Begegnungen mit der hebräischen Bibel, dem Alten Testament

Rz-Marböck-BibelJohannes Marböck: Faszination Bibel.
Hg.: Franz Kogler / Irmtraud Fischer / Franz Hubmann

Theologie im kulturellen Dialog, Bd.27.
Innsbruck-Wien: Tyrolia 2014, 288 S., Register, Lebenslauf, Literaturangaben
—ISBN 978-3-7022-3323-5 —

Die Herausgeber, alle mit der Bibel theologisch(-praktisch) befasst, pr√§sentieren Beitr√§ge zum Verst√§ndnis der Hebr√§ischen Bibel, des Alten Testaments. Der Autor, Johannes Marb√∂ck, katholischer Priester und inzwischen emeritierter Professor, lehrte Altes Testament in Linz und Graz. Bei ihm verbindet sich die spirituelle Freude an der biblischen Botschaft mit exegetischer Sorgfalt. Wichtig ist ihm neben der verst√§ndlichen Weitervermittlung der biblischen Sch√§tze, diese gerade f√ľr heutige Menschen zum Leuchten zu bringen. In diesem aktuellen Zusammenhang ist ihm auch der christlich-j√ľdische Dialog ein besonderes Anliegen.

Bei allen Unterschieden im Blick auf die Psalmen, die Weisheit, die Prophetie und die Apokalyptik scheinen in der Hebräischen Bibel immer wieder Visionen der Hoffnung auf, die das göttliche Heil auf alle Völker ausweiten. Die Erfahrungen Israels unter den verschiedenen politischen, historischen und gesellschaftlichen Bedingungen können die Heutigen ermutigen, den Spannungen der Gegenwart die Vision vom Gottesfrieden entgegenzusetzen.

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Reinhard Kirste,

Rz-Marböck-Bibel, 13.05.14    Creative Commons-Lizenz

Buch des Monats Januar 2014:

Rz-Bernhardt_Perry-Interrel-TheolReinhold Bernhardt / Perry Schmidt-Leukel (Hg.):
Interreligiöse Theologie. Chancen und Probleme.
Beiträge zu einer Theologie der Religionen (BThR), Band 11.
Z√ľrich: TVZ 2013, 296 S., Personenregister
— ISBN 978-3-290-17718-8 —

Die beiden Herausgeber Reinhold Bernhardt, Professor f√ľr Systematische Theologie an der Universit√§t Basel und Perry Schmidt-Leukel, Professor f√ľr Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie an der Universit√§t M√ľnster, haben sich als kompetente und engagierte Promotoren des interreligi√∂sen-theologischen Dialogs schon seit langem einen Namen gemacht.

Der neueste Band aus der Reihe “Beitr√§ge zu einer Theologie der Religionen” bezieht sich auf eine Fachtagung im November 2012 in der N√§he von Basel. Die hier versammelten z.T. international renommierten Fachleute deckten in ihren Beitr√§gen Problemfelder und Chancen eines interreligi√∂s theologischen Ansatzes aus verschiedenen Perspektiven auf.

Interkulturelle, kontextuelle, Komparative und interreligi√∂se Theologie sind Begriffe, die zunehmend und nicht immer eindeutig gebraucht werden. Die Autoren haben hier methodologische und systematisierenden Kl√§rungsschritte vorgenommen und auch ungew√∂hnliche Ans√§tze gewagt. Die hier vorgestellten Ans√§tze bieten M√∂glichkeiten, interreligi√∂se Theologie als Herausforderung durch andere religi√∂sen Traditionen, aber zugleich konsequent dialogisch ‚Äď und nicht nur religionswissenschaftlich vergleichend ‚Äď voranzutreiben.

Ausf√ľhrliche Beschreibung: hier

Reinhard Kirste

Interrel-Theol, 31.12.13     Creative Commons-Lizenz

 

Buch des Monats September 2013: Interkulturelle Philosophie – grenz√ľberschreitende Sichtweisen

Rz-Yousefi-B√ľhne-PhilHamid Reza Yousefi: Die B√ľhnen des Denkens.
Neue Horizonte des Philosophierens
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M√ľnster u.a.:¬† Waxmann 2013, 259 S. — ¬†ISBN 978-3-8309-2821-8 —

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Der Autor geh√∂rt zu den j√ľngeren Philosophen, denen die Interkulturalit√§t der Philosophie besonders am Herzen liegt. Er lehrt interkulturelle Philosophie und Philosophiegeschichte an der Universit√§t Koblenz-Landau, Campus Koblenz. In Trier hat er das Institut zur F√∂rderung der Interkulturalit√§t (IFI) gegr√ľndet, dessen Leiter er auch ist. Eine beachtliche Zahl von B√ľchern mit seinen Forschungsschwerpunkten hat er bereits ver√∂ffentlicht bzw. herausgegeben. Sie beziehen sich besonders auf moderne Theorien der Toleranz, Kommunikation sowie ethische und hermeneutischen Entwicklungen ¬†in der Philosophie und Religionswissenschaft.

Mit dem vorliegenden Buch baut er eine didaktische Br√ľcke zum Verstehen verschiedener Kulturtheorien und der vielf√§ltigen Tendenzen interkultureller Philosophie in Vergangenheit und Gegenwart. Darum kommen hier ber√ľhmte islamische Philosophen des Mittelalters, der beginnenden Neuzeit und der Gegenwartsphilosophie zur Sprache, aber ebenso heutige Ans√§tze interkultureller Philosophie im deutschsprachigen Raum.

Bilanz
Hier d√ľrfte darum das erste didaktisch ausgerichtete Buch der Interkulturellen Philosophie im deutschsprachigen Raum vorliegen.¬† Die LeserInnen m√ľssen keine speziellen philosophischen Vorkenntnisse mitbringen, weil methodische Klarheit das Buch durchzieht.¬† So findet man/frau leicht die zugeh√∂rigen Schaubilder, die zusammenfassenden Merks√§tze und orientierende Fragestellungen sowie praktische √úbungsaufgaben f√ľr jeden Abschnitt.¬† Damit ist zugleich ein Lehrbuch entstanden, das nicht nur f√ľr Studierende der Philosophie, Theologie und Kulturwissenschaften weiterf√ľhrend sein d√ľrfte, sondern dass allen Interessierten erm√∂glicht, das eigene Kulturenverst√§ndnis zu erweitern und eurozentrische Sichtweisen abzulegen. Zugleich aber wird deutlich, dass es notwendig ist, die eigenen gegenw√§rtigen Standortbestimmungen interkulturell und interreligi√∂s vorzunehmen. Yousefis Buch bietet daf√ľr eine konstruktive Anleitung.

Reinhard Kirste

Rz-Yousefi-Phil-B√ľhne, 31.08.13¬† Creative Commons-Lizenz

Revisionen im Christentum: Update f√ľr den Glauben

Rz-J√∂rns-UpdateKlaus-Peter J√∂rns: Update f√ľr den Glauben. ¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†
Denken und leben können, was man glaubt.
        
G√ľtersloh: G√ľtersloher Verlagshaus 2012, 272 S., Abb. — ISBN 978-3-579-08145-8

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Der praktische Theologe und Religionssoziologe Klaus-Peter J√∂rns entwickelte ist inzwischen zu einem bekannten theologischen Kritiker christlicher Traditionen geworden, und zwar aus der Erfahrung religi√∂ser Umbr√ľche in unserer Gesellschaf heraus.

J√∂rns macht darum mit seiner radikalen Kritik auch vor der Bibel nicht Halt.Allerdings geht es dem kritischen Theologen nicht nur um Dekonstruktion, sondern um Neuformulierung christlicher Glaubensinhalte. Dabei muss allerdings einiger Ballast √ľber Bord des kirchlichen Dogmenschiffes geworfen werden.

Eine Art Zwischenbilanz seines bisherigen Weges ist “Update f√ľr den Glauben”. Die Neueinsch√§tzung religi√∂ser Traditionen fordert die Religionen intensiv heraus.
So verbietet es sich auch, den Gott der Bibel gegen andere Götter und Göttinnen auszuspielen (S. 234). Angesichts der längst schon selbstverständlich gewordenen Evolutionstheorie und der Ergebnisse aus der Quantenphysik (vgl. S. 241ff. 245ff) weist Jörns vehement eine
Sonderwirklichkeit von Glaubensgestalten mit ihren kirchlichen √úberwucherungen zur√ľck. Bedenkt man diesen durchaus aufregenden Weg eines mit der kirchlichen Tradition urspr√ľnglich intensiv verbundenen Theologen, dann sp√ľrt man in ‚ÄěUpdate f√ľr den Glauben‚Äú den reformerischen Impuls des Autors.

Die Quintessenz des Buches sehe ich in J√∂rns‚Äė Gedanken der Wahrnehmungsgestalten Gottes: ‚ÄěWelche Gotteswahrnehmungen dazu helfen, Gott zu verstehen, kann nicht vorweg entschieden werden ‚Ķ Das friedliche Zusammenleben der Religionen mit unterschiedlichen Wahrnehmungsgestalten Gottes ist vielmehr die neue integrale Gestalt von Religion, die es zu suchen gilt‚Äú (S. 234f).
Wir erleben bei J√∂rns also keinen ‚ÄěVerriss‚Äú von Religion und Glaubensformen, sondern ein religionsgeschichtlich bedachtes, glaub-w√ľrdiges und revidierbares Verstehen eigenen Glaubens unter den Bedingungen der Gegenwart.

 Reinhard Kirste

 Rz-Jörns-Update, 15.06.13 Creative Commons-Lizenz

Theologie der Befreiung – christlich und islamisch

Rz-Stosch-BefreiungKlaus von Stosch / Muna Tatari (Hg.): Gott und Befreiung.Befreiungstheologische Konzepte in Islam und Christentum.
Beiträge zur Komparativen Theologie, Bd 5.
Paderborn: Sch√∂ningh 2012, 285 S., Personenregister  
ISBN 978-3-506-77317-3 — 
Ausf√ľhrliche Rezension: hier


Kurzbeschreibung
Der hier vorliegende 5. Band aus der Reihe Beiträge zur Komparativen Theologie nimmt ein wichtiges Thema auf, das im Christentum und Islam eine herausragende Rolle spielt: Freiheit und Befreiung;
vgl. zur gesamten Reihe die Besprechung in ‚ÄěEin-Sichten‚Äú:
http://buchvorstellungen.blogspot.de/2012/02/zwischen-glaubesngewissheit-und-gewalt.html
Befreiung im Zusammenhang irdischer Gerechtigkeit und g√∂ttlicher Erl√∂sung ist in den Grundschriften des Christentums und des Islams fest verankert und ethisch normgebend. Die hier aufgenommenen Beitr√§ge befassen sich nicht nur mit geschichtstheologischen Hintergr√ľnden, sondern fragen vielmehr, wie unter den Bedingungen der Gegenwart im Islam und Christentum Theologie als Theologie der Befreiung sich artikulieren kann und muss.

Die Herausgeber, der Paderborner katholische Systematiker Klaus von Stosch und die Islamwissenschaftlerin Muna Tatari (beide am Zentrum f√ľr Komparative Theologie und Kulturwissenschaft der Universit√§t Paderborn), verweisen wie auch komptente VertreterInnen beider Religionen immer wieder auf das emanzipatorische Potential beider Religionen. Im Verlauf der Darstellung wird bei einigen AutorInnen mit geradezu systematischer Wucht deutlich, dass ein solch komparativ-interreligi√∂ser Ansatz aus der Einseitigkeit von Wahrheits- und Absolutheitsanspr√ľchen herausgef√ľhrt werden muss. Keine Position kann f√ľr sich also Deutungshoheit beanspruchen. So k√∂nnen, vielleicht sogar m√ľssen im Horizont des interreligi√∂sen Dialogs eigene theologische Positionen ver√§ndert werden. 

Wie unterschiedlich die theologischen Denkbewegungen und -konstrukte der einzelnen AutorInnen auch sind, man merkt, dass die ad√§quaten befreiungstheologischen und feministischen Auslegungsm√∂glichkeiten von Koran und Bibel noch keineswegs ausgesch√∂pft sind. Hier aber ist Weiterarbeit dialogisch-theologisch und praktisch-gesellschaftlich notwendig im Sinne der Option f√ľr die Armen und f√ľr ein konsequentes Engagement, das Gerechtigkeit f√ľr alle Menschen einleitet. Die Anst√∂√üe aus diesem Buch sollten darum keinesfalls nur dem innertheologischen Diskurs vorbehalten bleiben.

Reinhard Kirste

Rz-Stosch-Befreiung, 22.01.13

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Meister Eckhart – Philosophische Perspektiven und mystische Erkenntnis

Rz-Meister-Eckhart-Jahrbuch-11Meister-Eckhart-Jahrbuch 5 / 2011. (Rolf Schönberger und Stephan Grotz, Hg.):
Wie denkt der Meister? Philosophische Zugänge zu Meister Eckhart.

Stuttgart: Kohlhammer 2012, 198 S., mehrere ausf√ľhrliche Register
— ISBN 978-3-17-022016-4 —

Mit dem Meister-Eckhart-Jahrbuch pr√§sentiert die Meister-Eckhart-Gesellschaft die Ergebnisse ihrer Tagungen und wissenschaftlichen Forschungen nicht nur ihren Mitgliedern, sondern insgesamt einer an mittelalterlicher Mystik interessierten √Ėffentlichkeit. In diesem Jahrbuch werden besonders die philosophisch-interdisziplin√§ren Grenzg√§ngen Meister Eckharts Jahrbuch 5/2011 vorgestellt: Wie denkt der Meister?

Im Vorwort gehen die Herausgeber auf Desiderate der Eckhart-Forschung ein: ‚ÄěNoch unzul√§nglich sind ‚Ķ diejenigen Fragen gestellt und bew√§ltigt, die seine [Meister Eckharts] Denkweise betreffen und die f√ľr sie kennzeichnende Form ins Auge fassen ‚Ķ Wie verlaufen die Denkoperationen, die f√ľr ihn typisch sind, die ihn einerseits zu einer bedeutenden Gestalt des Neuplatonismus machen und ihm doch ein ganz eigenes Gepr√§ge geben?‚Äú (S. X). as vorliegende Jahrbuch versucht, diese L√ľcke zu f√ľllen.

Eine Reihe kompetenter Fachleute Meister Eckhart als eigenst√§ndigen Denker des christlichen Selbstbewusstseins vor. Das gilt besonders f√ľr seine ungew√∂hnlichen Auslegungswege gerade biblischer Texte hin auf die Erkenntnis der wahren Quelle: Christus.¬† In der “Sohnwerdung” des Menschen wird dieser mit Christus “eins”.

Es ist nicht ganz leicht, das “wahre Selbst” und sein nicht-dualistisches, d.h. sein All-Einheits-Denken bei Meister Eckhart zu erfassen. Wirkungsgeschichtlich und interreligi√∂s grenz√ľberschreitend steht ‚Äěder Meister‚Äú in der arabisch-philosophischen Aristoteles-Rezeption, die √ľbrigens der j√ľdische Philosoph Maimonides herausragend repr√§sentiert.

Wer sich intensiver mit dem philosophischen und theologischen Denkens Meister Eckharts, seiner geistig-verwandten Vorl√§ufer, Zeitgenossen und Nachfolger befassen will, wird mit diesem Jahrbuch bestens weitergef√ľhrt.

Reinhard Kirste

Creative Commons-Lizenz

Rz-Meister-Eckhart-Jahrbuch-11, 09.01.13

Mehr als Humanismus – eine “gl√§ubige” Ethik?

Der 1925 geborene belgische Jesuit Roger Lenaers versucht angesicht der Herausforderungen in der modernen Gesellschaft eine neue Ethik zu formulieren. Diese setzt sich von religi√∂s-kirchlichen Absolutheitsanspr√ľchen ab und bietet eine “hellsichtige Liebesethik” an, die das F√ľreinander und Miteinander in den Mittelpunkt stellt. Das Wesentliche sollte darum a-theistisch und verst√§ndlich f√ľr alle formuliert werden:

Roger Lenaers:
In Gott leben ohne Gott
Kleve: edition anderswo 2011
— Rezension hier —

Mit diesen √úberlegungen schreibt Lenaers seinen 2005 erschienen Band fort, in dem er angesichts der kirchlichen Erosionserscheinungen in der westlichen Welt eine schonungslose Analyse einer im Mittelalter steckengebliebenen Kirche vornimmt und sich f√ľr eine Neuformulierung des christlichen Glaubens einsetzt:

Roger Lenaers:
Der Traum des Königs Nebukadnezar.
Das Ende einer mittelalterlichen Kirche
Kleve: edition anderswo 2005
— Rezension hier —

 

Buch des Monats Juli 2011: Interreligiöse Interpretationsmuster im pluralistischen Europa

Auslegung sog. heiliger Texte stehen in einer pluralistisch gepr√§gten Welt unter den Auspizien der Globalisierung. Hermeneutiken, durchaus als Kunst der Auslegung verstanden, k√∂nnen sich nicht mehr auf nur eine Religion beschr√§nken, sondern brauchen komparative theologische Muster. Gerade ein ehemals theologisch dominierendes Europa (und mit ihm der Westen √ľberhaupt) muss umlernen. Interreligi√∂se Hermeneutiken auch als Re-Lekt√ľre heiliger Schriften sind Wegstationen hin zu neuen Theologien der Religionen – ges√§ttigt von den Begegnungserfahrungen der Menschen unterschiedlichen Glaubens. Arbeitskonzepte in dieser Richtung beschreibt das Buch:

David Cheetham / Ulrich Winkler / Judith Gruber (eds.):
Interreligious Hermeneutics in Pluralistic Europe.
Between Texts and People
Currents of Encounter, Vol. 40
Amsterdam / New York Rodopi 2011
— Rezension hier —

Annäherungen an den Koran РVielfalt neuerer Übersetzungen

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe deutscher Koran-Ausgaben und √úbersetzungen
(vgl. Wikipedia zum Koran insgesamt).

Zuweilen hat man den Eindruck, dass deutsche Verlage um die beste Übersetzung wetteifern. Sie versuchen dabei Authentizität im Blick auf das arabische Original und wissenschaftliche Korrektheit miteinander zu verbinden. Die Ergebnisse sind recht unterschiedlich.

Der Herder-Verlag hat 2009 mit der √úbersetzung von Ahmad Milad Karimi auch noch einen Islamwissenschaftler, Bernhard Uhde, f√ľr das Poetische des Koran betonende deutsche Ausgabe gewonnen.
Die vorliegende Rezension, verbunden mit einem Vergleich einiger Suren aus der Koranausgabe von Max Henning (Hugendubel 1999) bezieht sich auch auf die Ausgabe von Muhammad Asad (s.u.).

Der Patmos-Verlag ist einen anderen Weg gegangen (ebenfalls 2009). Er hat die englische Koranausgabe des ber√ľhmten Konvertiten Muhammad Asad, alias Leopold Weiss zusammen mit dessen Kommentar ins Deutsche √ľbertragen lassen. Herausgekommen ist eine sprachlich nicht immer ganz befriedigende, aber unter historischen Gesichtspunkten wichtige Ausgabe, deren Bedeutung durch Asads wenig orthodoxen Kommentar noch steigt (Rezension hier).

Nun ist auch die Koran-√úbersetzung von Hartmut Bobzin fertig (C.H. Beck M√ľnchen 2010). Im Interview beschreibt er seine Motivation und die Typik seiner √úbertragung ins Deutsche. — (Rezension hier)
Der Schriftsteller Stefan Weidner h√§lt sie trotz einer Reihe von Schwerf√§lligkeiten f√ľr die derzeit beste deutsche Koran√ľbersetzung, wie er in Qantara.de schreibt.

2009 kam eine weitere ausf√ľhrliche √úbersetzung heraus, der im Anhang noch weitere Beitr√§ge zu einem sachgem√§√üen Koranverst√§ndnis hinzugef√ľgt wurden: Ali √únal: Der Koran und seine √úbersetzung mit Kommentar und Anmerkungen, eine √úbertragung aus dem Englischen von Fatima Grimm und Wilhelm Willeke (Offenbach: Font√§ne 2009) — (Rezension hier)

Überhaupt lohnt ein Überblick der beachtlichen Zahl von Koranausgaben mit Hadithen, Kommentaren und Vergleichen von Bibel unbd Koran (Details hier), die hier in einer orientierenden Zusammenstellung präsentiert werden.