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Grundwissen

“Die Menschenrechte ‘fielen nicht vom Himmel’, sie wuchsen aus Dekalog und Bergpredigt, auch wenn die Kirche(n) lange gegen sie kämpften. Wenn gläubige Muslime in ein Europa kommen, das ihnen ‘gottlos’ scheint, tun sie sich schwerer, als wenn sie andere Gläubige finden. Der Sinn der Religion ist zwar nicht die Sozialordnung, sondern die Sinngebung für den Menschen. Aber Religion ist auch dienlich und hilfreich für das soziale Leben.”
Eberhard von Gemmingen in: FAZ, 28.7.2016, S.25

“Vielleicht ist es so, dass heute, im Strudel eines neuen Irrationalismus, die Christen die Pflicht haben, auch die Substanz der Aufklärung weiterzutragen, sie zu verteidigen gegen die Abdankung des Intellekts und gegen einen irrlichternden Subjektivismus.”  Hans Maier

Literaturempfehlung für Religionslehrerinnen und Religionslehrer:
Robert Spaemann, Über die Vernünftigkeit des Glaubens an Gott (Vortrag: siehe Internet)

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Hiob – Gott und das Leid

„Warum leide ich?  Das ist der Fels des Atheismus.“
Georg Büchner

Die Antwort aus dem Neuen Testament:
Gott schaut den leidenden Menschen nicht unbeteiligt zu, er solidarisiert sich in Jesus mit den Leidenden.
Die Leid-Erfahrung bleibt – aber sie kann hineingenommen werden in Kreuz und Auferstehung Christi.

Antwortversuch aus einem evolutiven Schöpfungsverständnis:
Unsere Werde-Welt ist vom Schöpfer nicht perfekt vorprogrammiert, denn Gott will nicht Zwang, sondern Freiheit: Und so gibt es in der Welt auch das Leiden, das Übel und das Böse.
(Siehe dazu auch Thema 2:  Wie wird alles enden? – Schöpfung und Vollendung)

 

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Dürfen wir alles, was wir können – pränatale Diagnostik

Die Höhe einer Kultur und die Menschlichkeit einer Gesellschaft lassen sich daran ablesen, wie die Schwächsten, d.h. die Alten, Kranken, Behinderten, die geborenen und ungeborenen Kinder behandelt werden.
Nelson Mandela: „Die Humanität einer Gesellschaft erkennt man daran, wie sie mit Kindern und Alten umgeht.“

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Bilder von Gott

Der christliche Glaube bringt eine radikale Abwendung vom griechisch-römischen wie auch vom germanischen Götterglauben und verkündet ein völlig neues, befreiendes Gottesbild: Der Mensch muss die (vermenschlichten) Götter nicht mit Opfern gnädig stimmen. Es ist umgekehrt: Gott selbst nimmt in Jesus unsere Schuld auf sich und versöhnt sich – ohne jede menschliche Vorleistung – mit uns.

Literaturempfehlung für Religionslehrerinnen und Religionslehrer:
Robert Spaemann, Über die Vernünftigkeit des Glaubens an Gott (Vortrag: siehe Internet)

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Jesus Christus neu entdecken

Jesus – der Mann des Lebens:    Jesus führt den Aussätzigen aus der Todeszone heraus ins Leben. Die Verkündigung von Tod und Auferstehung Jesu ist das Zentrum des christlichen Glaubens. “Der Weg des Petrus” zeigt, wie die Apostel erst allmählich das ganze Ausmaß der Botschaft Jesu vom Leben erfassten. In den Christusdarstellungen der Kunst wird diese Botschaft Jesu in jeder Epoche neu interpretiert. Eine herausragende Zeugin der christlichen Botschaft vom Leben ist Mutter Teresa.

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Abraham – sich in Gott festmachen

Vertrauen gegen die Angst und Enge

Etymologie: Das deutsche Wort »Angst« entsteht aus dem indogermanischen »angh« (eng) mit dem Suffix »st« (dazugehörig), heißt also: »das, was zur Enge gehört«. Ähnlich lateinisch: »angustiae« (Enge).
Quelle:  www.gestalttherapie-lexikon.de/angst.htm‎

Wir leben in einer der sichersten Phasen der Geschichte – und trotzdem nehmen die Ängste immer mehr zu. An Abraham sehen wir, wie Vertrauen und Glauben herausführen aus Enge und Angst: „Des Lebens Ruf  wird niemals enden!“  Hermann Hesse

Für Abraham war der Ruf Gottes der Ruf zu ungeahnten neuen Lebenshorizonten.

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Wie wird alles enden – Schöpfung und Vollendung

“Im Grunde genommen bewegen nur zwei Fragen die Menschheit: Wie hat alles angefangen und wie wird alles enden?”   Stephen Hawking, britischer Physiker

Frage an den Astrophysiker Harald Lesch:  „Leben wir in einem Multiuniversum?“
Seine Antwort: “Nein. … Ehrlich gesagt, ist das der verzweifelte Versuch, um Gott herum zu kommen. … Im Übrigen verschiebt die Multi-Welten-Theorie die Frage ja auch nur weiter nach hinten, wer dann zuständig ist für diese ganzen Multiversen.“