Survmetrics: Gut designte, aber teure Umfragesoftware

Homepage: http://www.survmetrics.com

Vergleichbares Tool: Umfragen über Nextcloud (ELKB Cloud), Polleverywhere, Surveymonkey

Zweck: Umfragen, die später beantwortet werden können

Kosten: kostenlos im Basispaket (Einschränkung: kein Export), nur 8 Fragetypen

Registrierung für Ersteller: Notwendig, über Google und viele andere Dienste möglich

Registrierung für Schüler: nicht notwendig

Sprache: Englisch

System: Browserbasiert

Vorteile: Sehr leichte Umfragenerstellung.

Nachteile: Die Hintergrundbilder können nicht selbst hochgeladen werden. Auswahl sehr eingeschränkt. Der Export von Daten kostet. Unklare Situation beim Datenschutz (Server in USA)

Praktisch angewendet:

Ich wollte das Wissen zu Jesus abfragen. Das Design der Fragen ging sehr schnell und war recht hübsch, alle SuS haben die Fragen gefunden und beantwortet (ein Problem bei Surveymonkey).

Allerdings kann man die Antworten nicht exportieren und die Preise für die Pro-Version sind horrend. Also leider nichts zum Empfehlen.

Womit Ideen Sammeln?

Seit längerem treibt mich ein Problem um, für das ich noch keine Software gefunden hab:

Womit kann ich gut Ideen einsammeln? Das Tool sollte einfach zu bedienen sein, deutschsprachig, die Einträge sollten nicht änderbar sein (außer vom Administrator) und Kommentare sollten möglich sein.

Beim Suchen kam ich zuerst auf answergarden und Tricider.

Tricider habe ich ja schon im Mai rezensiert und ausreichend kritisiert. Als Problem sah ich an, dass der Moderator alle Beiträge ändern kann – wobei ich hier inzwischen differenzieren muss: Für Gemeinden ist das unnötig, beim jugendlichen Unsinn mancher Schulklassen durchaus angebracht. Das größere Problem war auch das ständige drängen auf Registrierung und das Umschalten auf Englisch.

Screenshot Tricider

Also nächster Test: Answergarden. Answergarden konnte mich auch nicht überzeugen: Es hat nur eine englischsprachige Oberfläche und gibt einem wenig Möglichkeit seine Gedanken auszuführen. Dafür stehen einem nur 64 Zeichen zur Verfügung.

Beim Suchen entdeckte ich Sammla:Vom Tool her, man kann seine Fragen eingeben, bearbeiten, Leute können antworten, kommentieren, Deutschsprachig, leicht verständlich.

Aber: Kein Impressum, keine Antwort auf das Feedback-Tool, keine Datenschutzerklärung und 12 Tracker im Einsatz. Dummerweise kann man die Umfrage zwar beenden lassen, aber nicht mehr löschen

Padlet – auch schon mehrfach rezensiert hat zwar 13 Tracker im Einsatz, aber wenigstens eine https:// Verschlüsselung und Kontaktdaten. Außerdem ist es auf Deutsch verfügbar. Perfekt nicht, aber momentan erscheint es mir noch als das kleinste Übel.

Vielleicht gibt es ja ein ganz tolles Text/Ideen-Sammel-Tool da draußen, das ich nur nicht kenne: Dann bitte her damit!

 

Surveymonkey: Der Umfragenprofi

Homepage: http://www.surveymonkey.de

Vergleichbares Tool: Umfragen über Nextcloud (ELKB Cloud), Polleverywhere

Zweck:  Umfragen, die später beantwortet werden können

Kosten: kostenlos im Basispaket

Registrierung für Ersteller: Notwendig, über Google und viele andere Dienste möglich

Registrierung für Schüler: nicht notwendig

Sprache: Deutsch, Englisch u.a.

System: Browserbasiert

Vorteile: Leichte Umfragenerstellung, App zur Auswertung

Nachteile: Schüler taten sich schwer, die richtige Adresse zu finden, registrierten sich oft obwohl unnötig.

Problematisch beim Datenschutz, da die Server in den USA stehen und Surveymonkey die Datenschutz-Verantwortung auf den Fragensteller abwälzt

Ein Export von Daten ist nur Kostenfristig möglich.

Vorgehen:

Screenshot Surveymonkey

Am Anfang des Schuljahres wollte ich die Motivation meiner Schüler zum Religionsunterricht und das Interesse an den einzelnen Themen wissen. Also meldete ich mich mit meinem Google-Account bei Surveymonkey. Ein Assistent geleitete relativ schnell durch die Fragen, die Fragenarten ließen sich gut unterscheiden.

Nervig ist die zahlreiche Werbung für das Upgrade.

Ich habe die Umfrage zweimal durchgeführt, in der Klasse ging es gut; bei der Umfrage als Hausaufgabe in der zweiten Gruppe gab es nur wenig Teilnehmer, viele sagten sie hätten sich registriert. Auf Grund dessen und auf Grund der Datenschutzprobleme würde ich Surveymonkey eher nicht mehr verwenden.

Polleverywhere: Schwer zu benutzendes Umfragetool

Name: Polleverywhere

Homepage: https://www.polleverywhere.com

Vergleichbares Tool: Surveymonkey, Umfragen in Nextcloud, z.B. ELKB-Cloud, Pingo

Zweck:  Umfragen, die auch später beantwortet werden können

Kosten: kostenlos

Registrierung für Ersteller: Notwendig

Registrierung für Schüler: nicht notwendig

Sprache: Englisch

System: Browserbasiert

Vorteile: breite Vielfalt

Nachteile:  in keiner Weise intuitiv

Praktisch angewandt:

Ich wollte mit Polleverywhere Fragen für meine Schüler erstellen. Das Fragen erstellen ging relativ leicht, unter “create Polls”. Schwierig wurde es dann danach: Die Fragen sind nun als “ungrouped” einsortiert.

Leider erschloss sich mir in keiner Weise halbwegs intuitiv, wie ich es nun auf die Reihe kriege, die Fragen für die Schüler vorzubereiten.

Auch die FAQs waren keine große Hilfe. Nach ca 10 Minuten suchen habe ich den Test abgebrochen und die Fragen schließlich mit PINGO erstellt.

PINGO: Fragen zielgerichtet anschalten

Name: PINGO (Peer INstructions for very large GrOups)

Homepage: http://trypingo.com/de/

Vergleichbares Tool: Plickers, Ars Nova

Zweck:  sofort zu beantwortende Umfragen

Kosten: kostenlos

Registrierung für Ersteller: Notwendig

Registrierung für Schüler: nicht notwendig

Sprache: Deutsch, Englisch

System: Browserbasiert

Vorteile: Nach Einarbeitung leicht zu bedienen, Fragen können wiederholt werden.

Nachteile: Einarbeitung dauert etwas

Vorgehen:

PINGO wurde eigentlich für die Uni entwickelt. Mit PINGO kann man den SuS Fragen stellen, die diese gleich auf ihrem Tablet/Smartphone beantworten können.

Dafür loggt man sich nach der Registratur unter  http://pingo.upb.de/ ein und erstellt vorher unter “Umfrageplanung” Fragen.  Zu Beginn der Stunde kann man sich nun wieder einloggen und eine Session mit den Fragen starten.

Wichtig ist sich die Zeit zu überlegen, die die Fragen erscheinen sollen, da man die Ergebnisse vorher nicht sehen kann. Die Ergebnisse erscheinen nun und können besprochen werden.

Screenshot Umfrage PINGO

Über den Katalog kann nun die nächste Frage gestellt werden.

Praktisch angewandt:

In der 7.-9. Mittelschule wollte ich im Themenbereich Tod die Erfahrungen der SchülerInnen mit dem Tod abfragen. Da die Klasse sehr unruhig und oft nicht rücksichtsvoll ist, habe ich mich für diese sehr anonyme Variante entschieden. Dies hat erstaunlich gut geklappt.

Nicht zum Test geeignet: Mentimeter

Beim Medienkompass wurde Mentimeter ja sehr gelobt und es sah –wie ich im Blog erwähnte – vielversprechend aus.

Nun wollte ich es hernehmen, um meine Schüler zu befragen, welche Themen sie interessieren. Dazu hätte ich 4 Fragen gebraucht. In der kostenlosen Version von SurveyMonkey beispielsweise kein Problem.

Jedoch ein großes Problem bei Mentimeter: mehr als zwei Folien/Fragen sind kostenlos leider nicht erlaubt.

Screenshot Mentimeter

Das bedeutet für mich: Mentimeter ist leider sogar zum Testen unbrauchbar. Schade.