Unsichere Zukunft von OER?

Tom Berger stellt in seiner Artikel “The Uncertain Future of OER” die Entwicklung von OER der letzten 15 Jahre einige unbequeme Fragen, vor allem, dass nie geklärt wurde, wo, in welcher Form OER erstellt, abgelegt und gefunden werden können. OER Commons, Curriki oder andere Repositorien haben bisher keine Lösungen. In seiner Vorstellung muss es ein allumfassendes Wikipedia ähnliches System geben, wo freie Bildungsmedien entwickelt werden. Doch davon sind wir wohl noch weit weg.

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Nachdenklich stimmt mich die Intervention von Stephen Downes, der in seinem Beitrag darauf antwortet:

Ich denke, dass, solange Sie an OERs als Lehrmittel denken, sie nie funktionieren werden. Sie sollten als Lernressourcen betrachtet werden. Ermutigen Sie die Studenten, sie zu finden, zu teilen und zu produzieren (das war eine der Kernideen hinter dem ersten MOOC und sie wurde aus dem Leben gerissen).

Vielleicht brauchen wir ein neues Konzept. Ich werde mich aus dem Fenster lehnen und ihm einen Namen geben – OERSS. Open Educational Rersource – Schüleraustausch. Oder Open Educational RSS. Such dir eine aus. Es sind offene Ressourcen, die von den Schülern gefunden, erstellt, genutzt und geteilt werden. Die wirklich offenen Bildungsressourcen.

 

Dein gutes Recht: Videostreams einbetten

Ich möchte gerne einen Werbeclip, den ich in der Youtube-Community Plattform entdeckt habe, auf meine Webseite einbinden. Teilnehmende meines Kurses können dort weiterführende Infos zum dem Film finden und eine Rätsel, dass ich mit dem Frame, in dem das Video läuft verknüpft habe. Technisch kein Problem. Nur darf ich das? Im Kreis der Kollegen heißt es, dass auf jeden Fall verboten sein, wenn es sich bei dem Film um ein offensichtlich rechtswidrig (hochgeladenen) Inhalt handelt. Wie hat der Gesetzgeber gedacht, dass ich das “offensichtliche” erkenne? Muss ich selbst ermitteln, ob die Werbung “legal” oder illegal oder mit Billigung des Urhebers im Netz gestellt wurde, oder ist das Aufgabe des Plattformbetreibers, auf denen ich die Filme finde? (mehr …)

Gamification: Interaktive Videoabenteuer

Die folgenden Videos sind nicht als Medien für den Unterricht gedacht sondern viel mehr als Anregung, interaktive Videos zu produzieren.

Das erste Video ist ein Bildrätsel. Findest du die Unterschiede in den Bildern im folegen Video


 

Interaktive Videos machen besonders Spass, wenn der Zuschauer selbst den auf den Fortgang des Films Einfluss nehmen kann.

Natürlich brauchte es in jedem Spannenden Film Helden: Super Mario soll die Prinzessin zu retten. Schaffst Du es? Viel Erfolg!

Eine nostalgische Jagd durch die Zeiten. Nur die richtigen Entscheidungen können dich retten. Viel Glück!

Noch mehr davon:  http://www.serien-load.de/blog/10-interaktive-youtube-videos-die-einfach-nur-spass-machen

 

Haben Moodle und CO noch eine Zukunft?

In dem Podcast “LMS am Scheideweg?” der Corperate Learning Community https://colearn.de/clp044-lms-am-scheideweg/ analysieren Axel Wolpert, Egon FLeischer und Björn Beil das Nutzungsverhalten in digitalen Lernumgebungen und die Anforderungen an zukünftige Lernmanagement Systeme (LMS). Klar wird schnell, dass ein LMS, welches für allen denkbaren Anforderungen gerecht werden soll, nicht nur unbezahlbar wird, sondern auch gänzlich an der Nutzungsrealität vorbei geht. 90%  der Bildungsakteure nutzen LMS nur zur Distribution von Inhalten also als Content Management-System (CMS). Nur ein Bruchteil der Funktionen werden überhaupt genutzt. Die Entwicklung zeigt, dass vielen Anwendern eigentlich ein minimaler Funktionsumfang genügt und ein  einfaches, übersichtliches System komplexen Lernumgebungen vorziehen würden. Zukünftige LMS müssen deshalb vor allem einfach bedienbar und tatsächlich nur wirklich notwendige Grundfunktionen bereitstellen. Komplexeren Anforderungen kann durch modulare Erweiterungen entsprochen werden. Fast alle Lösungen setzen ähnlich wie rpi-virtuell auf eine Verbindung eigenständiger Module über einen gemeinsames Nutzerkonto, also einmalige Anmeldung an einem System, dass dann automatisch Zugang zu alle anderen Module (auch von Drittanbietern) gewährt(SSO). So lassen sich durch kundengerechte Erweiterungen trotzdem beliebige Nutzungstiefen und Komplexitätsstrukturen erreichen.

Reliflix: Praxishilfen für die Grundschule

 

Hanna Bogdahn hätte sich als Grundschullehrerin in den ersten Amtsjahren gewünscht, dass es fertige Arbeitshilfen, wie Bilder, Erzählungen und Infos für ihren Religionsunterricht gegeben hätte. Alles musste sie damals (ohne Internet) mühsam zusammen suchen und medial aufbereiten…

Deshalb entstand “Relifix”, eine Arbeitshilfe für den Religionsunterricht, die  gerade jungen Lehrerinnen und Lehrern fix und fertig aufbereitete Unterrichtshilfen mit Bildern, Geschichten, Arbeitsblättern in dezeit  4 Bänden für die 1.-4. Klassenstufe bereitstellt.  (Erschienen im Claudius-Verlag)

Ein schöner Ansatz. Leider nur auf Papier. Schade! Wünschenswert und zeitgemäß wäre, wenn es dieses Vorhaben ins Netz geschafft hätte. Könnten wir solche Arbeitshilfen nicht  gleich so anlegen, dass wir sie auch ergänzen und für die eigenen Bedarfe schneller anpassen können? Einfacher wäre digital! Oder noch einfacher im eigenen Blog bei rpi-virtuell und perfekt katalogisiert im Materialpool von rpi-virtuell.

Reliflix wurde letzte Woche im Sonntgsblatt beworden: Religionsunterricht: Reden über Gott und die Welt | Sonntagsblatt – 360 Grad evangelisch

Bekenntnis zum Religionsunterricht

Artikel 7 des Grundgesetzes setzt den Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach an staatlichen Schulen. Die Kritik an diesem Fach wächst jedoch. Wie stehen die Parteien zum Religionsunterricht? Auch wenn die Konzepte unterschiedlich sind: Insgesamt sehen nahezu alle Parteien religiöse Bildung an Schulen und Universitäten als notwendig an – auch mit Blick auf den gesellschaftlichen Frieden. Denn, so die Annahme: Wo unter den Menschen das Verständnis für Religion verloren gehe, steige die Gefahr von Konflikten.

Podcast von Burkhard Schäfers