenten des schulischen NotenschlĂŒssels. Die SchĂŒlerinnen entscheiden selbst, welches Notenziel sie sich setzen und auf welchen Wegen sie dies erreichen möchten. In drei anderen Klassen haben wir so bereits begonnen, und die Effekte beeindrucken mich…
      Aber das alles erklÀre ich vermutlich besser, wenn ich die entsprechenden Dokumente und die ersten AufgabenblÀtter erstellt habe, die machen es anschaulicher.
      Freut mich jedenfalls, dass der “Reisebericht” auf Leser stĂ¶ĂŸt… Morgen gehtÂŽs weiter 😉
      Schöne GrĂŒĂŸe, Marion

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