Wochenaufgabe 4 – Unser Schulbuchkapitel

Hallo Welt,

jetzt wird¬īs √ľppig… Hier kommt das “Schulbuchkapitel” zu Sterben, Tod und Trauer in der Altenpflegeausbildung an der BBS Wissen. Zumindest der Anfang – ich hoffe, das mit Hilfe meiner Sch√ľlerInnen in wunderbare digitale Form zu bringen, mit Beispielen aufzupeppen, Unterrichtsinhalte zu verfilmen etc. pp. – so langsam geht mir auf, was √ľber eine schlichte Lernjobsammlung hinaus noch alles m√∂glich w√§re. Aber jetzt blo√ü nicht perfektionistisch werden – mit irgendwas muss ich einfach anfangen, sonst wird da nie was draus.

Also:

Unser Schulbuch bekommt ein Einleitungskapitel. Im richtigen Leben bekommen meine Leute morgen eine Mappe mit folgenden Inhalten (hier in der vorläufigen amtlichen Endfassung) :

Ein Titelblatt

(naaa, irgendwelche Nixen? n√∂!!! Ich bin begeistert! Daf√ľr hat das Ger√§t den Rest der Einleitung gefressen… glaubt man¬īs?! also nochmal:)

¬†Ein freundlicher Begr√ľ√üungsbrief (er verr√§t neugierigen Lesern einige Details zu den Rahmenbedingungen)

Liebe FSA 12

 Die Übersicht, die Ihr schon kennt

√úbersicht Sterbebegleitung

 Der Aufgabenkatalog (vorläufige Endfassung, Stand 28. 10. 13, 15. 58 Uhr)

Der Aufgabenkatalog

¬†Eine Seite “Aufgaben zur Texterschlie√üung”

Auswahlmethoden zur Texterschließung

Der Rechercheauftrag

PraxisauftragSterbenFSAneu

Ein Muster f√ľr einen Einsch√§tzungbogen (passt leider doch nicht auf alles, nur fast… die Variante reiche ich nach)

Einsch√§tzungsbogen f√ľr Wahlaufgaben

Die Checkliste zum Eintragen der Erfolge

Checkliste

¬†Das ist die Einleitung – die im ersten Moment ein wenig √ľberfordern kann (viel zu lesen…), aber das gesamte Schuljahr strukturiert und das Ganze in seiner Offenheit zusammenh√§lt. Noch mal: So sieht das nach 13 Jahren im Bildungsgang und 5 Jahren Ausprobieren aus.

Aber daf√ľr machen wir¬īs ja: Wer immer m√∂chte, kann herauspicken, was passt, und f√ľr eigene Bed√ľrfnisse abwandeln.

Ach ja: Das √úberreichen eines Geschenks am Anfang ist wieder so ein freundlicher kleiner Handgriff, der mir das Pr√§dikat “serviceorientiert” einbringt ūüėČ

Nun kommt also das Herz des Ganzen, die Lernjobsammlung. Tusch!!!

Das Inhaltsverzeichnis hab ich aus dem Dokument kopiert und kriege die Formatierung nicht weg, sorry Рmal schauen, wie das im veröffentlichten Dings aussieht. Jedenfalls werde ich das definitiv nicht noch mal abtippen.

A         Auf mich selbst achten

A 1 ¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěAbstand gewinnen!‚Äú: 10 Gebote f√ľr eine gute Sterbebegleitung

Lernjob A 1 Abstand gewinnen!

A 2¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěProfessionell handeln ‚Äď aber wie?‚Äú: Angemessenes Verhalten in besonders schwierigen Situationen

Lernjob A 2 Professionell handeln

A 3¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěSehen wir uns wieder?‚Äú: Abschiedssituationen gestalten

Lernjob A 3 Abschiedssituationen gestalten

A 4¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěTabuthema Angst‚Äú: Mit meinen eigenen √Ąngsten umgehen

Lernjob A 4 Angst

A 5¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěYou¬īre not alone!‚Äú: Unterst√ľtzung einholen

Lernjob A 5 Unterst√ľtzung

A 6¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěGewissensbisse‚Ķ!?‚Äú: In Dilemmasituationen passende Entscheidungen treffen

Lernjob A 6 Gewissensbisse

B         Sterbenden Menschen beistehen

B 1¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěDer Weg des Sterbens‚Äú: Kreative Gestaltung des Sterbephasenmodells nach E. K√ľbler-Ross

Lernsituation B 1 Der Weg des Sterbens Kurzversion

B 2¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěBegleitung auf dem Weg‚Äú: Hilfreiches Verhalten in den verschiedenen Sterbephasen

Lernjob B 2 Begleitung

B 3¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěWas sag ich blo√ü, wenn‚Ķ?‚Äú: Angemessen auf √Ąu√üerungen Sterbender reagieren

Lernjob B 3 Gespräche

Handbuch Gespräche klein

B 4¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěVorsicht, bitte!‚Äú: Besondere Bed√ľrfnisse bei der Pflege beachten

Lernjob B 4 Pflegerische Maßnahmen

B 5¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěWenn nicht mehr zu machen ist‚Ķ‚Äú: Durch kleine Ma√ünahmen die letzten Tage angenehm(er) gestalten

Lernjob B 5 Wohltuende Maßnahmen

B 6¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěReligiosit√§t als Ressource‚Äú: Texte und Gebete zum Vorlesen am Sterbebett

Lernjob B 6 Religion als Ressource

B 7¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚Äě‚Ķ aber nicht f√ľr jeden‚Äú: Texte u. √§. als Angebot f√ľr nichtreligi√∂se Menschen

Lernjob B 7 Texte f√ľr nichtreligi√∂se Menschen

B 8¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěWenn Religion zum Problem wird‚Äú: ‚ÄěSchlechte Theologie‚Äú

Lernjob B 8 Schlechte Theologie

C         Verstorbene versorgen

C 1¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěWenn ein Mensch gestorben ist‚Ķ‚Äú: Einen verstorbenen Menschen versorgen

Lernjob C 1 Versorgung eines Verstorbenen

D         Angehörige begleiten

D 1¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěMein Beileid!‚Äú: Die passenden Worte finden

Lernjob D 1 Beileid w√ľnschen

D 2¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěIn tiefem Mitgef√ľhl‚Äú: Beileidskarten gestalten

Lernjob D 2 Beileidskarten

E         Die Situation im Betrieb mitgestalten

E 1¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Rechercheauftrag: Sterben in meiner Einrichtung¬†¬† ¬†(Pflichtaufgabe f√ľr alle!)

PraxisauftragSterbenFSAneu

E 2¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěZusammenhalten!‚Äú: Zu einer unterst√ľtzenden ‚ÄěTeamkultur‚Äú beitragen

Lernjob E 2 Teamkultur

E 3¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěLetzte Dinge‚Äú: Letzte W√ľnsche erfragen und ber√ľcksichtigen

Lernjob E 3 Letzte Dinge

E 4¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěGemeinsam Abschied nehmen‚Äú: Ein Abschieds-Ritual gestalten

Lernjob E 4 Abschiedsritual

F¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Kulturelle Aspekte ber√ľcksichtigen

F 1¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěKultur-Knigge‚Äú: Aspekte kultursensibler Pflege ber√ľcksichtigen

Lernjob F 1 Kultur-Knigge

F 2¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ‚ÄěVersteh mich doch!‚Äú: Menschen in einer existentiellen Krise begleiten, obwohl wir nicht die gleiche Sprache sprechen Das ist eine Joker-Aufgabe! Ich empfehle dringend die Expertin‚Ķ

 Der Joker: Stellen Sie sich selber eine Aufgabe!

Joker

Vollständige Handlung Joker

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Falls Ihr Euch jetzt fragt, wie ich morgen in der Klasse mit dem ganzen Papierkram klarkomme:
Das Einleitungszeug ist ja aus gutem Grund in einer Mappe abgeheftet (wenn man das herumgibt, wom√∂glich ungelocht, ist es vorbei mit “Struktur im Unterricht”, hihi…).

F√ľr die Lernjobs gilt: Das bekommt nat√ľrlich nicht jeder alles kopiert…

Die digitale Variante (bei der ich die Zettel nicht mal mehr anfassen m√ľsste) finde ich immer noch total verlockend, und bisher hat keiner kommentiert, dass ich das nicht so machen kann – das werden wir morgen mal sofort ausprobieren.

F√ľr die Papierfassung noch ein handwerklicher Hinweis: Es gibt diese genialen transparenten H√§ngetaschen, in die ich mir das Zeug sortiere, dem Inhaltsverzeichnis folgend. Schon passiert, gleich beim Ausdrucken.

So sieht¬īs aus:

Lernumgebung

Das nehme ich morgen so wie es ist mit in die Schule und hänge es an die Tafel. Kostet 30 Sekunden (wenn man die Fächer seitlich gut verschlossen hat, mit so Klemmdingern).

So benutzen wir¬īs: Zuerst raus mit den Klemmdingern.

Jede/r Sch√ľlerIn bekommt sodann ein (!) Post-it und schreibt den Namen drauf. Wenn die Entscheidung getroffen ist, wer was bearbeiten m√∂chte, klebt er/sie das Post-it in (in!!!) die H√ľlle auf das oberste Blatt. So siehst man auch gleich Optionen f√ľr Arbeitsgruppen, Pr√§sentationsschwerpunkte usw.

Klemmdinger wieder dran. Das Ganze abnehmen und zum Kopierer tragen. Klemmdinger ab. So viele Kopien machen, wie Post-its draufkleben. Post-its sofort auf die Kopien kleben. Kopiervorlagen wieder einsortieren und, ja, festklemmen. Kopien vorsichtig stapeln. In die Klasse tragen (nächste Stunde reicht). Verteilen. Fertig. Ab dann läuft es im Grunde von alleine.

Vermutlich lest Ihr zwischen den Zeilen, wie oft ich mich im Papierkram schon verheddert habe ūüėČ Auch deshalb ist das hier attraktiv: Wenn sich jeder selber herunterladen kann, was gerade ben√∂tigt wird, ist das ein gro√üer Schritt in Richtung Autonomie (f√ľr die Sch√ľlerInnen) bzw. Stressreduktion (f√ľr mich).

Ich finde es allerdings noch sehr trocken – kein Blingbling, nichts bewegt sich, niemand liest meinen Sch√ľlern was vor, niemand beantwortet ihnen Fragen (obwohl – das ginge ja jetzt schon…). Au√üerdem braucht man noch den ein oder anderen papierernen Aufsatz, das st√∂rt mich auch noch sehr.

Die Idee, das Blingbling und die Aufs√§tze mit Punkten zu belegen und zu schauen, was ¬† meine Sch√ľler mir anschleppen, war glaube ich zukunftsweisend (steht im Begr√ľ√üungsbrief).¬† Ich hab jetzt erst mal genug gearbeitet – nun kann das Projekt Fahrt aufnehmen und einen wunderbaren kompetenzorientiert-digitalen Schneeball produzieren. Mit ganz viel Spielwert ūüėČ Ich freu mich drauf!

Schade nur, dass das hier eine “Wochenaufgabe” war und die Woche morgen endet… ich h√§tte Euch gern erz√§hlt, wie es weitergeht und ob das so klappt, wie ich es mir denke. Tja..

Aber jetzt erst mal raus damit. Ich bin gespannt…

10 Gedanken zu „Wochenaufgabe 4 – Unser Schulbuchkapitel

  1. Das ist KLasse!!! und unheimlich nah dran am Beruf UND an den pers√∂nlichen Erfahrungen der Sch√ľlerinnen. Ich kann es mit dem Inhalt zur Zeit zwar nicht verwenden, aber die Methoden klingen spannend und man kann das sicherlich √ľbertragen auf andere Themen. Wie siehst du das denn mit dem copyright? Momentan steht das ja alles NICHT unter einer freien Lizenz (cc-Lizenz). W√§rst du bereit, das zu machen oder willst du das irgendwo ver√∂ffentlichen? Ich bin echt sprachlos ob deiner Kreativit√§t und Aktivit√§t! ;-)LG Uta

    1. Hallo Uta,
      danke f√ľr Deine ermutigende Zustimmung! Freut mich unglaublich, dass mein Zeug so viel Anklang findet (es funktioniert aber auch wirklich gut… unbescheiden angemerkt :-)).
      Das mit dem Copyright sehe ich v√∂llig gelassen – daf√ľr mache ich das hier doch, um mir diese Gedanken nicht zu machen, oder?
      Ich w√§re sch√∂n bl√∂d, das Zeug irgendwo anders ver√∂ffentlichen zu lassen: dann m√ľssten sich meine Sch√ľlerinnen wom√∂glich das Buch kaufen, und die Mitgestaltungsm√∂glichkeiten fallen weg, und ich kann nicht meine Bezugsgruppe in RLP hineinverwickeln, und ich m√ľsste mich nach Verlagsvorstellungen richten, und was einmal gedruckt ist, muss so bleiben, und … nein, das hat nur Nachteile!
      Geld muss ich mit dem hier sowieso nicht verdienen, ich werde wei√ü Gott gut genug bezahlt – Austausch und Feedback und Kooperation und Vernetzung sind damit nicht ansatzweise aufzuwiegen. Und mich kostet es √ľberhaupt nichts, das, was ich f√ľr mich ohnehin mache, zu teilen. Im Gegenteil: Das inspiriert sehr.
      Nein, das mit den freien Lizenzen ist eine sensationelle Idee. So eine Lizenz ist da blo√ü noch nicht drauf, weil ich bis vor ein paar Tagen nicht mal wusste, dass es so was gibt ūüėČ Das √§ndert sich morgen hoffentlich.

  2. Hallo Marion!

    Ein tolles Programm! Da kann ich einiges f√ľr meine Sch√ľlerInnen verwenden.
    Was mich besch√§ftigt, ist die Frage, wie du das zeitlich auf die Reihe kriegst. Erstellst du die ersten 2 Wochen das Jahresprogramm + Arbeitsaufgaben + Materialien f√ľr alle Klassen? Schl√§fst du auch manchmal? ūüėČ Daf√ľr ist es sicher nachher eine Freude, den Sch√ľlerInnen beim Werken zuzusehen und sie zu begleiten.

    Liebe Gr√ľ√üe, Reinhard

      1. Geht das denn?
        Auch wenn “die Woche” vorbei ist?
        Und w√ľrdest Du weiter mitlesen wollen?
        Ich finde das alles gerade so genial, dass ich mich tats√§chlich nur ganz schlecht losrei√üen kann…
        …und wenn das ganze Zeug wieder in der Versenkung verschwinden w√ľrde, w√§re das extrem schade, zumindest f√ľr mich und meine Klasse.
        Liebe Gr√ľ√üe, Marion

    1. Guten Morgen, lieber Reinhard,
      dochdoch, ich schlafe gern und viel. Und ich hab auch noch andere Hobbys (die bringen blo√ü digital nix… sonst w√ľrde ich Dir z. B. eine selbstgemachte Praline hochladen, hihi…).
      Alle anderen Klassen waren diese Woche im Praktikum, da konnte ich einen Schwerpunkt setzen.
      Und nein, ich arbeite nicht immer und √ľberall mit dieser Form des Werkstatt-Angebots. Es gibt noch sooo viel andere M√∂glichkeiten… und dies hier ist mir ehrlich gesagt sowieso noch nicht “offen” genug, sondern noch zu sehr von mir gelenkt. Aber f√ľr die konkrete Situation sollte es passen.
      Fragst Du rhetorisch, oder macht es Sinn, einen Blogbeitrag dem Zeitmanagement und den alternativen Arrangements zu widmen?
      Freut mich jedenfalls sehr, wenn außer der Klasse und mir noch jemand von den Angeboten profitiert!
      LG Marion

    2. … und √ľbrigens spiele ich mit der Idee, die zweite Klasse (Erzieher-Unterstufe) des heutigen Tages in die kompetenzorientierte Weihnachts-Produktion mit einzubeziehen.
      Ich h√§tte gern die Sch√ľlerperspektive dabei, wenn wir arbeiten.
      Heute Mittag w√ľrde ich die Idee einspielen und einfach schauen, was passiert (nat√ľrlich ohne etwas zu versprechen oder festzulegen). Brems mich aber ruhig, wenn Du das f√ľr unklug h√§ltst – ich muss nicht alles machen, was mir einf√§llt ūüėČ

  3. Hallo Marion,

    ich bin sehr angetan von Deinen Aufgaben. Ich unterrichte zwar am Gymnasium Klasse 5 bis 12, aber ich kann mir vorstellen, dass fuer meine Sch. die eine oder andere Aufgabe gut geeignet ist. Insgesamt beeindruckt mich die Praxisnaehe der Aufgaben sehr.

    Viele Gruesse
    Olav Richter

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