Smartphone – freundliche Arbeit mit Konfis

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Wie kann man das Smartphone produktiv machen für die Arbeit mit Konfis? Es gibt eine App mit pädagogischem Potential – sie heißt “Aurasma” – hier stelle ich sie vor …

Smartphone und Konfis – das gehört mittlerweile zusammen wie Brot und Butter. Allerdings sind die Meinungen über diesen Zustand geteilt: Für die Konfis ist es fast ein selbstverständlicher Teil ihres Körpers, für manche Konfi-Verantwortliche eher ein Symbol für den Untergang des Abendlandes. Denn wegen ihrer Smartphones zeigen sich die Konfis nicht mehr in der Lage, längere Zeit auf einen Text oder ein Gespräch zu fokussieren. Außerdem sind Smartphones teilweise problematische Statussymbole. Das alles ist nicht von der Hand zu weisen.

Und dennoch habe ich mich entschieden, das Smartphone als Realität im Umgang in der Arbeit mit Konfis anzusehen. Denn es ist schon und wird immer mehr Teil unserer Kultur, so wie es  das Buch, die Zeitung und das Internet geworden sind. Ignorieren hilft nicht. Ich möchte deswegen das Smartphone als Teil der Lebenswelt der Jugendlichen akzeptieren und damit Subjektorientierung praktizieren. So weit meine Meinung.

Was folgt daraus konkret?

Weiter unten in diesem Blog findet Ihr die ausgearbeitete und erprobte Einheit “Das Smartphone und der liebe Gott”. Dort nehmen wir das Smartphone als Lerngegenstand ernst.

In diesem Beitrag möchte ich darüber hinaus auf eine App hinweisen, die pädagogisches Potential hat. Es handelt sich um die App “Aurasma”,  die für Apple und Android kostenlos erhältlich ist. Diese App nimmt das Prinzip der QR-Codes auf und entwickelt es eine Stufe weiter. Man kann mit dieser App ein Bild oder einen Gegenstand fotografieren und dieses Bild dann mit einem anderen Bild oder Video verbinden. Konkret heißt das: Ich halte mein Smartphone auf ein Bild an der Wand und die App legt dann ein anderes Bild oder Video darüber. Voraussetzung ist eine gute Internetverbindung.

Anwendungsmöglichkeiten:

Die simpelste Anwendungsmöglichkeit ist museal: Der Konfi-Leiter oder die Konfi-Leiterin fotografiert markante Bilder und Gegenstände in der Kirche/ Gemeindehaus und verbindet diese mit einem erklärenden Video, das sie vorher aufgenommen hat. Die Konfis gehen mit ihren Smartphones durch den Raum und entdecken, was der Leiter für sie vorbereitet hat.

Größeren Spaß macht es aber und größeren pädagogischen Sinn ergibt es, wenn die Konfis selbst solche Verbindungen herstellen. Das heißt, sie suchen sich markante Orte in der Kirche aus und deuten diese durch ein anderes Foto oder Video. Danach erkunden die Konfis, welche Gegenstände die anderen markant fanden und wie sie diese gedeutet haben.

Dieses Prinzip ist natürlich auch analog möglich, indem man Plakate gestalten lässt oder Anspiele vorbereitet. Aber die technischen Möglichkeiten der Smartphones vervielfachen die kreativen Möglichkeiten.

Ich finde diese App sehr spannend. Deswegen wollte ich Euch darauf hinweisen. Vielleicht hat ja jemand Lust, sie in der eigene Arbeit mit Konfis oder Jugendlichen auszuprobieren.

 

Ein Gedanke zu „Smartphone – freundliche Arbeit mit Konfis“

  1. Wenn die Jugendlichen sich einmal mit dem Prinzip vertraut gemacht haben, könnte man so was (zb auf Konfifreizeit) sicherlich auch in einer “Schnitzeljagd” besonderer Art einsetzen.

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