Online in den Instituten – Rückblick auf ein Online-Seminar

Ende Feb. 2012 regte die ALPIKA-Medien (Die Medienpädagoginnen und -pädagogen der religionspädagogischen Institute der Landeskirchen in der EKD) die Entwicklung eines Online-Seminars an und legte dann auch den Zeitrahmen fest: Mitte April bis Ende Mai 2012 sollte “Online in den Instituten” (OidI) stattfinden.

Ziel dieses neuen Online-Seminars ist es, den Funktionsumfang und die Möglichkeiten der neuen Version von rpi-virtuell zu erarbeiten und zugleich ein Online-Modul zu entwickeln, dass an den religionspädagogischen Instituten der Landeskirchen eingesetzt werden kann. Dabei sollte auch das Erleben eines moderierten Online-Seminars Rückschlüsse für die Konzeption eigener Module zulassen. Dass es auch um Lehren, Lernen, Didaktik und Methodik ging, war ein wohlwollend in Kauf genommener Nebeneffekt.

Der quantitative Aufwand für dieses Seminar war beträchtlich:

  • Die zehn ursprünglich angemeldeten Teilnehmenden waren darauf vorbereitet, ca. 4 Stunden wöchentlich zu investieren. Leider konnten nicht alle dieses Pensum durchhalten: 3 Menschen zogen die Teilnahme aus sehr nachvollziehbaren Gründen zurück. Die übrigen investierten weit mehr als die gefragten vier Stunden pro Woche in das Studium der Materialien und Hinweise, in Diskussionen im Forum und im Wiki, in Gespräche mit dem Lernpartner und die Entwicklung eigener Online-Module.
  • Neben der Leitung arbeiteten auch Birgit Berg und Ulrike Kramer als Lernbegleiterinnen an diesem Seminar mit. Ihr Aufwand lässt sich in Stunden kaum beziffern, liegt aber mindestens so hoch, wie der der Teilnehmenden.
  • Außerdem stellte Klaus Wenzel den technischen Support sicher. Er investierte durchschnittlich ca. 1 Stunde pro Tag des Seminars und musste sich dabei auch mit den Motten und Tücken der neuen Version von rpi-virtuell auseinandersetzen.
  • Und dann mussten noch Materialien z.T. neu entwickelt, aber auch neu zusammengestellt und bearbeitet werden.

In Zeiten der Kompetenzorientierung ist qualitativ entscheidend, was am Ende herauskam:

  • Intensive Diskussionen über die Vorstellung von Lernen, Online-Didaktik, Online-Seminare, Konnektivismus, informelles Lernen, Teilen oder nicht Teilen und rpi-virtuell.
  • Konstruktive Teamerfahrungen durch das Erleben von Forum, Wiki und Lernpartnerschaften.
  • Tolle Online-Module, die z.T. umsetzungsreif entwickelt worden oder schon in der Praxis eingesetzt werden, wie z.B.:
    • Erste Schritte im rpi-virtuell-Seminar: eine Hilfe für rpi-Nutzer.
    • Konfer – ein virtueller Konfi-Gruppenraum
    • Teamer Kinderfreizeit – eine Gruppe zur Vorbereitung und Planungen im Team
    • Workshops zur Einführung in die Angebote von rpi-virtuell
    • rpi-virtuell “to go” – “Fünf-Minuten-Häppchen” als Filme
    • Erprobung neuer Wege der Implementation von rpi-virtuell in die Vikarsausbildung
    • Vertiefte Einbindung von rpi-virtuell in ein Exkursionsprogramm mit Nachhaltigkeitsfaktor
    • “Klangbilder” – Wie können Musik und Bilder sich gegenseitig erschließen und wie kann das in einem virtuellen Raum angeregt werden?
    • Online-Fortbildung zur Auswahl und zum Einsatz von Filmen im RU

Im Laufe des Online-Seminars entstanden zahlreiche Ideen für weitere Online-Module, wie z.B.:

    • Eine “Theodizee-Maschine” nach den Prinzipien eines Textadventures
    • Entwicklung beispielhafter Modelle “Online-Lernen für den Religionsunterricht”
    • Online-Seminar: “Bibel und Generation Online – was verändert sich, was können wir religionspädagogisch tun?”
    • Gründung einer Gruppe: “Konzepte für Online-Lernen mit rpi-virtuell als Lernplattform”
    • Perspektiven für das Online-Lernen im religionspädagogischen Bereich
    • Perspektiven für rpi-virtuell als Lernumgebung

Und außerdem wurde kollaborativ gedichtet:
“CBT – gibt´s nicht meh´,
WBT – das tut weh !
LMS – die LuLis kriegen Stress !
Kommt dann auch noch Moodle – gibt´s nur noch Gesudel !
PLE – die SuSis grinsen: “heheheee..!””

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