rpi-virtuell 2017: Überlegung für eine Neukonzeption

Gestern trafen sich in Düsseldorf die Leiter des Comenius-Institutes, ein Vertreter des wissenschaftliches Beirates und eine Vertreterin LearningLab aus Duisburg, um gemeinsam mit dem Leitungsteam über die Weiterentwicklung von rpi-virtuell zu diskutieren. Grundlage für die Diskussion war ein erster Zukunftsentwurf aus Sicht des Leitungsteams von rpi-virtuell:

Online-Lernbegleiter für die kirchliche Bildungsarbeit

rpi-virtuell wurde bisher als religionspädagogisches Fach-Portal mit einem umfangreichen integrierten Online-Lern-Instrumentarium und einer virtuellen Fachbibliothek konzipiert. Nutzer/innen mussten dieses Portal im Web aufsuchen und nach der Registrierung den Weg durch das virtuelle Institut mit seinen Werkstätten und Angeboten finden.

Durch die Weiterentwicklung von rpi-virtuell zur Lernmanagementbegleitung (PLE) könnte mittelfristig das bisherige Lernmanagementsystems (LMS) entfallen bzw. durch andere Dienste ersetzt werden. Denkbar ist künftig ein minimalistisch erscheinendes Angebot in Form einer Navigationsleiste, das Anwender im Web „stets dabei“ haben, das sie mit hilfreichen Inhalten versorgt und das bei Bedarf nützliche Dienste und Werkzeuge (Apps) anbietet. rpi-virtuell würde technisch gesehen, zum Service-Broker, der für verschiedene Anforderungen und Aufgaben zu verschiedenen Web-Applikationen weiter leitet.

Nur wenige Basis-Dienste bräuchte rpi-virtuell selbst bereit stellen. Dazu gehören vor allem der Materialpool als Unterstützung für die Unterrichtsentwicklung und ein Multi-Blogsystem, über das Nutzer alleine oder mit anderen in einer Gruppe Content (z.B.: für den Materialpool) generieren und Aktivitäten verabreden können. Ergänzend werden über einen Benachrichtigungsdienst (Aggregator) relevante religions- und medienpädagogischen Nachrichten aus der Netzcommunity sowie aus den Nutzungs- und Lernaktivitäten bereitgestellt. Nutzende können dabei die Auswahl der Apps selbst konfigurieren, im einfachsten Fall auch Links zu bevorzugten Werkzeugen selbst festlegen. Eine Erweiterung der Basis-Dienste kann erwogen werden, wenn dadurch die Funktion von Kommunikations-, Organistations- oder Lernprozessen verbessert wird. Wenn man diese Gedanken konsequent weiter verfolgt, könnte rpi-virtuell vor allem über die “begleitende” Navigationsleiste unabhängig von der gerade geöffneten Webseite und dem verwendeten Gerät (PC, Smartphone, WebPad oder Whiteboard) überall nutzbar sein. Damit steht dem Nutzer bei seinen eigenen Lehr- und Lerntätigkeit im Web stets ein funktionaler “Lern- und Lehrbegleiter” zur Verfügung. Damit könnte den sich veränderten Lernarrangements Rechnung getragen werden, in denen es nicht mehr darum geht, zu bestimmten Themen Informationen zu finden, sondern in verschiedenen Lernaktivitäten mit unterschiedliche Methoden und Lerntechnologien eigene Kompetenzen zu den anstehend Fragen entwickeln. rpi-virtuell als „Service“ verstanden, würde sich nahtlos als Teil der persönlichen Lernumgebung (PLE) verwenden lassen. Getrennte Entwicklung und Nutzung von Diensten. rpi-virtuell stellt derzeit für unterschiedliche Zielgruppen und Anforderungen Instrumente  bereit, die sich einzeln und unabhängig voneinander beschreiben lassen.  Kernfunktionalitäten dieser Instrumente finden sich auch in alternativen open-source Produkten oder werden durch manche Dienstleister bereit Verfügung gestellt. In der künftigen Ausrichtung ist zu klären welche Instrumente vermittelt (weitergeleitet zu Drittanbietern)  und welche als Basisfunktionen selbst bereit gestellt (Materialbörse &  Communitykommunikation) für den Grundbetrieb notwendig sind.

schwarz = bieten wir derzeit an blau = open source Komponenten, die ähnliche Funktionen erfüllen würden

Üblicherweise werden (erst) bei einer fortlaufenden Nutzung weitere wichtige (vielleicht sogar grundlegende)  Funktionalitäten vermisst. Möglicherweise reichen die erweiterbaren Funktionen eines Multi-Blogsystems aus, um diese Bedarfe zu decken (z.B.: um etwa betimmte Lern- oder Kooperationsvorhaben in einer Gruppe zu unterstützen). Darüberhinaus gibt es viele Lern- und Kooperationswerkzeuge im Web von Drittanbietern, die sich direkt oder über eine Datenschnittstelle integrieren lassen. Die oben beschriebene Navigationsleiste muss dafür individuell oder für Lerngruppen anpassbar sein. Darüberhinaus können Wünsche entstehen, die die Qualität und Nutzungstiefe eines Dienstes oder des Gesamtangebotes verbessern könnten. Auch können beispielsweise methodische Konzepte spezielle Technologien und weitere Dienste erfordern. Zu prüfen ist, ob die erforderlichen Funktionalitäten durch bereits existierende open-source Komponenten realisierbar sind und ohne größeren technischen Entwicklungsaufwand im Rahmen der vorhanden Ressourcen als Installation auf den Servern von rpi-virtuell bereit gestellt oder angeschlossen werden können (Beispiel Etherpad) und wenn nicht, worin das besondere (Alleinstellungsmerkmal) eines zusätzlichen Dienstes / Applikation begründet ist und wie diese zur Qualitäts- und Ressourcensicherung von rpi-virtuell beitragen kann. (Beispiele: von oben nach unten zu lesen)

Kernkomponenten (global für alle verfügbar) “Standardprodukt”

buchbare Dienste

(z.B.: für ALPIKA Institute)

vermittelte Komponenten

(frei konfigurierbar)

Materialpool + Themenseiten

+ pers. Auswahllisten

spezielle Materialfilter (z.B: nur Materialien eines Institutes oder geobasierter Filter: Lernorte der Region)

Nachschlagen:

Geistreich

Bibelserver

Bildersuche

Multi-Blogs

Branding und Domain-Mapping, Zertifizierungsmodule,

eigene Bloginstallation,

Begleitportale für Tagungen, Kongresse …

Sich austauschen

Facebookgruppe

google+ Community

Twitterwall

Nachrichten-Aggregator

Broadcasting:

Erstellung von Videos, Konzept von Podcasts, Newsletter, Newsfeeds

Nachrichtenverarbeitung:

Scoop.It

Feedreader

Sonderformate:

Artothek (religiöse Kunst)

Relilex (Lexkon)

Projektspezifische Anpassungen / Erweiterungen (z.B. Medienbildungsprojekt: NetzeBilden)

Planen und Evaluieren:

Umfragen

Organizer

Etherpad

Kurskonzeption und technische Realisierung

Präsentieren:

Bildbearbeitung / Prezi / Cacoo /Youtube / Screener

spez. Lerntechnologien &

eTools und Adaptionen wie:

Portfolio

Xpedition

Metaplan-Digital

geobasierte Darstellungen

Arbeiten an Dokumenten:

Google Docs / Microsoft Office Web/  Xchange

ZUM-Wiki

Daten austauschen (Filesharing):

Drive / Dopbox / Owncloud

Kirchliche Dienstleistungen:

Termin Dudle

CidoLi

wwwopac

Lernumgebungen nutzen:

P2PU Kurs

studium digitale

iversity

Moodle – Kurs

Lehrer-Online (lo-net)

Aktuelle Lenangebote integrieren

ZDF – Gods’ Cloud

Die modulare Konzeption von unabhängigen Diensten und Applikationen impliziert, dass institutionelle Kunden einzelne konfigurierbare Dienste oder Plugins buchen oder entwickeln lassen können. Die unabhängige Betrachtung von Diensten ermöglicht eine ungleichzeitige Entwicklung (siehe auch Umsetzungszenario).

Zusammenführende Kommunikation in verteilten Systemen

Lernen und Arbeiten in offenen und verteilten Diensten erfordert ein gutes Informationsmanagement und technische Hilfen: sogenannte Aggregatoren.

Das bisherige Konzept geht davon aus, dass Community nicht durch ein gemeinsames Portal definiert, sondern durch gemeinsame Interessen, Aufgaben und Aktivitäten, die sich an verschiedenen Orten im Netz manifestieren. Ziel ist es, diese verteilten Aktivitäten über einen zentralen Dienst zugänglich und teilbar zu machen. Der Funktionsbedarf lässt sich aus der Erfahrung mit offenen online  Kursen ableiten: Wenn Online-Kurse und die Lernaktivitäten der Teilnehmenden so wie ihre Projekte nicht mehr auf einer zentralen Lern-Plattform, sondern auf verteilten Systemen mit unterschiedlichen Diensten durchgeführt werden, erfolgen die Mitteilungen über diese Tätigkeiten ebenfalls auf unterschiedlichen Kanälen und unterschiedlichen Plattformen. Diese Vielfalt an Informationen und Kanälen überfordert viele Nutzer.

Zur Organisation und Strukturierung von Informationen bedarf es deshalb technischer Instrumente, die die Aggregation der verschiedenen Informationen übernehmen, damit die Nutzer nicht fortwährend alle Portale und Dienste auf Aktualisierungen überprüfen müssen.

Ein solcher frei konfigurierbarer Aggregator, der einen individuellen Informationsfilter und für die Weiterarbeit Strukturierungs- und Kommentierungswerkzeuge für die eingehenden Inhalte anbietet (content curation), dürfte zum wichtigsten Instrument für eine im offenen Netz agierende Community und Lernkultur werden. Dieses Instrument sollte deshalb bei der Entwicklung Priorität haben, da es für den Erfolg des Konzeptes evident ist.

Beteiligung der Community am Migrationsprozess

Die nächsten Schritte hin zu der skizzierten Konzeption sind bereits in der bestehenden Version von rpi-virtuell angelegt und lassen sich in einem organischen Procedere erschließen, zumal eine zentrale technologische Komponente (Multi-Blogsystem) bereits Anwendung findet. So können im laufenden Entwicklungsprozess miteinander die Bedingungen für eine Systemumstellung ermittelt und die Hürden für den nächsten Entwicklungsschritt durch die aktive Beteiligung der Community am Entwicklungsprozess deutlich verringert werden. Das bestehende LMS wird mittelfristig zugunsten eines offenen Systems plattformübergreifender Applikationen und Dienste überführt. Sehr aufwendige Komponenten, wie der Explorer (Filesharing Service), sollen am Ende dieses Prozesses durch andere Verfahren kollaborativen Arbeitens oder Drittanbieter vollständig ersetzt werden. Die Entwicklung vom “Portal” zum “Lernbegleiter“ ist jedoch nicht als Reduktion des Angebotes zu verstehen. Tatsächlich begleitet es die Nutzer in einen sehr viel größeren Raum und hilft dabei die vielen Dienste und Werkzeuge des gesamten Internets wahrzunehmen und deren Nutzen für die eigene Arbeit zu erschließen. Reduziert wird lediglich die Bereitstellung von aufwendigen technischen Diensten zu denen es geeignete Alternativen im Web gibt.

Damit würden die Unterhaltskosten für das laufende Grundsystem erheblich reduziert.

 

Umsetzungsszenario

Das folgende Szenario geht von einer Umsetzung des beschriebenen Konzepts mit den genannten Kernkomponenten (Multi-Blogsystem, Materialpool und News-Aggregatoren) aus. Es folgt dem Prinzip der eigenständigen und modularen Entwicklung von implementier-/abbonierbaren Diensten/Applikationen. Der Prozess sieht dabei ein Wechselspiel zwischen der Community und den technischen Realisierungsschritten vor.

 

Entwicklungsprozess in der Community

Schritte in der technischen Realisierung

Vorbereitung

Start Mitte 2014

Sukzessive Verlagerung aller von rpi-virtuell gesteuerten Aktivitäten  von bisherigen Gruppenräumen in das Blogssystem

Vereinheitlichung gemischter Ausgaben unter einem System (im Falle von WordPress geringer Aufwand)

Erstellung einer (systemunabhängigen!) konfigurierbaren “begleitenden Navigationsleiste”

(Prototyp)

vorhergehende Schritte beinhalten: Aktualisierung bezüglich der Gerätekompatibilität (responsive Design)

Online-Lernangebote auf der Basis von Blogs konzeptionieren (wir selbst machen das schon. Beratung, Tutorials usw. müssen das für die Community erstellen)

Wo es möglich ist: techn. unterstützte Vereinfachung der Arbeitsvorgänge (Komplexitätsreduktion)

Verlagerung von Community-Aktivitäten in das Blogsystem (Nutzung von Buddypress Plugin)

sukzessive Umleitung auf die neuen Maßnamen. Optische und technische Anpassungen und der Navigation.

Aggregation von Inhalten auf der Basis von existierenden Plugins/CMS-Modulen

Entwicklung oder Integration eines pers. News-Aggregators (Prototyp)

Testgruppe:

(Zusammengestzt aus verschied. Zielgruppen)

Rückmeldung zu Design, Usability, empfundene Performance …

Migration von noch nicht migrierten öffentlichen zugänglichen Inhalten (relilex, reliweb, religionsunterricht.net…) in das CMS  (geringer Aufwand bei  Wordpress )

(Anschl. Evaluation: Perfomance ausreichend?, falls nicht, technische Alternativen klären)

Meilenstein 1  (Materialpool)

Frühjahr 2015

Entwicklung von Tests, die die Lauffähigkeit des Systems nach Aktualisierung oder Erweiterung durch Komponenten sicher stellt. (Reduziert die Administrationskosten)

Konstruktion von (interaktiven) Unterrichtsmaterialien (OER) auf der Basis von Blogs (Gelingen ist Voraussetzung für den Verzicht auf bisherigen Dokumenthaltung)

Erstellung von Use-Cases für die Softwareanforderung

Überprüfung der Leistung des MP ausgehend von konkreten Anwendung (für den (ko) Unterricht, für Fortbildungen., für die Nutzung in online Kursen ..)

Recoding für CMS:  Materialpool + Themenseiten, Themensammlungen, Begriffsfelder  (Herausforderung: inhaltsbezogenes Ranking der Suchergebnisse)

(sehr hoher Aufwand)

Testgruppe: Prüfung der Usability,

Ermittlung des redaktionellen und techn. Pflegeaufwands

Nachbesserungen, Optimierungen

Meilenstein 2 (Explorer)

Start Herbst 2015

Was fehlt, wenn wir den Explorer abschalten?

Erstellung von Use-Cases

Kompensation:

Schnittstellen zu Web-Diensten: oder z.B.: “OwnCloud” (open-source Komponente)

Ermittlung des Bedarfs anhand von

typischen / exempl. Projekten

Integration notwendiger Apps  in CMS und Navigation

Entwicklung von Tutorials, Online-Kursen für die versch. Zielgruppen

Deklaration der jetzigen Version als auslaufende Version für 6 Monate

Meilenstein 3 (Release)

Frühjar 2016

Barcamp

Projektierung und Integration wünschenswerter Applikationen und Dienste

(Realisierung erfolgt ggf. später)

StartUp: Auftaktveranstaltungen

Nutzerbefragung

“begleitenden Navigationsleiste”

Release

News-Aggregator mit Curator Funktionalität Release

Nacharbeiten: nochmalige Optimierung und Vereinheitlichung der im Entwicklungs- Prozess entstanden Module.

Anfang 2017:

Abschalten aller nicht mehr weiterentwickelten  Funktionen aus der jetzigen Version (Explorer, Wiki, Gruppenforen, Portfolios  …)

5 Antworten auf “rpi-virtuell 2017: Überlegung für eine Neukonzeption”

  1. Hallo Joachim, ich versuche mit meinen ALPIKA-Medienpädagogik-Kollegen ein Gespräch über die institutionellen Aspekte dieser Neuausrichtung zu beginnen. Im Moment noch auf einer zentralen Lernplattform namens rpi-virtuell in einem geschlossenen Gruppenraum ;-))

    1. Liebe Beimi, in diesem Konzeptpapier versuchen wir möglichst weit nach vorne zu denken. Auch in Zukunft wird es geschlossene und geschützte “Räume” brauchen, in denen wir miteinander lernen und werkeln. Aber diese müssen nicht unbedingt an eine Lernplattform gebunden sein, sondern könnten auch z.B.: in einen geschlossenen Blog oder über eine private Gruppe bei uns oder auch bei facebook&co realisiert werden und trotzdem zentral miteinander über rpi-virtuell verbunden sein. Die strukturellen und didaktischen Optionen werden in unserem Konzept ja nicht verringert, sondern im Gegenteil umfassend erweitert, weil faktisch jedes brauchbare App und jeder Webservice eingebunden werden kann.

  2. Hallo Joachim Happel,

    als langjähriger Kooperationspartner von rpi-virtuell begrüße ich Eure Ideen der Weiterentwicklung von rpi-virtuell. Auch ich fände es äußerst wichtig, dass es weiterhin geschützte und geschlossene Arbeitsräume für Lerngruppen gibt. Gerade im kirchlichen Bereich wird besonders Wert auf die Datensicherheit von Dokumenten und persönlichen Daten gelegt. Facebook und co. sind für viele keine Option. Auch Datenclouds sind oft keine Alternative.Für die Erwachsenenbildung brauchen wir einerseits eine geschützte “Lernplattform” aber auch die Möglichkeit, das wir Applikationen ohne großen Aufwand integriert können. Unser letztes gemeinsames Projekt ” netzebilden” zeigt ja ansatzweise die unzähligen, sinnvollen Apps die genutzt werden könnten.

  3. Lieber Joachim,

    das sind sicher notwendige Überlegungen. Die Konsequenzen kann ich im Einzelnen noch nicht absehen, z.B.: Welche verbindung besteht zwischen dann zwischen dem Materialpool und den Blogs – oder laufen dann die Blogs thematisch auch im Konetxt des Materialpools? Werden Beiträge weiterhin über den Explorer hochgeladen? Üder gibt es ein neues Tool? Was wird ggf. durch die Neustrukturierung an Materialien “ausgeputzt”?
    Noch ein Beispiel: Unsere Interreligiöse Bibliothek läuft derzeit (immer noch) auf rpi-virtuell alt – das ist ja ein “dicker” Brummer. Wohin sollte diese dann geschoben werden – unter die Tools?
    Also viele Fragen – werden wir heute Abend diess Thema ansprechen, weil es ja auch eine wichtige Verbindung von Openreli zu rpi-virtuell gibt?

    1. Zu deiner Frage nach der Verbindung von Blogbeiträgen und dem Materialpool:
      Die Generierung von Materialien und das Händling soll künftig stärker als bisher unterstützt werden. Es wird dann nicht mehr nötig sein, eigene Beiträge extra in den Materialpool einzutragen.

      Zur Frage: Wird es den Explorer künftig noch geben?
      Der Explorer wurde entwickelt, damit wir über ein einfaches Instrument allein oder gemeinsam online an Dokumenten arbeiten und diese kleineren und größeren Gruppen oder für die ganze Öffentlichkeit bereitstellen können. Dieses Dokumentablage- und Verteilsystem (Filesharing) ist mit einer komplexen Rechteverwaltung bei rpi-virtuell neben unserem Blogserver das zentrale Instrument für produktive Lern- und Arbeitsprozesse. Nun gibt es auch außerhalb von rpi-virtuell diese Funktionalitäten etwa über Dropbox oder Google Drive, die jedoch allesamt nicht konform sind mit den für uns gültigen Datenschutzrichtlinien und auch nicht mit dem EKD-Recht.
      Aus diesem Grund brauchte es bisher eine Eigenentwicklung. In jüngster Zeit, nicht zuletzt beschleunigt durch den NSA-Skandal, gibt es jedoch interessante open-source Lösungen, die ähnliche Funktionalitäten wie der Explorer bereit stellen und die vor allem die Daten ausschließlich auf unsere eigenen Servern ablegen. Allen voran ist hier Owncloud(http://owncloud.org/) zu nennen, dass sich auch gut in bestehende Systeme integrieren lässt. Ich bin ziemlich sicher, dass sich diese Entwicklung in den nächsten drei Jahren fortsetzen wird, sodass wir tatsächlich den Explorer am Ende der Entwicklungsphase ersetzen werden können. Das heißt aber auch, dass die essentielle Funktionalität “online gemeinsam Dokumente erstellen und veröffentlichen” auch künftig in jedem Fall zur Verfügung stehen wird.

      Zu deiner letzten Frage, die ich mal verallgemeinere: Was wird aus Instrumenten und Schnittstellen, die wir in der Vergangenheit speziell für Institute entwickelt haben?
      Unsere modulare Konzeption sieht dezidiert solche “Plugins” vor. Natürlich muss dann, wie aber auch in der Vergangenheit, überlegt werden, wie Kosten, Nutzen und unsere Zielsetzungen im Verhältnis stehen.

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