Veröffentlicht in 1./2. Klasse, 3. Klasse, 4./5. Klasse, Anregungen für Bezugspersonen

Die Karwoche für Familien

Bald schon steht sie, wie jedes Jahr, vor der Tür: die Karwoche. Und doch ist dieses Jahr irgendwie alles ganz anders.

Es wird keinen Familien-Kreuzweg geben, die Kinder & Jugendlichen hören die Geschichte von Passion und Ostern nicht im Religionsunterricht und die ganze Welt steht sowieso gerade irgendwie auf dem Kopf.

Wir möchte Sie einladen die Karwoche in diesem Jahr gemeinsam als Familie zu erleben. Dazu hat Jessica Majorino ein Arbeitsblatt für Kinder sowie eine Familien-Andacht für zuhause erarbeitet.

Bildquelle: https://pixabay.com/de/illustrations/abbildung-karwoche-ostern-lieh-4879688/

Arbeitsblatt zur Karwoche:

Das Arbeitsblatt ist gut geeignet für Kinder der Schulstufen 1-5, jünger Kinder brauchen beim Lesen vielleicht etwas Unterstützung.
Sie benötigen: einen Drucker, eine Schere, einen Leimstift, eine Kinderbibel oder ein Laptop/Tablet um die Geschichte als Video anzusehen.
Das Arbeitsblatt besteht aus Teil 1 & Teil 2

 

Familienandacht zu Karfreitag:

Als Familie können Sie diese Andacht ganz einfach zuhause durchführen. Nehmen Sie sich als Familie ca. 20-30 Minuten Zeit dafür und schaffen Sie ganz nach den eigenen Möglichkeiten und Bedürfnissen einen Raum zum Beten in der Familie.
Sie benötigen: 1 Kerze, die Andacht (am Besten ausgedruckt)

 

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Jessica Majorino.

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Franziskus von Assisi

Franziskus (italienisch: Francesco) wurde vor etwa 840 Jahren in der Stadt Assisi in Italien geboren. Er wurde nach seinem Tod heiliggesprochen. Wenn du wissen möchtest was ein Heiliger oder eine Heilige ist, schau dir diesen Kurzfilm an.

Lies die folgende Geschichte oder lass sie dir vorlesen:

Im mittelalterlichen Städtchen Assisi ist viel los. Rauch steigt aus  den Kaminen, auf dem Markt wird Gemüse verkauft, Schweine laufen grunzend durch die Gassen. Francescos Vater hat einen Stoff-Laden mit edlen Stoffen. Reiche Damen kaufen hier ein.

Die Familie von Franziskus ist reich, es geht ihr gut. Es gibt aber auch viele arme Leute in dieser Stadt, oder auch ausserhalb der Stadt. Francesco hilft gerne im Stoff-Laden, liebt es aber auch mit seinen Freunden zu spielen. Er ist sehr beliebt in Assisi. Jeder möchte sein Freund sein. Als er älter wird, feiert er grosse Feste mit Wein und Musik.

Doch das alles reicht ihm nicht. Er will noch mehr, er sagt: „Ich will Ritter werden!“ Alle sollen ihn für seine Heldentaten bewundern.

Schon bald hat er die Möglichkeit in den Krieg zu ziehen. Assisi hat Streit mit der Nachbarstadt Perugia. „Jetzt ist es Zeit berühmt zu werden,“ denkt Francesco und reitet los. – Doch es kommt alles ganz anders. Die Schlacht ist grausam und Assisi verliert. Francesco wird gefangen genommen. Er sitzt in einem kalten, stinkigen Keller ohne Fenster, zusammen mit vielen anderen Gefangenen. Ein ganzes Jahr lang. Francesco wird krank, viele seiner Mitgefangenen sterben sogar.

Sein Vater kauft ihn frei. Schwach und traurig kehrt er zurück nach Assisi. Seine Mutter kümmert sich um ihn. Nach langer Zeit wird er endlich wieder gesund, doch nicht mehr glücklich. Trotzdem zieht er noch einmal in den Krieg. Schon in der ersten Nacht hat er einen Traum. Eine Stimme fragt ihn, ob er sein Leben nicht für etwas Wichtigeres brauchen wolle.

Francesco ist verwirrt. Er verschenkt seine teure Ritterrüstung und sein Pferd und kehrt zu Fuss nach Assisi zurück. Alle seine Freunde lachen ihn aus. Francesco weiss nicht mehr weiter. Er sitzt tagelang unter Olivenbäumen, oder läuft im Wald umher.

Auf einer Strasse begegnet ihm ein Aussätziger. Dieser hat eine ansteckende Krankheit, welche sogar tödlich sein kann. Deshalb halten die Leute Abstand von den Aussätzigen. Francesco merkt, dass Gott auch diesen Menschen liebt und dass auch Jesus immer für die Armen und Kranken da war.

Francesco überlegt weiter: „Was ist meine Aufgabe, was soll ich tun?“ In einer halb verfallenen Kirche sieht er ein Kreuz. Er kann Jesus in die Augen sehen und merkt dabei, dass Jesus wie ein Bruder ist. Francesco betet und hört eine Stimme. Diese sagt zu ihm: „Francesco, baue meine Kirche wieder auf.“ Jetzt ist er überglücklich. Er weiss jetzt was er tun soll. Er baut Stein für Stein aufeinander, um die Kirche zu flicken.

Die Leute lachen und denken: Francesco spinnt. Dieser verschenkt nun sogar Stoffe aus dem Laden seines Vaters an die Armen. Sein Vater hat kein Verständnis dafür und verklagt ihn vor Gericht. Auf dem Marktplatz zieht sich Francesco vor allen Leuten aus, gibt seine Kleider seinem Vater und sagt: «Ab heute sage ich nicht mehr dir Vater, sondern Gott, dem Vater im Himmel.»

Francesco lebt nun ganz arm ausserhalb der Stadt und hilft den Menschen welche krank sind, Hunger haben oder ausgestossen sind. Obwohl er selber häufig Hunger hat ist er völlig glücklich. Dies sehen auch seine früheren Freunde und sagen: „Wir wollen auch so glücklich sein wie du.“

Am Ende von Francescos Leben ist er krank und fast blind. Jetzt schreibt er ein schönes Lied, den berühmten Sonnengesang.

Aufgaben:

  • Hier findest du das Arbeitsblatt mit dem Sonnengesang. Am besten druckst du es aus.
  • Verbinde die Kästchen mit dem Text (links) mit dem passenden Bild (rechts).
  • Welche Liedstrophe gefällt dir am besten?
    Teile Deine Gedanken gerne in den Kommentaren mit uns.
  • Für was möchtest du Gott im Moment danken? Mache eine Zeichnung davon oder schreibe ein Gebet.
    Wenn Du möchtest, dann teile auch dies gerne über die Kommentar-Funktion mit uns.

Wissenswertes:

Der heutige Papst hat den Namen Franziskus. Wenn du wissen möchtest was ein Papst ist, schau dir diesen Kurzfilm an.

 

Dieser Beitrag wurde verfasst von Franziska Herzog.