Cool, aber zu zeitaufwendig: Pechakucha mit Glitch

Name: https://glitch.com/~pechakucha

Homepage: https://glitch.com/~pechakucha

Kosten: umsonst

Möglichkeiten: ein Pechakucha selbst erstellen

Alternativen: noch nicht entdeckt

Registrierung für ErstellerInnen: /

Registrierung für BenutzerInnen: /

Sprache: Englisch

System: Browser

Vorteil: Keine Registrierung, SuS können selbst erstellen, lernen html kennen

Nachteile: Englisch, etwas kompliziert, sehr Zeitaufwendig

Praktisch angewandt:

Durch Schulgottesdienst und Schulinterne Veranstaltungen hatte ich doch glatt jetzt schon meine letzte Stunde mit der 7./8. Klasse der Realschule. Die Realschule hat gerade einen Preis als digitale Schule bekommen, die Schüler sind also sehr aufgeschlossen für digitales arbeiten und wir haben auch schon gemeinsam Learning Apps erstellt.

Meine Idee war: Als Wiederholung des Schuljahres erstellen die Schüler ein Pechakucha zu einem Thema des Schuljahres. Sie müssen sich also nochmals mit Ihrem Thema beschäftigen um passende Bilder zu finden, üben digitale Kompetenz, das Sprechen und Spass haben wir beim Vortrag auch.

Um alle Schüler gut zu versorgen ging ich in den best ausgestattetsten (?) Raum: Ein Smartboard, Tablets mit Tastatur für alle.

Nach Einrichten des Smartboards, Austeilen der Tablets, dem Erklären und Einteilen in Gruppen zu 3 Personen ging es los: 60 Minuten Zeit, 40 für Bildersuche und Pechakucha erstellen, 20 zum ausprobieren.

Nach 40 Minuten meldet die erste Gruppe Vollzug. Dummerweise geht das Pechakucha nicht. Der Anleitung von https://glitch.com/~pechakucha war gefolgt worden. Nur waren alle Links an der falschen Stelle in die Index.html eingefügt worden. Die meisten anderen Gruppen hängen noch beim Hochladen in einen Remix. Das Problem: Sie haben parallel gearbeitet und Bilder an verschiedenen Tablets runtergeladen, aber am Glitch-Remix kann nur einer arbeiten. Also alle Bilder auf Tablet schicken, dort hochladen…

Das frisst Zeit…

Ich erspare euch die weiteren Details. Das ergebnis: Nach 50 Minuten war kein einziges Pechakucha fertig und die Schüler maulten: “Herr Beck, das bringt doch sowieso nichts mehr”.

Eine versuchte sich im Trost: “Aber die Idee war gut Herr Beck. Wäre sicher lustig geworden.”

Hausaufgabe an mich selbst: Seite zum Pechakucha suchen, wo man nur Bilder reinladen muss. Oder noch besser nur per URL einfügen. Und dann nochmals probieren.

H5P Teil 6: Zeitstrahl

H5P ist so vielfältig, dass es mehrere Teile verdient hat. Eine Einführung gibt es in Teil 1. Hier Teil 6:

Name: H5P Zeitstrahl

Homepage: http://www.h5p.org

Vergleichbares Tool: Learningapps, App-in-die-Geschichte

Zweck: Zeitstrahl

Kosten: kostenlos

Registrierung für Ersteller: Notwendig, wenn über h5p.org gearbeitet wird

Registrierung für Schüler: nicht notwendig

Sprache: Englisch (bei h5p.org)

System: Browserbasiert

Vorteile: Nach Einarbeitung leicht zu bedienen, sehr intuitiv

Nachteile: nicht ausdruckbar, “era” ist nicht direkt erklärt

Vorgehen & Praktische Anwendung

Wie hier erwähnt, habe ich in der 7./8. Realschule mit dem Thema “Christenverfolgung/erste Christenheit” begonnen. Natürlich eignet sich dafür ein Zeitstrahl perfekt. Toll wäre gewesen wenn die Schüler hätten mitarbeiten können, leider geht dies in H5P nicht direkt.

Mit app-in-die-geschichte ist es anscheinend möglich, allerdings konnte ich mich zum passenden Zeitpunkt nicht problemlos registrieren (inzwischen gelöst).

Also habe ich meine Schüler ganz analog ihre Schulbücher extrahieren lassen und mir Zusammenfassungen geben lassen.

Diese wollte ich direkt eintragen, aber dann zickte das Smartboard.

Also dann alle mitgenommen, den Schülern mit kurze links eine Kurzurl erstellt und danach alles online gestellt.

 

Die Erstellung erfand ich problemlos, wobei ich das Feld “Era” ignoriert habe, da ich damit nichts anfangen konnte. Eine Erklärung habe ich dann im H5P-Forum erhalten.

Was mir gefällt: Ich habe noch nicht mal alle Bilder/Medien ausprobiert, finde aber den Zeitstrahl recht attraktiv. Geschätzte Erstellungsdauer nachdem ich alle Daten zusammenhatte, Bilder musste ich suchen: ca 30 Minuten.

 

Anmerkung:

Nele Hirsch, hat zu H5P ein Handbuch und einen Onlinekurs veröffentlicht.

Learningapps 1: Überblick

Learningapps ist eine Sammlung von Aufgabenvorlagen, aus denen man selber Aufgaben (Apps) gestalten kann. Es sind so viele Apps, man kann sie gar nicht auf einmal rezensieren. Weitere Rezensionen folgen also noch mit der Zeit, hier ein erster Überblick

Name: Learningapps

Homepage: http://www.learningapps.org

Kosten: Kostenlos

Möglichkeiten: Zuordnen, Lückentext, Quiz, Rätsel, Video mit Einblendungen, Abstimmungen, Chat, Kalender

Registrierung für Ersteller: Notwendig

Registrierung für Benutzer: nicht notwendig

Sprache: Deutsch

System: Browserbasiert

Vorteile: große Vielfalt der Möglichkeiten

Nachteile: Design etwas altbacken, auf kleinen Displays teils schwer zu spielen.

Screenshot Learningapps

Praktische Anwendung:

In der Schule bereits erfolgreich angewandt, um Bibelbücher in die richtige Reihenfolge ordnen zu lassen. Es lohnt sich zu registrieren, andere Apps des eigenen Faches zu durchsuchen und sich diese zu merken. Später kann man diese erst einmal verändern.

Tipp zum Erstellen:

Es lohnt sich, am Anfang sich nach Apps umzuschauen, die der geplanten ähneln. Unter “ähnliche App erstellen” wird die gerade aktive App dann als Vorlage übernommen. Nun kann man problemlos umändern.

Auf einige meiner Learningapps habe ich in den letzten Tagen hingewiesen. Einen Überblick gibt es unter http://learningapps.org/user/gerhardbeck

Kahoot!: Lernzielkontrolle auf spielerische Art

Name:  Kahoot!
Homepage: spielen:  http://www.kahoot.it,
Erstellen: http://create.kahoot.it

Vergleichbares Tool:  Plickers GoPollock, LearningSnack
Zweck: Kontrolle von Wissen, Entfremdung für Abstimmungen
Registrierung für Lehrkraft: Notwendig, auch über Google, Facebook möglich
Registrierung für Schüler: nicht notwendig
Sprache: Englisch
System: Browser, spielen in der Android-App möglich

Vorteile: Ansprechend gestaltet, Spielen macht viel Spass. Zahlreiche Statistiken der Schüler (wie viel falsch, wie lange für Antworten gebraucht) im Challenge-Modus möglich, Team-Modus für mehrere Personen an Geräten
Nachteile: Internet für alle Erforderlich
Praktisch angewandt: Bei Kahoot erstellt man mit Bildern, Videos und Texten ein Quiz. Das Quiz kann auch veröffentlich werden und man kann sich öffentliche Quiz kopieren und verändern.
Ist alles vorbereitet so muss man sich für einen Modus entscheiden.

Kahoot! Ansicht für Spieler zum Spielbeginn

Entweder spielt man das Spiel als Challenge. Dann können die Schüler es von ihrem Gerät unabhängig voneinander spielen. Man kann eine Zeit einstellen, in der das Kahoot! gespielt sein muss (z.B. als Hausaufgabe in zwei Wochen) und dann zahlreiche Statistiken einsehen.

Oder man spielt Kahoot direkt im Unterricht, wobei die Fragen per Beamer an die Wand projiziert. Der Lehrer bestimmt sieht dann die Ergebnisse und bestimmt wann die nächste Frage losgeht.

Praktisch angewandt habe ich diverse Kahoots sowohl im Konfirmandenunterricht als auch in der Schule. Im Konfirmandenunterricht zur Überprüfung des Glaubensbekenntnisses, in der Schule zum Einstieg in die Stunde und als Hausaufgabe.

eigene Kahoots in der Benutzeransicht

Meine Kahoots sind zu finden, in dem man bei Kahoot! nach dem Benutzernamen “gerhardbeck” sucht oder mir eine Email mit dem eigenen Kahoot-Benutzernamen schickt. Ich teile sie dann gerne.

Classroomscreen.com: Ein Tausendsassa

Screenshot classroomscreen.com am 31.3.2018

Name: Classroomscreen
Homepage:  http://www.classroomscreen.com
Vergleichbares Tool:  nichts bekannt
Zweck: digitale Tafel
Kosten: Kostenlos
Registrierung für Lehrkraft: keine Registrierung möglich
Registrierung für Schüler: keine Registrierung möglich
Sprache: Englisch, teils auf Deutsch änderbar
System: Browserbasiert
Vorteile:  Zeituhr, die mitläuft, einfach zu handhaben
Nachteile:  Jedes mal neu zu konfigurieren
Praktisch angewandt: Classroomscreen lässt sich beispielsweise gut anwenden, wenn eine Arbeit in einer bestimmten Zeit erledigt werden soll. Aber es gibt auch viele andere Anwendungsmöglichkeiten: vor allem die Symbole für Ruhe, etc finde ich praktisch, ebenso der Zufallsgenerator für Schülernamen. Ein echter Tausendsassa.

Update 18.10.2018: Classroomscreen ergänzt seine Funktionen um Exitpolls, das Feedbacks beim Herausgehen aus dem Klassenzimmer ermöglicht.

Learningsnacks: Wissen selber erarbeiten

Name: Learningsnacks
Homepage: http://www.learningsnacks.de
Vergleichbares Tool: Bisher noch kein ähnliches bekannt
Zweck: Wissen beibringen, Wissenskontrolle, Abstimmungen
Kosten: Kostenlos
Registrierung für Lehrkraft: Notwendig, auch über Google möglich
Registrierung für Schüler: keine
Sprache: Deutsch
System: Browserbasiert
Vorteile:  macht viel Spass, auch am Handy erstellbar, leicht zu erstellen
Nachteile:  keine Interaktion mit Schülern, Download QR Code braucht sehr lang
Praktisch angewandt:
Wiederholung der letzten Stunden zum Thema “Bibel”. Natürlich kann man die Bibelstellen auch per Link einbinden, aber ich wollte, dass sie Bibel aufschlagen üben.

Einfach mal selber spielen:

Digitale Hilfsmittel im RU und KU

In Neunburg habe ich eine sehr interessante Situation: Mittelschule und Realschule sind direkt nebeneinander und beide als digitale Schulen ausgewählt. Beide sollen für ihre Schularten exemplarisch erkunden, die man die digitale Welt in den Unterricht bringen kann. Und ich als Religionslehrer mittendrin.

Die Mittelschule setzt zum Beispiel auf Ipads, die Realschule auf das Konzept “bring your own device” – alle Schüler haben ihr Handy dabei und bei Bedarf Zugriff auf das WLAN.

Für mich als Religionslehrer heißt das:

  1. Ich bin dazu angehalten – und mache es inzwischen mit Spass – Tablet, Smartphone,  Whiteboard, etc im Unterricht zu verwenden.
  2. Wenn ich etwas verwende, dann nur Internetbasierte, Plattformübergreifende Apps – ich will sie ja in der anderen Schulart auch verwenden
  3. Natürlich sollten möglichst wenig Registrierungen nötig sein, vor allem nicht für die SchülerInnen. Aus praktischen, aber auch aus Datenschutzgründen.

Zu guter letzt stellte sich mir die Frage: Wenn ich Apps schon für die Schule entwerfe: Lassen Sie sich nicht auch im Konfirmandenunterricht anwenden?

Welche Apps gibt es, die gut verwendbar sind und obigen Kriterien entsprechen? Gibt es eine Sammlung die praktisch ausprobiert wurde?

Ich habe keine gefunden, daher dieser Blog: Er soll die praktische Anwendungen, die Entdeckungen und Tests mit Apps im RU und KU dokumentieren und zum Austausch anregen. Die Beiträge werden erscheinen, wenn sie sich ergeben.

Das heißt: Wenn Sie einen App-Tipp für mich haben: Her damit, per Email oder als Kommentar. Schon jetzt: Vielen Dank!