1. Im inklusiven Religionsunterricht wird ein positives Verständnis von Unterschieden gefördert und Vielfalt als Bereicherung erfahrbar gemacht

1. Im inklusiven Religionsunterricht wird ein positives VerstÀndnis von Unterschieden gefördert und Vielfalt als Bereicherung erfahrbar gemacht

Dies geschieht beispielsweise dadurch, dass


  • die Lehrenden die unterschiedlichen Dimensionen von HeterogenitĂ€t kennen, wahrnehmen und diese in der Unterrichtsplanung und im Unterrichtsgeschehen berück- sichtigen.
  • die Lehrenden auf die Ressourcen und Kompetenzen der Schüler_innen achten und hinweisen.
  • die Schüler_innen ermuntert werden, Sichtweisen und Glaubensvorstellungen, die anders sind als die eigenenn, zu erkunden.
  • jede/r mit seinen/ihren Fähigkeiten zum Gelingen des Un- terrichts beitragen kann und gebraucht wird.

Das erkennt man z.B. daran, dass im Unterricht


  • die Schüler_innen die Kompetenzen/ Begabungen/ Sichtweisen/ Glaubensvorstellungen/ BedĂŒrfnisse Anderer wahrnehmen, anerkennen und benennen können.
  • sich alle in ihrer Einzigartigkeit zeigen können.
  • alle ihre Kompetenzen/ Begabungen/ Sichtweisen kennen und einbringen.

2. Im Inklusiven Religionsunterricht erfahren und praktizieren alle Beteiligten einen wertschÀtzenden Umgang miteinander.

2. Im Inklusiven Religionsunterricht erfahren und praktizieren alle Beteiligten einen wertschÀtzenden Umgang miteinander.

Dies geschieht beispielsweise dadurch, dass


  • wertschätzende Sprache gelernt und praktiziert wird.
  • eine achtsame, wertschätzende und vergebende Haltung gelebt wird.
  • Impulse, Aufgaben und Rückmeldungen orientiert an den Stärken und Möglichkeiten der Teilnehmenden formuliert werden.
  • Konflikte wahrgenommen werden und für ihre Bear- beitung die Bedürfnisse der Beteiligten berücksichtigt we

 

Das erkennt man z.B. daran, dass im Unterricht 


  • Feedback-Kulturen etabliert sind.
  • Beschämungen vermieden werden.
  • diskriminierende Sprache vermieden wird.
  • Gesprächsregeln und Verhaltensregeln vereinbart und eingehalten werden.
  • Grenzen wahrgenommen und geachtet werden.

Bundesweite Fachtagung fĂŒr Fortbildner_innen: Auf dem Weg zu einem inklusiven Religionsunterricht

Hier der Tagungsflyer mit Anmeldeformular (PDF)

Montag, 20. Oktober (15 Uhr), bis Dienstag, 21. Oktober, (16 Uhr), 2014,  Franz‐Hitze‐Haus, MĂŒnster


Kosten: ca. 100 € (inkl. U+V)
Tagungsorganisation: Angelika Boekestein, boekestein@comenius.de

Die Umsetzung inklusiver Bildung in der Schule stellt auch den Religionsunterricht sowie die Aus-, Fort- und Weiterbildung von ReligionslehrkrĂ€ften vor neue Herausforderungen. Insbesondere eine inklusive Religionsdidaktik sowie Konzeptionen fĂŒr eine auf Inklusion hin orientierte Qualifizierung von LehrkrĂ€ften sind dringend gefordert. Das CI greift mit dem Projekt  Inklusive Religionslehrer(fort)bildung (InReB) die Notwendigkeit der Aus-, Fort- und Weiterbildung von ReligionslehrkrĂ€ften fĂŒr inklusive religiöse Bildung auf.
In diesem Projekt arbeiten  Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen aus Hochschulen und religionspĂ€dagogischen Instituten gemeinsam an der Entwicklung innovativer Fortbildungsformate fĂŒr inklusive religiöse Bildung sowie exemplarischer Module fĂŒr die Aus- und Fortbildung von ReligionslehrkrĂ€ften. Ende 2013 sollen erste Ergebnisse und Module vorliegen.

Pro Infirmis – Wer ist schon perfekt?

Die ZĂŒrcher Bahnhofstrasse glĂ€nzt in der Vorweihnachtszeit mit schmucken Auslagen.
In den Schaufenstern von fĂŒnf ModegeschĂ€ften sind heute jedoch besondere Schaufensterpuppen mit Behinderung im Einsatz. Die Figuren wurden massstabgetreu als dreidimensionale Abbilder von Miss Handicap 2010 Jasmin Rechsteiner, Radiomoderator und Filmkritiker Alex Oberholzer, Leichtathlet Urs Kolly, Bloggerin Nadja Schmid sowie Schauspieler Erwin Aljukic geschaffen.

http://www.proinfirmis.ch

Programm Fachtagung

Montag, 20. Oktober 2014

Ab 13:00 Uhr Anreise
14:30 Uhr Stehkaffee
15:00 Uhr EinfĂŒhrung: Inklusive Religions –
lehrer bildung (InReB) –
Ein Entwicklungsprojekt
Dr. Annebelle Pithan, MĂŒnster
16:00 Uhr Pause
16:15 Uhr Vorstellung der Fortbildungs –
materialien: Workshops I
18:30 Uhr Abendessen
19:45 Uhr Inklusive ReligionspĂ€dagogik –
AnsÀtze und Herausforderungen
Prof. Dr. Thorsten Knauth, Essen

Dienstag, 21. Oktober 2014

8:00 Uhr FrĂŒhstĂŒck
9:00 Uhr LeitsÀtze zum Inklusiven RU
Dr. Rainer Möller, MĂŒnster
10:00 Uhr Kaffeepause
10:30 Uhr Vorstellung der Fortbildungs-
materialien: Workshops II
12:30 Uhr Mittagessen
13:45 Uhr Vorstellung der Fortbildungs-
materialien: Workshops III
14:45 Uhr Kaffeepause
15:15 Uhr Auswertung und Perspektiven
16:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Mitarbeitende

Mitarbeitende


Angela Berger, Studienleiterin fĂŒr ReligionspĂ€dagogik am Amt fĂŒr Kirchliche Dienste in der EKBO, Berlin

Susanne von BraunmĂŒhl, Referentin fĂŒr ReligionspĂ€dagogik an Grundschulen am PĂ€dagogisch-Theologischen Institut der Nordkirche (PTI Nordkirche) in Hamburg

Dr. Andreas Feindt, Erziehungswissenschaftler, Lehrer an der inklusiven Wartburg-Grundschule, MĂŒnster

Dipl.PĂ€d. Cathrin Germing, Lehrkraft fĂŒr besondere Aufgaben an der WestfĂ€lischen Wilhelms-UniversitĂ€t MĂŒnster, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften, Arbeitsbereich Interkulturelle Erziehungswissenschaft

Prof. Dr. Thorsten Knauth, Professor fĂŒr ReligionspĂ€dagogik und Leiter der Arbeitsstelle Interreligiöses lernen (AiL) an der UniversitĂ€t Duisburg-Essen, Institut fĂŒr Evangelische Theologie

Dr. Anita MĂŒller-Friese, Studienleiterin fĂŒr Förderschulen und Inklusion am ReligionspĂ€dagogischen Institut der Evangelischen Landeskirche Baden in Karlsruhe und Privatdozentin fĂŒr evangelische Theologie/ReligionspĂ€dagogik an der PH Karlsruhe

Dipl.PĂ€d. Andreas Nicht, Dozent fĂŒr Lehrerfortbildung Förderschulen/Inklusion und Fachleiterfortbildungen am PĂ€dagogischen Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen in Schwerte-Villigst

Nicole Rennspieß, Religionslehrerin an einer Förderschule (ESE), apl. Referentin fĂŒr Inklusion/Förderschule in der Braunschweigischen und Hannoverschen Landeskirche

Leitung

Dr. Annebelle Pithan, wiss. Mitarbeiterin am Comenius-Institut, MĂŒnster

Dr. Rainer Möller, wiss. Mitarbeiter am Comenius-Institut, MĂŒnster.

Maysoon Zayid: Ich hab 99 Probleme … Zerebralparese ist nur eins davon.

ENGLISCH
“Ich habe Zerebralparese. Ich zappele die ganze Zeit”, kĂŒndigt Maysoon Zayid zu Anfang dieses unbeschwerten und erheiternden Vortrags an. “Als wĂŒrde Shakira auf Muhammad Ali treffen.” Elegant und scharfsinnig nimmt uns die arabisch-amerikanische Komikerin auf eine Reise durch ihre Abenteuer als Schauspielerin, Komikerin, Philanthropin und FĂŒrsprecherin fĂŒr Menschen mit Behinderungen mit.