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Die Geburt der mediterranen Welt

Cyprian Broodbank: Die Geburt der mediterranen Welt. Von den Anfängen bis zum klassischen Zeitalter.


München: Beck 2018. Aus dem Englischen von Klaus Binder und Bernd Leineweber.
951 Seiten, 32 nicht gezählte Seiten: Illustrationen, Karten.

ISBN 978-3-406-71369-9.  € 44.00

Die Entstehung der Mittelmeerwelt

 

Kurz: Von Eiszeiten, Warmzeiten, bis vom Meer nur noch Pfützen übrig blieben, von Menschen, die in dieser riskanten Landschaft rings ums Meer ihr Leben meisterten, als Nomaden („Vorratshaltung auf vier Beinen“), als Bauern Getreide züchteten, in Städte zusammenzogen, das Risiko wagten, übers Meer zu segeln, Handel zu treiben, Paläste bauten: aus der Tiefe der Zeit bis zu den Großreichen Ägypten und Meso­pota­mien und den „tausend Blumen“ der Entwicklungsmöglichkeiten, „aus der Tiefe der Zeit“, bis zu der dichten, dynamischen und herausfordernden, hier kargen, dort üppigen Diversität der Mittelmeerwelt der klassischen Zeit. Ein Archäologe malt ein überaus detail­reiches, spannendes Gemälde der Vor- und Frühgeschichte bis etwa 500 v.Chr.

Ausführlich: Die Mittelmeerwelt ist ein außerordentlich vielfältiger und reicher Kosmos. Das Meer ist keine Grenze oder unüberwindliche Trennung, sondern die Menschen haben es gelernt, dieses Meer als ihr Verbindungsmittel zu nutzen. Die Flüchtlinge vor Kriegen, Klimaveränderung, Ausbeutung ihrer besten Ressourcen wagen sich auf diesen ‚flüssigen Kontinent‘ und erleben seine schnellen Wetterwechsel.[1] Aber die Besonderheit des Mittel­meeres ist nicht immer so gewesen, sondern geworden und mensch­liches Handeln (the making of) [2] spielt dabei eine wichtige Rolle.[3] Das ist das Thema dieses Buches von Cyprian Broodbank.[4] Also nicht nur die Besonder­heit der klimati­schen Verhältnisse und die Umwelt, sondern vor allem, wie Menschen sich in dieser ebenso chancenreichen wie riskanten Umge­bung ihre Lebenswelt aufbauten und welche Rolle das Meer, die Meisterung des Meeres durch Fischfang und Suche nach neuen Lebensmöglich­keiten spielte. Oder warum es an seiner Südküste in Nordafrika so wenig Bäume und Vegetation gibt, während an seiner Nordküste reiche Vegetation wächst.

Die beiden älteren Klassiker begrenzten ihre Fragestellung: (1) Fernand Braudel (1902-1985) rekon­stru­ierte von Philipps II. Regierung im 16.Jh. ausgehend (dem Kaiser der beiden Spani­en, auf der iberi­schen Halbinsel und Neuspaniens in Lateinamerika und Kaiser des Deut­schen Reiches), die Vergangenheiten in drei Ebenen: Ereignisse an der Oberfläche wie Schlachten, Heiraten und Verträge, Konjunkturen auf der mitt­leren Ebene wie Mittelmeer­handel und sehr lang­same und tiefgreifende Veränderungen (longue durée), etwa wie Flüsse und Bergpässe Handelsrou­ten leiten.[5] (2) Die ‚romantische“ Idee von der „Einheit der  Mittel­meerwelt“,[6] die Braudel etwa an der Grenze definierte, wo Ölbäume wachsen, wohl auch die koloniale Idee vom Frankreich, das das Meer übergreift und weit nach Afrika aus­greift.[7] Diese ‚Einheit‘ stellen Horden & Purcell in Frage und beschreiben als das Besondere die drei Kriterien: Frag­mentierung – Risiko/Chance – Kon­nek­tivi­tät. Ihrer Beschrei­bung des Mittelmeeres fehle jedoch die genaue Tiefe, so CB, lobt aber ihre Charakterisierung der Frag­mente und wie die Menschen damit umgehen, das Risiko suchen und so wieder Verbindun­gen schaffen. Ihre Darstellung geht bis zur Moderne; das islamische Mittelmeer ist ein Teil ihrer Beschreibung. Die ist bei CB nicht mehr berück­sich­tigt. So bleibt dieser zweite Klassiker ein Meisterwerk, das man neben diesem neuen Klassiker von Broodbank lesen muss. Das Mittelmeer, das Horden & Purcell beschreiben, gibt es seit etwa 5000 Jahren. Broodbank beginnt hingegen tief in der Erd­geschichte und zeichnet ein Panorama der Klimage­schich­te von den Urmeeren (Thetys) bis vor die Klassische Zeit Griechen­land, die Seeschlacht von Salamis 480 vChr. Das ist außerordentlich interes­sant, wenn wir vom Klimawandel sprechen, mit CB weit in die Klimageschichte hinabzu­steigen. Welche massiven Verän­de­rungen von den Eiszeiten bis in die Antike haben diese ‚Mitt­lere See‘ und ihre Küsten durch­gemacht! Karten der Küsten­linien, die sensationelle Karte vom Mittelmeer als Salzwüste mit ein paar Wasserpfützen in der ‚Messinischen Salini­tätskrise‘ (S. 105: vor etwa 5,9 Mio Jahren) und die Rückkehr des Wasserschwalls allein aus der Enge von Gibral­tar, viel später dann entstand das Schwarze Meer. Die Eiskerne der Arktis und die Bohrkerne in die Erdschichten bilden das Archiv und Gerüst für die Rekonstrukti­on der eiskalten wie der war­men Zeiten der Großregion, in die dann die Surveys,[8] Ausgra­bungen und Unter­wasser-Sondierungen eingeordnet werden können.[9]

Nach dem einleitenden Kapitel zu Vorgängern und Methoden der Forschung (17-65) begibt sich CB zu den Anregenden Orten (67-104), wo sich aus dem Urmeer Tethys das Mittlere Meer bildete, indem sich die afrikanische Platte unter die eurasische schiebt: an den Rändern ständig Erdbeben und Vulkane. Die Inseln als Gipfel von aufgefalteten Hochgebirgen von 4500 m Tiefe hinauf zu bald 3000 m der kretischen Berge übertreffen an Höhe die Alpen­gipfel. Für die Südküste ‚Nordafrika‘ gibt es eine auffällige Überlieferunglücke (45). Aber Nordafrika entwickelt sich völlig anders als der Osten (die ‚Levante‘) und die vielen Land­schafen der Nordküste. Dort gibt es nie ein höher gewachsenes Pflanzenkleid von Bäumen. Der Rückzug des Monsuns (‚Regenzeit‘) nach Süden macht aus der lebensreichen Sahara eine Wüste und die Sahelzone südlich davon folgt gerade. Felsbilder dokumentieren noch den Lebensreichtum. Kapitel 3 Das Meer, das zwei Menschenarten schuf (143-185) beginnt mit der Trennung der Menschenarten: Längere Zeit leben Homo sapiens und Neandertaler neben­einander. – Kapitel 5 Schöne neue Welten (187-259: für die Zeit 10 000 – 5 500) beginnt mit der Insel Zypern, die zuvor unbesiedelt war: Für die mindestens 70 km Entfernung vom türki­schen Festland braucht es Schiffe. Das Meer wird zum Meer der Mitte, bildet nicht mehr eine Barriere. Da geschieht die ‚Kernexplosion‘, die Hotspots für den ersten Ackerbau und die Domestizierung von Tieren: Man ist nicht mehr auf den zufälligen Überschuss angewiesen, den die wenigen kleinen Körner des Getreides vielleicht für das nächste Jahr abwerfen. Man kann Vorräte anlegen, sicher das Saatgut für das nächste Jahr, dann auch für Handwer­ker und Jäger das Getreide, die nicht selbst für ihre Lebensmittel sorgen können.

Das Buch schenkt einem einen langen Leseweg mit vielen anschaulichen Abbildungen. Lang muss er sein, um die vielen besonderen Entwicklungen und Nicht-Entwicklungen nebenein­ander skizzieren zu können. Nie hält sich CB an einem Ort länger auf, aber die Skizzen sind kenntnisreich und bieten immer das Beispiel für die Unterstützung oder Differenz zum Argument einer bestimmten Entwicklung.

Das ‚lange‘[10] dritte Jahrtausend bildet einen zentralen Entwicklungsschub (Kapitel 7, 327-446): Zwischen Teufel und blauem Meer. Meisterhaft erzählt, stellt CB den Anfang mit zwei Männern: Den bei der Alpenüberquerung erschöpft gestorbenen Ötzi und den ersten ägyp­tischen Pharaonen: Die ersten Großreiche entstehen entlang den Flussoasen im regenarmen Ägypten und Mesopotamien mit ihren Zentral­admini­strationen und wechselseitigen Über­höhungen von Herrschaft und Götterwelt. Und gleichzeitig, aber nicht abhängig davon, die Entwicklung mediterraner Gemeinschaften um maritime Handelsfamilien herum. Wieder verwirft CB die Vorstellung einer Entwicklung, die auf geradem Wege auf die (beispiels­weise) minoische Kultur auf Kreta zusteuert, sondern betont die Vielfalt der Entwicklungen und sein Horizont ist nicht begrenzt auf einen vorgeblichen ‚Sonderfall Ägäis‘ (414). Gerade in den iberischen und italienischen Ausgrabungen lese ich vieles, was ich aus anderen Dar­stellungen nicht kannte (wie ich überhaupt beim Studium des Buches ein ganzes Heft an Notizen sammelte). Der Abschnitt ‚Zivilisierende Prozesse‘ beschreibt, wie sich allmäh­lich Regeln des Ineinandergreifens von individuellen Handlungen zum Vorteil für das ge­mein­schaftliche Leben in Großgesellschaften herausbilden und zu Gewohnheiten werden.

Kapitel 8 (447-575) Prunk und Pomp 2200 – 1300 v.Chr. Das Jahrtausend der Bronzezeit gilt als der Höhepunkt der mittelmeerischen Kulturen mit Ägyptens Mittlerem Reich, den Palast­kulturen von Avaris im Nildelta (501-512), Ebla (ebenso knapp wie informativ hervorgeho­ben und die aussagekräftige Luftaufnahme Tafel xxv), Ugarit, Hattuša, den kretischen Paläs­ten, San­to­rin (mit dem Stand der Diskussion zum Ausbruch des Vulkans und dessen Aus­wir­kun­gen 483f), Mykene, das Schiff, das mit seiner vielfältigen 15 000-teiligen Fracht vor Uluburun gesunken ist (523-528). Palast definiert CB nicht als Königspalast, sondern auch die Möglichkeit, dass eine Elite ein gemeinschaftliches Zentrum für ihre religiösen und öko­nomische Aktivitäten bündelte in einer Prestigearchitektur und Spezialisten für Luxus­produkte (palast-städtisches Wirtschaften 461f). Mit der Bemerkung von Braudel sich ausein­andersetzend, das könnte nur das allerdünnste Blattgold sein, verweist er auf die ländlichen  Gemeinschaften, die nicht primitiv und unterentwickelt erscheinen (besonders in Israel inten­siv erforscht).

Kapitel 9 wird das sein, an dem sich die meiste Kritik entzünden wird: der Untergang der Palast­kulturen der Bronzezeit und das, was lange als die Dark Ages oder ‚dunklen Jahrhun­derte‘ genannt wurde, weil zwischen 1200 und 800 wenig archäologische Zeugnisse und keine Schrift vorlag. Das hat sich ganz erheblich verändert, aber das Bild ist nicht einfach zu deuten. Schon in der Wahl der Epoche von 1300 – 800 macht CB deutlich, dass er schon im letzten Jahrhundert der Palastzeit die Veränderungen erkennt, die die Zeit nach den Palästen bestimmen wird: Die Vorteile des Eisens gegenüber der Bronze, der ‚weniger risikoscheue Handel‘, die von viel mehr Verbrauchern nachgefragte Handelsware unterhalb des modi­­schen Luxussegments. Die Vogelperspektive ist wertvoll, wird aber nicht immer dem Detail gerecht. Die Darstellung eines Pharaos, der mit Pfeilen auf einen Kupferbarren schießt, hat eine ganz andere Bedeutung, als einen frustrierten Monarchen, der so vermeint­liche Feinde erledigt (613). Vielmehr erweist der alternde Monarch seinem Volk zum dreißig­jähri­gen Thronjubiläum, dass er noch über seine Stärke verfügt; das Motiv ist in der Odyssee auf­genommen mit dem Schuss des Odysseus durch 12 Beile, als er nach zwanzig Jahren in sein Haus zurückkehrt.[11] Unscharf ist auch, was CB über den Aufstieg Jhwhs in Israel behaup­tet.[12]

Fazit: Ein phantastisches Buch, das die Geschichte einer ganz besonderen Region plastisch vor Augen führt durch gut aufbereitete Photos und Zeichnungen, vor allem aber einem glänzend argumentierenden Text: Wie hat der auch von Menschen gemachte Klimawandel die Region verändert und wie antworten wieder die Menschen und Tiere darauf? An vielen Stellen verschieden, aber auch voneinander lernend, vor allem seit das Meer nicht mehr Barriere, sondern mutige Seefahrer – allen Tücken der Stürme zum Trotz – Verbindungen übers Meer möglich machten. Die Übersetzung wagt mutig die Zielsprache Deutsch[13] und trifft sicher die Schreibweisen der vielen Namen. Das Buch ist einerseits ein Handbuch und Führer durch all die vielen lokalen Ausgrabungen und CB führt sie zusammen zu einer Global-Geschichte ‚aus der Tiefe der Zeit‘ bis in die Klassische Zeit. Dabei sind die Ausgra­bungen auf der Iberi­schen Halbinsel, die sehr kargen Befunde aus Nordafrika die Vervoll­ständigung des Bildes, das vielfach durch die Forschungen über Ägypten, Mesopotamien, Israel und die Ägäis geprägt ist: Einerseits Ein­zig­artigkeit, andererseits Gegensätzlichkeit, jedenfalls Vielfalt. Erst durch ein vollständiges Bild kann man den Sonderfall erkennen und bewerten. im letzten (10.) Kapitel beschreibt CB, wie das Mittelmeer interaktiv zusammen­wuchs, so dass man von da an von einem kulturellen Ganzen sprechen kann (776). Die lange Reise durch den Raum rund um das und mitten im Mittelmeer ist lohnend, überraschend oft, wunderbare Plätze, in brütender Hitze und erfrischendem Sprung ins Wasser. Geführt wird man von einem, der sich in der ganzen Region auskennt, in den Bibliotheken mit den Ausgrabungsberichten und offenbar auch die Orte besucht und die Ausgräber gesprochen hat. Kauf Dir das Buch und reise an die schönsten Orte!

  1. Juni 2019Christoph Auffarth

    Religionswissenschaft
    Universität Bremen………………………………………………………………………………………………………………………….

[1] Unter diesem Titel (the liquid continent) ist angekündigt die Fortsetzung des grandiosen Buches von Peregrine Horden; Nicholas Purcell: The corrupting sea. Oxford: Blackwells 2000. Siehe meine Forsch­ungs­berichte (1) [Mittelmeerforschung in der] Religionswissenschaft, in: Mahram Dabag; Dieter Haller; Nikolas Jaspert; Achim Lichtenberger (Hrsg.): Handbuch der Mediterranistik. Systematische Mittelmeer­forschung und diszi­plinäre Zugänge. (Mittelmeerstudien 8) München: Fink 2015, 417-430.
(2) Das Mittel­meer als handelnde Person der Geschichte: Wie die klimatisch-geographische Lebens­welt Menschen und Religionen prägt. [Rezensionsaufsatz zu] Richard Faber; Achim Lichtenberger (Hrsg.): Ein pluri­verses Universum. Zivili­sationen und Religionen im antiken Mittelmeerraum. (Mittelmeer­studien 7) München: Fink; Paderborn: Schöningh 2015, in Zeitschrift für Religionswissenschaft 24 (2016), 213-220.

[2] Der Originaltitel von Cyprian Broodbank lautet The making of the Middle Sea. A history of the Medi­terranean from the beginning to the emergence of the classical world. London: Thames & Hudson = Oxford: Oxford University Press 2013. Die englische Ausgabe ist noch opulenter ausgestattet, so enthält Kapitel 10 beispielsweise 30 Abbildungen, währen die Originalausgabe 48 hat.

[3] Zur Metapher „Geburt“, die im deutschen Titel verwendet wird, s. Auffarth, Geburten und Geschwi­s­ter: Peter Schäfer: Die Geburt des Judentums aus dem Geist des Christentums 2010. http://buchempfehlungen.blogs.rpi-virtuell.net/2010/08/19/die-geburt-des-judentums-aus-dem-geist-des-christentums-von-peter-schafer/#comment-79 (19.8.2010).

[4] Im Folgenden abgekürzt mit den Initialen CB. CB, geboren 1964, ist seit 2014 Professor für Archäo­logie in Cambridge, vorher in London. Hochgelobt und ausgezeichnet sein erstes Buch An island archaeology of the early Cyclades. Cambridge: Cambridge University Press 2000.

[5] Braudel: La mediterranée et le monde méditeranéen à l’epoque de Philippe II. Paris 1949 (Nachdem Braudel in Algerien gelebt hatte, schrieb er, so heißt es, das Buch in Kriegsgefangenschaft in Lübeck. Die drei Bände erschienen 1949, eine deutsche Übersetzung erst bei Suhrkamp, Frankfurt am Main 1990. 

[6] „Romantisch“ CB 21.

[7] Manuel Borutta: Braudel in Algier. Die kolonialen Wurzeln der „Méditerranée“ und der „spatial turn“. In: Historische Zeitschrift 303 (2016), 1-38.

[8] Surveys sind eine Methode der Untersuchung, bei der im Abstand von einigen Metern Archäologen mit geübtem Auge mehrere Quadrat-Kilometer durchstreifen und Scherben, Spuren von Siedlungen suchen, die dann genauer untersucht werden. Unbebaute Regionen werden aber immer seltener (S. 40). 

[9] Vernichtende Kritik an dem (auch unter Archäologen umstrittenen) Colin Renfrew, der anhand zu weniger Kriterien umfassende Annahmen über Emergence of civilization behauptete (S. 28). CB forscht an der gleichen Region, den Kykladen. Sonst im Buch hält sich CB eher mit Kritik zurück.

[10] Die Zeit von 4500-2500 v.Chr., also eigentlich zwei Jahrtausende. In der Geschichtswissenschaft ist es üblich geworden, Epochen in Jahrhunderte zu untergliedern, die aber nicht mit den hundert Jahren genau enden. So beginnt das ‚lange‘ 19. Jahrhundert mit der Französischen Revolution 1789 und endet mit dem Ersten Weltkrieg 1914/18. Das ‚kurze‘ 20. Jahrhundert 1914 bis zum Ende des Kommunismus 1989.

[11] Christoph Auffarth: Der drohende Untergang. (RGVV 39) Berlin: De Gruyter 1991, 502-523, einen Aufsatz von Walter Burkert weiterführend.

[12] Zur Joschianischen Kultreform Ende des 7. Jahrhunderts s. Michael Pietsch 2013. Das babylonische Exil, ein grundlegendes Datum für Israels Geschichte, fehlt. Die deutsch­sprachige Forschung ist unterrepräsentiert.

[13] Beispiel: The later nickname tubs (514) – übersetzt: mit ihrem Spitznamen ‚Pötte‘ genannt (674). In dem umfangreichen Buch fand ich kaum einen Fehler, keinen nennenswerten. In der Bibliographie folgt man dem amerikanischen System, van Dommelen (u.a.) unter V, statt europäisch unter D einzu­ordnen. Ein hervorragendes Lektorat und Übersetzerteam Klaus Binder und Bernd Leineweber. Zur Bindung: Stabiler Festeinband, keine Fadenheftung. Das ist nicht zu ersetzen. Aber: Das Buch ist auch nach dem gründlichen Durcharbeiten nicht zerlesen. Also gute Qualität.

 

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