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Tag 50.23. Revue

Ein langer Onlinekurs neigt sich dem Ende zu. Zeit, einen Blick zurück und einen nach vorn zu tun. Hat es sich gelohnt? Was waren die Sternstunden? Was habe ich davon gehabt? Was war nicht so toll, was sollte man ändern? Was bleibt? Rechtfertigen MOOCs wie dieser den Aufwand, den man für sie treibt?

Ich will versuchen, die Fragen nacheinander zu behandeln und aus (meiner) subjektiven Sicht als Teilnehmgeber zu beantworten.

Hat openreli Spaß gemacht?

zufriedenEine wichtige Frage, die sich jede Lehrkraft für ihren Unterricht stellen sollte, wie ich im Verlauf von openreli gelernt habe. Denn wo etwas Spaß macht, lernt man gerne und leicht.

Also – hat’s Spaß gemacht? Mir? Ganz überwiegend: Ja. Oder besser: Freude – die Art, die man beim Forschen und Arbeiten erleben kann, wenn man neue Möglichkeiten erschließt, neue Einsichten gewinnt. Eine bereichernde Freude im Sinne von Jesaja 9,2: Eine ungetrübte Freude des Beutemachens.

Gab es enttäuschte Erwartungen?

Ja, auch.unzufrieden

  1. Ich bin unzufrieden damit, dass der Kreis der Aktiven im Lauf der sechs Wochen sehr zusammengedampft ist: stärker als ich erwartet hatte. Vor allem verdünnisierte sich meine Klientel, für die ich im Wiki extra eine Infrastruktur geschaffen hatte, vor der eigentlichen Arbeitsphase: Die an Weihnachten interessierten Grundschullehrkräfte. Das machte mich schon ein bischen traurig.
  2. Was mich am Ende ebenfalls irritierte – bzw in unterschiedlicher Weise den ganzen Kurs hindurch -, das war die “Vielfalt” – man könnte es auch “Verzettelung” nennen – an Plattformen.Wo ich mich nicht überall registrierte! Das weiß vermutlich nicht mal Gott, sondern alleine der Firefox-Passwortmanager. Die Grundidee der Kursmoderatoren war: Wir wollen alle erreichen und tanzten auf allen Hochzeiten (g+, facebook, rpi-virtuell, wiki, blog, noch ganz viele andere blogs, pipapo). Am Ende machte es Mühe, alle – oder wenigstens die wichtigsten – Stränge nachzuverfolgen. Dies frustrierte mich auch deshalb, weil ich mich in einem Anfall von ahnungsloser Begeisterung dazu bereit erklärt hatte, alle Teilgeberbeiträge zu kuratieren…. damit bin ich immer noch nicht fertig.
  3. Gegen Ende ließ mein Engagement bzw meine Begeisterung langsam nach, siehe Numeri 21,4. Die Gründe kann man oben bei Nr. 2 nachlesen. Nun bin ich also nicht nur mit diesem oder jenem unzufrieden, sondern auch mit mir selbst.

Hat openreli mir was gebracht und meine Kompetenzen erweitert?

Volles Ja. Das geht mir übrigens bei jedem MOOC so, dass ich am Ende so überladen bin von neuen Einsichten, Tools und Möglichkeiten, sobald ich die Lurker-Perspektive verlasse und in das Kursgeschehen gesteigerte Aufmerksamkeit, Zeit und Arbeit investiere. Da bewahrheitet sich Markus, 4,8.

Hier ein paar Beispiele:

Neue Online- bzw Softwaretools und -Werkzeuge, die ich inzwischen nutze

  • Mailchimp
    Mir gefielen die openreli-Newsletter, da versuchte ich rauszukriegen, wie das meine Kollegen machen. Jetzt habe ich für meinen regionalen Bereich “umgestellt”, denn Mailchimp besitzt neben schicken Designmöglichkeiten ein ausgefeiltes Adressatensystem und weist den Autor außerdem noch darauf hin, wenn man den Fehler macht, ungewollt Spam zu produzieren.
  • WordPress
    Ich benutze das Blogsystem schon seit längerer Zeit, aber auf openreli habe ich einige Tricks und Kniffe gelernt, die die Anwendungsmöglichkeiten komplett revolutionierten. Vor allem der Studiblog von Christian Stein mit seinen auf Kategorienangaben basierenden Nutzermenüs und überhaupt dem Ansatz, alle Teilnehmgebenden zu Redakteuren zu ernennen, haute mich um.
    Ich arbeite ja an einer Grundschule, aber ich glaube: Wenn ich je an einem Gymnasium tätig werden sollte, dann müssen die SchülerInnen keine Hefte mehr führen, sondern sie werden zu BlogredakteurInnen ernannt.
    Ich selbst habe inzwischen für meine zweite Klasse, eine sehr kleine Lerngruppe, eine Art Klassenblog eingerichtet.
  • rpi-virtuell
    Damit arbeite ich zwar seit Jahren, aber dank Jörg Lohrer und Joachim Happel erlebte ich wieder neue Kompetenzzuwächse, die sich auf meine Arbeit sofort auswirkten. Drei Beispiele:

    • Bookmarklet: Ein Werkzeug aus dem rpi-virtuell-Materialpool, das, ähnlich wie das WordPress-“Press This”-Tool oder der Evernote Webclipper mit einem einzigen Mausklick eine Website als online-Ressource in den Materialpool übernimmt.
    • Dynamische Themensammlungen via “Mein Materialpool”: Wenn ich meiner Lerngruppe einen “Apparat” an Informationen zur Verfügung stellen will, geht dies mit ganz wenig Aufwand und einer verblüffenden Technik. Auch für openreli sind zwei solche “Apparate” eingerichtet, zB hier.
    • Der Pixlr-Editor, ein Online-Zeichenwerkzeug, das im rpi-virtuell-Explorer implementiert wurde: Das ist zwar keine 1000 Euro-Fotobearbeitungssoftware, aber zum Bearbeiten von Unterrichtsmaterial in 99,9% von allen Fällen hinreichend. Und das geilste: Es gibt ihn auch als Smartphone-App: Da kann man im Unterricht Photos schießen, sie mit Pixlr bearbeiten, sie in der Cloud, zB im eigenen Flickr-Account speichern und sie “sharen” oder sich zuhause am PC ansehen (oder weiterbearbeiten)…
  • Google+
    Obwohl ich g+ schon eine Zeitlang intensiv nutze, hat openreli auch hier zu einer beträchtlichen Horizonterweiterung geführt (was auch daran liegt, dass g+ seinen Funktionsumfang dauernd erweitert). Zum Beispiel, wie man einen Hangout organisiert. Letztlich glaube ich, dass Hangouts inzwischen ein bedenkenswerter Ersatz für Live-Meetings geworden sind, weil man nun wirklich(!) parallel Dokumente gemeinsam erarbeiten, Sachen vorführen, chatten und sogar schöne, gemeinsame Andachten feiern kann.
  • Ludwig
    ist ein Komponierprogramm. Alexander Ebel hat diese Software zu Beginn des openreli-Kurses ein bischen protegiert und damit auch einen musikalischen Beitrag zu unserem Coversong-Motiv “Ich steh an deiner Krippen hier” geleistet.
    Nun soll es ja faule oder unbegabte Lehrkräfte geben, die zwar ein tolles Lied für den Reliunterricht als Melodie vorliegen haben, aber nicht in der Lage sind, das irgendwie vor der Klasse zu begleiten. Zu diesen Lehrkräften gehöre auch ich. Darum besorgte ich mir Ludwig, und nach ersten Mühen – bei diesem Programm lohnt es sich wirklich(!!), das beiliegende Booklet zu lesen – habe ich meine erste ernst zu nehmende Kompostition hingekriegt. Hey – jetzt kann ich nicht nur vorliegende Stücke vertonen, es könnte sogar sein, dass ich jetzt mal neue Lieder für den Reliunterricht – oder auch so – schreibe!
  • Soundcloud
    Mit Soundcloud macht man keine Musik – man veröffentlicht sie. Und hört welche, denn Soundcloud ist eine offene Plattform: Was YouTube für Videos, das ist Soundcloud für Audiodateien.

Die Liste geht noch viel weiter, aber ich merke, dass der Blog zu lang wird.
Außerdem habe ich bei openreli nicht nur nützliche Tools entdeckt, sondern auch Einsichten gewonnen.

Neue Erkenntnisse

      • Sehr hilfreich fand ich die Hangouts mit den Vorstellungen kompetenzorientierter Religionsbücher. In der letzten Zeit war (offen gesagt) das Medium “Religionsbuch” für mich ziemlich abgeschrieben gewesen. Doch diese Neuerscheinungen stellen Quantensprünge dar. Noch besser fände ich es natürlich, wenn man die ganze, dort investierte Kompetenzkompetenz in ein digitales Religionsbuch investieren würde!
      • Überhaupt waren für mich die Live-Hangouts die “Meilensteine” des Seminars. Neben den offiziellen Veranstaltungen brachten mir die Spielwiesen technische Erkenntnisse (vor allem über das “Wie” beim Hangouten). Richtig erbaulich und sehr belebend fand ich die Online-Abendandachten, für die Christian F. Freisleben Teutscher faszinierende Ideen einbrachte..

[youtube=www.youtube.com/watch?v=TpE1hLV2yrM&t=8m40s]
[Hier die Online-Andacht, Runde 3. Richtig los geht sie erst ab 8:40 m:sek.]

  • Vor dem Seminar glaubte ich in Sachen Kompetenzorientierung alles Wesentliche zu wissen. Das war eine Fehleinschätzung. Besonders die Beiträge, die Marion Holzhüter im Verlauf des Kurses schrieb, offenbarten mir, dass mir bisher eine Art Schmalspurkompetenzorientierung vorschwebte. Überhaupt lieferte Marion bei openreli – vor allem in der zweiten Kurshälfte – ganz entscheidende Impulse.

Was bleibt?

Mit dieser Frage verlasse ich die persönliche Perspektive. Was mir bleibt, ist oben dargestellt. Was den anderen Teilgebenden bleibt, müssen sie selbst reflektieren. Was jedoch ist mit dem Kurs selbst? War’s eine reine Lehr- und Lernveranstaltung?

Während der Praxisphase knobelte Joachim Happel ein Nachfolgeprojekt aus, das wie das logische Ergebnis dieses Kurses wirkt: digirelidemnaechstDas Digitale Religionsbuch.

Die Unterrichtseinheit “aus der Dose”, welche bei Fortbildungen früher so viele lernzielorientierte Unterrichtende glücklich gemacht hat, war immer mit den Makel behaftet, dass manche SchülerInnen eben nicht ins Dosenschema passten. Darum bedeutet Kompetenzorientierung, dass man den Unterricht individuell auf die Lerngruppe und ihre spezielle Lage zuschneidet. Dies gelingt natürlich besser mit einem modular aufgebauten Pool an Anforderungssituationen, Methoden, Inhalten, Medien, Das eigentliche Religionsbuch – so ist es geplant – entsteht erst beim Schüler selbst: Er ist am Ende der Autor seines Religionsbuches.

Um so etwas hin zu kriegen, ist viel Aufwand und Tüftelei erforderlich. Darum wird das digitale Religionsbuch mit Hilfe eines dazugehörigen Blogs vorbereitet. Die Arbeiten laufen.
Übrigens: Das Projekt ist offen. Jede/r kann mitmachen!

adam

Nochmal machen?

Im Newsletter für diese Woche heißt es: “Bitte teilt uns auch mit, was für euch hilfreich war und was wir beim nächsten Mal anders machen sollten.”

“Wenn es überhaupt eine Neuauflage geben sollte” – will ich mal mal anfügen. Denn es gibt da einige ernüchternde Beobachtungen in Bezug auf allzu offene MOOCs.

Der wichtigste Punkt ist oben schon angesprochen worden. Dem Kurs sind die meisten TeilnehmgeberInnen davongelaufen. Auf die Feedback-Umfrage haben bisher ganze 15 Leute reagiert – von über 200 eingeschriebenen Kursmitgliedern. Nach meinem subjektiven Eindruck bilden die Moderatoren inzwischen die Mehrheit der noch beteiligten Belegschaft.
Ich hatte gegen Ende immer mehr das dumpfe Gefühl, im eigenen Saft zu schmoren. Klar: Ein MOOC ist offen. Man kann ein- und aussteigen, wann man will und nur das mitnehmen, was man wirklich benötigt/haben will. Tatsache ist aber, dass viel weniger Leute nachträglich ein- als ausgestiegen sind. Und was soll das für ein Kurs sein, bei dem am Ende kaum noch einer da bleibt?

Wobei innerhalb des Moderatorenteams die Stimmung ungebrochen super ist. Vielleicht sind wir Veranstalter ja die größten Profiteure des Kurses: Learning by interacting, by teaching, by testing. Das allermeiste hat auch sehr gut geklappt. Kurzum: Ein klasse Team, mit denen man zusammen Pferde stehlen kann. Wenn die gleichen Orgi-Leute im kommenden Jahr wieder mitmachen würden, dann wäre dies alleine schon ein Grund, einen weiteren MOOC zu veranstalten und so zu tun, als würden wir nicht vor allem uns selbst die entscheidenden Lernschübe verpassen.

Die Runde der Experten - wie meistens: Super drauf.

Die Runde der Experten – wie meistens: Super drauf.

Auch unsere Gäste in den Live-Events waren übrigens toll. Das fanden auch (noch) unsere TeilnehmgeberInnen, denn diese Hangouts hatten (noch) ganz schön viele Besucher.

Summa summarum: Was mich betrifft – ich würde bei einem weiteren openreli-Kurs schon aus den genannten, eiggennützigen Gründen wieder mitmachen… allerdings

  • sollte die Kursdauer kürzer sein
  • sollte das Thema des Kurses stärker fokussiert/klar umrissen sein
  • sollten wir von dem Prinzip “Wir tanzen auf allen Hochzeiten” abrücken und alle wichtigen Kursvorgänge auf einer Plattform abwickeln
  • sollten – im Sinne von Kompetenzorientierung und Partizipation – alle KursteilgeberInnen am öffentlichen Kursblog als Redakteure Schreibberechtigung erhalten. Auf diese Weise ließen sich auch die Arbeitsergebnisse einfacher bündeln.
  • sollten wir uns im Vorfeld stärker mit der Einrichtung eines extrinsischen Belohnungssystems befassen (ob Badges reichen? So richtig gut schien das dann doch nicht zu klappen). Vielleicht würden gewisse Kultusministerien ja ein durchgängiges medienpädagogisches Engagement von Lehrkräften irgendwie anrechnen?
  • Ein richtiges Diskussionsforum als Besandteil der zukünftigen Kursplattform erscheint mir sehr sinnvoll. Diskussionen über Blog-Kommentare abzuwickeln ging zwar, aber es war eine verzettelte Angelegenheit. Oft wollte ich etwas nochmal lesen, vielleicht antworten, und fand die entsprechenden Kommentare nicht mehr. Dann liefen parallel noch Diskussionen auf g+ … dies war/ist alles ziemlich unübersichtlich und mühevoll.
  • Außerdem wäre es toll, wenn wir den Suchtcharakter für nachträgliche Einsteiger erhöhen könnten – also eine Art Kursmagneten hinbekämen. Ein Spiel? Lecker Plätzchen? Ein (gestohlenes) Pferd?

Was ich bei einem openreli – Runde 2 auf jeden Fall beibehalten würde:

  • Die Hangout-“Meilensteine” und die Vernetzung via Google+ – Man sollte vielleicht einen kleinen Vorbereitungskurs in Erwägung ziehen: “Live im Internet auf Google+” oder so(?)
  • Die enge Verbindung mit rpi-virtuell (und dann auch – hoffentlich – dem sich weiterentwickelt habenden Digitalen Religionsbuch).
  • Die Taktung des Kurses durch die Newsletter fand ich sehr hilfreich.
  • Die Zusatzveranstaltungs-Gimmicks: Sahnehäubchen auf der Torte.
  • Die gute Sitte, die Statements der KursteilgeberInnen, soweit halt der Überblick reicht, zu lesen und auch zu kommentieren. Ich glaube, diesem dialogischen Element verdanken wir, dass wir einige engagierte Leute gewonnen haben, und ich hoffe, die ein- oder andere in einem zukünftigen Orgi-Team wiederzusehen.

 

 

 

 

 

 

Kommentare (5) Schreibe einen Kommentar

  1. Twitter erinnert mich:Ich hab mich noch nicht bei dir fürs Bauchpinseln bedankt… Danke! War mir ein Vergnügen, bzw. Ist es immer noch. Das mit dem Suchtfaktor habt ihr bei mir schon dieses Jahr gut hingekriegt 😉 Speziell das Digitale Relibuch ist unwiderstehlich.
    Übrigens, kein Witz: Das mit den weihnachtlichen Spielen als Gimmick funktioniert – dazu kriege ich Feedback von Leuten, deren Namen mir im ganzen Kurs zuvor nie begegnet sind… so praktisches Zeug wird offenbar gern genommen. Und ich kann tolle Kekse (Vorsicht mit solchen Scherzen, hihi, die führen schon mal schnell zu Ideenflashs, die sich dann nicht mehr stoppen lassen).
    Ich würde es sehr, sehr schön finden, wenn ihr dem Schwung nachgebt und auch 2014 wieder einen openreli-Kurs anbietet… bis dahin hab ich vermutlich ungefähr die Hälfte der vielen Impulse weiterverfolgt, die openreli 2013 bei mir hinterlassen hat – das war/ist wirklich sensationell.
    Was ich speziell von deiner Hilfsbereitschaft halte, hast du ja schon meiner Reflexion entnommen. Die fällt mir auch in deiner wieder auf: du verpackst in deinen Rückblick technische Tipps, die mich schon gleich wieder neugierig machen… das muss man erst mal hinkriegen;-). Auch dafür herzlichen Dank!
    Schöne Grüße in die Pfalz, Marion

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  2. Mit Hochgenuss habe ich deine detaillierte Reflexion gelesen und stimme dir von vorne bis hinten zu. Die einzige Schlussfolgerung kann sein: nochmal! (und dann genauso toll und ganz anders) 😉
    Deine Intro-Video, dein Sangesmut, deine WordPress-Inspirationen und deine Begeisterung und Fehlertoleranz waren und sind für mich ein echter Gewinn!

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  3. Lieber Christian!

    Eine beachtliche Analyse! Deinen Schlussfolgerungen kann ich mich im großen und ganzen anschließen.
    Es ist eine Freude, dich kennengelernt zu haben und mit dir im Team zu arbeiten! Jederzeit wieder …

    Danke + alles Liebe, Reinhard

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