Elisabeth von Thüringen – Gott geht mit

Ein Projekt von Heike Kaufmann

Eine Kindertagesstätte in Thüringen begleitet die künftigen Schulkinder im letzten Kindergartenjahr mit einem besonderen Projekt. Im Mittelpunkt steht das Leben und Wirken der Heiligen Elisabeth, das in der Region noch heute auffindbare Spuren hinterlassen hat.

In einem Gespräch erzählt Heike Kaufmann von ihrem Projekt und wie es entstand:

Ich war einmal in Marburg und entdeckte dort die Elisabethkirche. Seitdem war ich irgendwie von dieser Figur begeistert. Elisabeth gehört für uns hier eigentlich zur Regionalgeschichte. Seit Jahren fahren wir mit den Kindern, die in diesem Sommer eingeschult werden zur Wartburg. Wir haben auch immer an einer Kinderführung teilgenommen. Erst als ich eine Religionspädagogische Qualifizierung machte, kam ich auf die Idee, ein Elisabeth-Projekt zu gestalten.
Viele Wochen lang haben wir uns mit Elisabeth beschäftigt. Mit ihrem Leben und den Legenden. Die Kinder entdeckten dabei Parallelen zu anderen Figuren, die sie aus den religiösen Morgenkreisen kennen: zu Martin, bei dem es ums Teilen geht, oder zu Nikolaus, bei dem wir immer vom Schenken erzählen.
Die Kinder haben sich auch sehr viel mit dem Mittelalter beschäftigt und für sich Spannendes entdeckt und ausprobiert. Was haben Menschen gegessen? Was haben Kinder gespielt? Wie war es damals, in der Schule zu sein? Wie haben sie sich angezogen? Die Kinder waren über diese lange Zeit immer wieder begeistert und haben das Ganze in unserer Kita richtig mitgelebt.

An einem Tag gestalteten wir gemeinsam einen Stationenweg in unserem Gruppenraum.

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Die erste Station befand sich in der Raummitte, von hier aus ging es zur zweiten Station, die Elisabeths Kindheit und ihren Weggang aus Ungarn verdeutlichte. Ihr Leben auf der Wartburg, das Rosenwunder und das “Krankenhaus für die Armen” bildeten weitere Stationen. An den einzelnen Stationen hörten die Kinder von Elisabeth, erzählten von eigenen Erfahrungen, spielten und sangen gemeinsam.

Die Kinder haben auch Verbindungen zwischen Elisabeth und ihrer eigenen Situation hergestellt. So wie es für Elisabeth Abschiede und Neuanfänge gab, von denen wir erzählen, so stehen auch die Kinder vor einem Neuanfang. An Elisabeth konnten sie etwas Wichtiges sehen: Wenn etwas Neues anfängt, bin ich nicht nur auf mich allein gestellt!

Für die Vorbereitung und Durchführung des Projekts wurde eine Broschüre, die im Rahmen des Elisabeth-Jahres entwickelt wurde, verwendet. Die Broschüre können Sie hier einsehen:

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