Bischof Hans Meiser

 

Nora Andrea Schulze:

Hans Meiser: Lutheraner – Untertan – Opponent. Eine Biographie.
(Arbeiten zur kirchlichen Zeitgeschichte B 81)

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2021.
635 Seiten, Illustrationen.
ISBN 978-3-525-51644-7

Dissertation LMU München.

99 €

 

Der bayerische Bischof Meiser im ‚Dritten Reich‘
und in der Bonner Republik

 

Kurz: Eine ausgezeichnete, aus den Archivquellen erarbeitete Biographie, die die Ambiva­lenzen des Hans Meiser (1881-1956) deutlich macht. Meiser führte als verantwortlicher und mit Vollmachten ausgestatteter Bischof die bayerische Landeskirche von 1933 bis 1955. Dem Nationalsozialismus bot er die Stirn, aber nur wenn es um seine lutherische Kirche ging. Sonst galt das lutherische: „Seid untertan der Obrigkeit!“

Ausführlich: Die lange erwartete Biographie eines der wichtigsten Vertreter einer der evan­gelischen Kirchen von Nora Andrea Schulze[1] ist endlich erschienen. [2]  Die Notwendigkeit einer gründlichen Forschung war 2004 manifest geworden in dem Streit um die angemes­sene Würdigung eines tatkräftigen Bischofs in der NS-Zeit anlässlich in Vorbereitung der Erinnerung an seinen 50. Todestages. Einer seiner Nachfolger, Johannes Friedrich, wollte zu einem Gedenkgottesdienst einladen, den er dann auf den Protest hin ‚Bedenkgottesdienst‘ nannte, dann schließlich ganz absagte. Meiser hatte man lange im Nachkriegsdeutschland zugeschrieben, er sei einer, der dem Nationalsozialismus die Stirn geboten habe, ohne die Ambivalenz dieser Haltung zu thematisieren,[3] während man in der Berliner Republik (also nach dem Demokratisierungsprozess, ausgelöst von den Achtundsechzigern, und zum Ende der Generation, die den NS noch aktiv erlebt hatte) andere Maßstäbe anlegte.[4] Diese Wertun­gen beschreibt NAS im Schlusskapitel (452-484). Besonderer Streitpunkt bildete eine Artikel­serie Meisers 1926 über die sog. Judenfrage. Meiser als Leiter des neugeschaffenen Männer­bundes ‚Predigerseminar‘ reagierte auf die Judenhetze des ebenfalls in Nürnberg veröffent­lichten nationalsozialistischen Stürmer, der das Christentum als „Judentum für Nichtjuden“ diffamierte. ‚Diffamierte‘ unter dem damaligen kulturellen Code, dass (1) das ‚das Juden­tum‘ für Kapitalismus, Städtertum, Kommunismus (und die verhasste Demokratie) stand, und (2) als Religion eine Mumie sei, die nach dem Exil (597-532 v.Chr.) und erst recht nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch die Römer 70 n.Chr. nur noch sinnlose Gesetze und Rituale verfolgte. Gegen diese habe Jesus protestiert und sei so zum Stifter einer neuen Religion und zum ersten Antisemiten geworden.[5] Meiser bestätigte die Vorurteile seiner Zeit, forderte aber das Eintreten für Juden in Bedrängnis. Man müsse die Mission an den Juden intensivieren und sie zu Christen bekehren. An diesem Punkt kam ein Begriff in die Diskussion: Wenn man den Juden keinen eigenen Weg zum Heil zugesteht, dann ‚löscht‘ man ihre Identität ‚aus‘: der eliminatorische Antijudaismus sei die gedankliche Vorbereitung der physischen Vernichtung des Antisemitismus. Ist das das Gleiche wie der Mord am Leben der Juden? Einige heutige Stimmen halten die Judenmission für die geistige Vorbereitung des Genozids. Das ist hier genau beschrieben und belegt, bes. 131-142. Das gehört noch zum Kapitel II. Positionierungen.

Der Streit um den Landesbischof D[6] Hans Meiser war auch der Anlass für den Auftrag zu dieser Dissertation. Als Mitarbeiterin in der Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschich­te an der LMU München hatte NAS die Zeit, sich durch die umfangreichen, bestens doku­mentierten Quellen durchzuarbeiten.[7] Es ist ihr gelungen, ein faires Bild der ambivalenten III. Entscheidungen in der NS-Zeit (156-357) und IV. Weichenstellungen (358—451) beim Aufbau des demokratischen Staates zu zeichnen. Sie beschreibt das ganze Leben, nicht den Ausschnitt der NS-Zeit, eine wichtige Entscheidung für Prinzipien und Brüche eines Lebens. So beginnt sie nach einer Rechenschaft über Methoden und das historiographische Genre der Biographie (13-25) mit I. Prägungen vom Elternhaus (mit einem katholischen Vater!) bis zum Studium und Vikariat, einschließlich der Partnerwahl (26-75). Es folgen II. Positionierungen in der Inneren Mission, des Lazarettgeistlichen im Ersten Weltkrieg und Gemeindepfarrers, dann dem Aufbau des Predigerseminars in Nürnberg (76-155). Den Entscheidungen und Weichenstellungen folgt dann V. Wertungen 452-484 mit dem eben skizzierten Streit unter dem Titel ‚Demontage‘. Dem Buch beigegeben sind zahlreiche Abbildungen, vielfach allerdings Schriftstücke. Außer dem sehr umfangreichen Quellen- und Literaturverzeichnis, das auf über 50 Seiten den Umfang der Forschung belegt, führt NAS im Personenregister knapp die Lebensdaten und Funktionen der behandelten Personen ein (noch einmal 50 Seiten) und ein Institutionen-, Orts- und Sachregister. Insgesamt eine umfassende Biographie, die ihre wohl abgewogenen Wertungen so präsentiert, dass man die Argumente gut überprüfen kann, sine ira et studio.[8] Im Bereich der Kirche standen ganz andere Werte und Institutionen auf dem Spiel als beispielsweise in der Wirtschaft oder in der Wissenschaft der Zeit. Meiser war täglich zu Entscheidungen gezwungen und jede war riskant. Meiser hielt sich strikt an die lutherische Orthodoxie. Mit der Zwei-Reiche-Lehre konnte er sich gegen Eingriffe des Staates in geistliche Angelegenheiten wehren, er sah sich andrerseits mit Paulus, Römer 13 verpflichtet, jeder Obrigkeit Gehorsam zu leisten und ohne Abstriche Loyalität zum Staat zeigen. Das Luthertum hat nie eine echte Widerstandslehre entwickelt; es passte zu den autoritären Strukturen des Kaiserreiches, schloss Demokratie aber aus[9] und blieb eine starke Stütze in der Akzeptanz des NS, obwohl der „fromme Volksaufstand“ eine der deutlichsten innenpolitischen Misserfolge des NS darstellte (179-190), als Hitler und Kirchenminister Kerrl ihren Versuch, Meiser aus dem Amt zu drängen, abbrechen mussten, weil ihnen das die Akzeptanz gekostet hätte, nicht nur in Bayern. Selbst im Krieg unterstützte Meiser die NS-Herrschaft, intervenierte im Einzelnen gegen Willkürakte, aber weigerte sich z.B. den ‚Laienbrief‘ zu veröffentlichen, der die Ermordung der Juden in der Öffentlichkeit bekannt machen sollte.[10]

Beim Aufbau der BRD zeigte sich Meiser als Spalter einer handlungskräftigen EKD, indem er die Zusammenarbeit mit den nicht-lutherischen Kirchen torpedierte zugunsten einer lutheri­schen Front. Befremdlich war sein Eintreten für die Elite des Nationalsozialismus, wenn er sie für Christen hielt, und zeigte sich empört über die Maßnahmen der Alliierten, alle Deut­schen auf ihre Nazi-Beteiligung zu überprüfen. Zwar beteiligte er sich an Schuldbekenntnis­sen, aber immer in sehr allgemeiner Form und vor allem gegenüber ausländischen Kirchen, auf deren Hilfe die deutschen Kirchen angewiesen waren. Nach dem NS setzte Meiser den Mythos in die Welt, dass nach dem Sieg im Zweiten Weltkrieg, in dessen Schatten die Juden vernichtet wurden, die Nationalsozialisten auch Christen und die Kirchen hätten vernichten wollen. Dafür hatte Meiser einen exzeptionellen, aber nur materiellen Beleg. In München hatten nämlich die Stadtplaner den Neubau der U-Bahn so geplant, dass sowohl die Haupt­synagoge als auch die evangelische Hauptkirche, die Matthäuskirche, dafür abgebrochen werden müsste. Meiser willigte ein unter der Voraussetzung, dass der Neubau an ebenfalls herausragender Stelle vom Staat bezahlt werde. Dazu kam es nicht mehr während des Krieges. Dieses Vorkommnis, das Meiser immer wieder anführte für einen Generalangriff des NS auf die Kirchen, war ein Einzelfall und hätte wohl auch verhindert werden können.[11]

Die Wende von der anekdotischen und autobiographischen, rückblickend sich selbstentlastenden Kirchenkampferzählung zur Forschung aus den Archiven war die Dissertation von Leonore Siegele-Wenschkewitz, auf der das Standardwerk von Klaus Scholder beruht. NAS hat eine umfassende Archivforschung betrieben. Da fällt ein Urteil heraus, dass Meiser ‚ab da Hitler für einen Dummkopf hielt‘ (189). Das ist anekdotische Evidenz, weil sie auf einem Interview mit dem jüngsten Sohn Meisers beruht, also aus zweiter Hand und nach dem Streit von 2004. Interviews sind bedeutend für Hinter­grundeinschätzungen, aber haben nicht den Wert einer Archivquelle.

Ein Beispiel sei genannt dafür, dass noch vieles genauer zu erforschen ist. Bei meiner Unter­suchung über ein zentrales Projekt des Nationalsozialismus, die Deutsche Schule,[12] zeigte sich, (1) dass die alten Staatsverträge den Kirchen ein bedeutendes Vorrecht eingeräumt hatten, das im Konkordat etc. bestätigt worden war. (2) Trotz intensiver Entwürfe und Absprachen zwischen den Ministerien scheiterte das Unternehmen kläglich, weil (3) die unterschiedlichen Interessen und die Angst Hitlers, die Unterstützung der Kirchen zu ver­lieren, das Schulgesetz verhinderte.[13] Nur die wenigen NS-Eliteschulen waren Institutionen außerhalb der staatlichen Schulen. An diesem Beispiel wird deutlich die Polykratie[14] im NS, die auch in dieser Biographie immer noch als einheitliche, antichristliche Weltanschauung verstanden wird. Wenn man die verschiedenen Parteiungen innerhalb des NS mit ihren unterschiedlichen Haltungen zur Religion erkannt hat (vom ‚positiven Christentum‘, Anti­semitismus, Antiklerikalismus, arischem Christentum bis zum Atheismus und Materialis­mus),[15] kann man auch untersuchen, mit wem in der NS-Elite Meiser Zusammenarbeit pflegen wollte und welches Christentum die Verbindungen mit dem Staat oder Partei am besten garantierte. – Weiter ist nur angedeutet, warum Meiser nicht eine solidarische Strategie mit den in Bayern traditionell mächtigen Katholiken einging. Nur an wenigen Stellen ist das Thema angesprochen ohne rechte Belege.[16]

ANS ist eine hervorragende Biographie gelungen, für die sie zum einen enormes Archiv­material durchgearbeitet hat und in lesbarer Form präsentiert, zum anderen sich bemüht, den Ambivalenzen des streitbaren Mannes gerecht zu werden und seinen Kurs im National­sozialismus beschreibt wie auch den Spalter im Neuaufbau der Kirchen. Die Forschungen von NAS zur Biographie Meisers sind Basis und Grundlage für weitere Forschungen und vor allem Vergleiche mit anderen Persönlichkeiten der Zeit.

 

Bremen/Wellerscheid, September 2021

Christoph Auffarth

Religionswissenschaft,

Universität Bremen

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[1] Nora Andrea Schulze ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgemeinschaft für kirchliche Zeitgeschichte der Evangelischen Kirche, angesiedelt an der LMU München am Lehrstuhl für Kirchengeschichte II (Harry Oelke). Dr. Nora Andrea Schulze – Kirchliche Zeitgeschichte (kirchliche-zeitgeschichte.info) (20.09.2021). Im Folgenden kürze ich ihren Namen ab mit den Initialen NAS.

[2] Das spiegelt sich auch im Wikipedia-Artikel wider, ohne den Grund für den Streit recht erklären zu können. Auch wissenschaftlich war der Dissens deutlich, dazu Harry Oelke; Berndt Hamm; Gury Schneider-Ludorff (Hrsg.): Spielräume des Handelns und der Erinnerung. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und der Nationalsozialismus. (Arbeiten zur kirchlichen Zeitgeschichte B 50) Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2010.

[3] Eine Dokumentation wie die in Württemberg für den älteren Bischof Theophil Wurm (Hrsg. von Schäfer) hat die Bayerische Landeskirche zu lange unterlassen und sich auf die von Heinrich Herme­link von 1950 verlassen. Auch die Quellensammlung von Schulzes Kollegen Karl-Heinz Fix 2021 kommt bei weitem nicht an die Dokumentationen anderer Landeskirchen heran, s. Rez Auffarth, Karl-Heinz Fix (Hrsg.): Zustimmung – Anpassung – Widerspruch: Quellen zur Geschichte des bayerischen Protestantismus in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft … [Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte: Reihe A: Quellen) 2021 https://blogs.rpi-virtuell.de/buchempfehlungen/2021/04/27/fix-zustimmung-anpassung-widerspruch/ (27.4.2021).

[4] In München wurde die Umbenennung der Meiserstraße parallel vollzogen mit der von-Trotha-Straße. Lothar von Trotha war der General, der in Namibia 1904/05 befohlen hatte, eine/einen jede/n Herrero zu erschießen, der/die sich, um sich vor dem Verdursten zu retten, einer der wenigen Wasserquellen näherte. Zu Recht spricht man von einem Genozid. Das ist keine Rechtfertigung, einen verantwortlichen Täter eines Genozids mit Meisers Verhalten zu vergleichen, dem man vielleicht unterstellen kann, er habe mit seinem Verhalten nicht genug getan, um den Genozid an den Juden zu verhindern.

[5] So (etwas zugespitzt) das Ergebnis des hoch geachteten Professors für Neues Testament Adolf Schlatter in dem für die große Verbreitung gedruckten Heft: Wird der Jude über uns siegen? Ein Wort für die Weihnachtszeit. Freizeiten-Verlag 1935. Da war Schlatter 83 Jahre alt.

[6] Das D (ohne Punkt) vor dem Namen bedeutet im Unterschied zu einem Dr. (phil., med., rer.nat.) den theologischen Doktortitel, der in lateinischer (Antiqua) Schrift, nicht in Fraktur geschrieben wurde.

[7] Ein Forschungsbericht von NAS: Das Verhalten des bayerischen Landesbischofs Hans Meiser in der NS-Herrschaft. In: Blätter für Württembergische Kirchengeschichte 119/120(2019/20), 301-312.

[8] Den Grundsatz des römischen Historikers Tacitus, dass man weder aus Zorn noch aus Zuneigung Geschichte schreiben solle, hat Tacitus selbst auf der Oberfläche vermieden, aber seine sarkastischen Seitenbemerkungen zeigen seine Parteinahme.

[9] Keine Widerstandslehre: s. Auffarth, Die Reformation legt die Grundpfeiler für die modernen Rechte des Individuums. John Witte: Reformation und Recht. Rechtslehren der lutherischen Reformation. 2014; John Witte: Die Reformation der Rechte. Recht, Religion und Menschenrechte im frühen Calvinismus 2015. In: http://blogs.rpi-virtuell.de/buchempfehlungen/2016/06/06/john-witte-reformation-und-recht/ (6.6.2016). Der Weimarer Demokratie erwiesen die Protestanten keine Loyalität, weil sie „gottlos“ sei. Vgl. Auffarth: Dem Staat gehorsam – mehr als Gott? Die bayerische evangelische Landeskirche in der NS-Zeit. Karl-Heinz Fix (Hrsg.): Zustimmung – Anpassung – Widerspruch: Quellen zur Geschichte des bayerischen Protestantismus in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft … [Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte: Reihe A: Quellen) 2021 https://blogs.rpi-virtuell.de/buchempfehlungen/2021/04/27/fix-zustimmung-anpassung-widerspruch/ (27.4.2021).

[10] Da als Juden auch Christen definiert wurden und damit ermordet wurden, war das die ureigene Aufgabe der Kirchen, das zu verhindern. Taten sie aber nicht. Der „Münchner Laienbrief“ machte das in aller Deutlichkeit bekannt. Meiser weigerte sich, den Brief zu veröffentlichen. Präzise recherchiert in: Eberhard Röhm/Jörg Tierfelder (Hrsg.): Juden – Christen – Deutsche. Band 4/II. Stuttgart: Calwer 2007, 283-309.

[11] 208-212. „Erst nach dem Zweiten Weltkrieg führte Meiser den Abriss der Matthäuskirche auf ‚den unerbittlichen Befehl des Führers“ zurück und führte aus, daß die [Matthäus-] Kirche „für die damaligen Machthaber […] ein Stein des Anstoßes war, und daß ihre Beseitigung nur ein Schritt weiter auf dem Vernichtungsfeldzug gegen die Kirche überhaupt sein sollte.“ 212 mit Anm. 421.

[12] Auffarth: Parteiungen im Totalitarismus: Christenheiten und Ideologien im „Dritten Reich“. In: Ansgar Jödicke; Carsten Lehmann; Christian Meyer (Hrsg.): Religion, Partei, Parteiung – Komparative Perspektiven auf dem Weg zu einem Grundbegriff religionswissenschaftlicher Forschung. [= Themenheft der] Zeitschrift für Religion, Gesellschaft und Politik (Hrsg. von Gert Pickel und Annette Schnabel) 2021, im Druck.

[13] Heinrich Himmler, der als einziger aus der NS-Führung aus der (katholischen) Kirche ausgetreten ist, bestätigte das alte Schulgesetz, dass alle Lehrer gläubig sein müssten. Allerdings sei damit nicht notwendig christlich gemeint. Deshalb wurde die Konfessionszugehörigkeit „gottgläubig“ eingeführt.

[14] Gegen die These von der Führer-Diktatur hat Reinhard Bolmus, Das Amt Rosenberg 1970, ²2006 das Modell der Polykratie entwickelt. Hitler delegierte Eingriffe in die bestehenden Staatsverfahren an verschiedene Stellen in Regierung und Partei, ließ sie gewähren, bis er dann Konflikte durch ein Machtwort löste.

[15] Christoph Auffarth: Drittes Reich. In: 20. Jahrhundert. Hrsg. von Lucian Hölscher, Volkhard Krech. (Handbuch der Religionsgeschichte im deutschsprachigen Raum, Band 6/1) Paderborn: Schöningh 2015, 113-134; 435-449.

[16] Erst nach der Kapitulation 1945 sprachen sich Meiser und Faulhaber ab: 369. 402f.

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